Montag, 29 Mai 2017
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UN-Generalsekretär Guterres fordert Reformen zum Erhalt des Multilateralismus

02 14 2017SecGen11. Mai 2017 – Der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres hat in einer Rede die Notwendigkeit zu UN-Reformen unterstrichen, um die derzeitigen Probleme auf der Welt zu bekämpfen. „Ich würde mich gerne gezielter auf das konzentrieren, was ich für die drei Hauptprobleme halte, denen wir in der heutigen Welt gegenüberstehen“, sagte Guterres in London.

Zum Einen hätten sich die Konfliktursprünge verändert, so Guterres. Demnach entstehen viele Konflikte bereits im Landesinneren und nicht auf zwischenstaatlicher Ebene. Diese internen Konflikte breiteten sich von der regionalen auf die globale Ebene aus. In der Konsequenz haben wir „was wir heute als die neue globale Bedrohung des Terrorismus ausgemacht haben, die die ganze Welt beeinflusst und die von niemandem vernachlässigt werden darf“.

Als Zweites führte der Generalsekretär die politische, wirtschaftliche und ökologische Instabilität in weiten Teilen der Welt als Ursache zahlreicher Konflikte, darunter auch Differenzen zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften, Kulturen und Religionen, an.

Das dritte Hauptproblem ist für Guterres die wachsende Ungleichheit. Die Globalisierung und die technologischen Fortschritte hätten zwar auf der einen Seite zu mehr Wohlstand und Wirtschaftswachstum geführt, auf der anderen Seite aber auch zu wachsender Ungleichheit. Diese Entwicklung führte zu großem Vertrauensverlust in den Multilateralismus.

Um den Multilateralismus zu retten, bedarf es zeitnaher Reformen der multilateralen Organisationen, so der Generalsekretär. Nach Guterres bedarf es auch einer intensiveren Zusammenarbeit der einzelnen Säulen der Vereinten Nationen – Frieden und Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte - damit die Ressourcen dafür verwendet werden, Krisen vorzubeugen. Zuletzt unterstrich der Generalsekretär die Notwendigkeit, den Trend aufzuhalten, dass Menschenrechte auf Kosten nationaler Prioritäten deutlich an Gewicht verlieren.