Mittwoch, 26 Juli 2017
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Libyen: Der Internationale Strafgerichtshof zieht Untersuchung wegen Straftaten gegen Migranten in Erwägung

721683Bensouda9. Mai 2017 – Die Staatsanwältin des Internationalen Strafgerichtshofs Fatou Bensouda hat dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mitgeteilt, dass ihr Büro die Einleitung eines Verfahrens wegen mutmaßlichen Straftaten gegen Migranten in Libyen in Betracht zieht.

„Mein Büro sammelt und analysiert Informationen bezüglich mutmaßlicher Verbrechen, die an Migranten während dem Versuch Libyen zu durchqueren begangen wurden”, so Bensouda während eines Treffen des Sicherheitsrates zur Situation in Nordafrika.

„Ich bin bestürzt über glaubhafte Berichte, denen zufolge Libyen zu einem Marktplatz für Menschenhandel geworden ist“, sagte Bensouda und fügte hinzu, dass ihr Büro sorgfältig die Möglichkeit einer Verfahrenseröffnung bezüglich Straftaten mit Migrantenbezug in Libyen überprüfe. „Wir müssen etwas unternehmen, um diese besorgniserregenden Tendenzen einzudämmen“, so die Staatsanwältin.

Fatou Bensouda erklärte, dass dem Land erneut ein flächendeckender Konflikt drohe. Eine deratige Destabilisierung würde die Rechtsstaatlichkeit in Libyen weiter gefährden und drohe ein Klima der Straffreiheit hervorzurufen, so Bensouda.

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