Donnerstag, 29 Juni 2017
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Bericht über Nahrungsmittelkrisen: Weltweit 108 Millionen ​Menschen ​bedroht

Somalia drought UNICEF 201603. April 2017 – Trotz internationaler Bestrebungen, die Ernährungsunsicherheit zu bekämpfen, war im Jahr 2016 die Ernährungslage von 108 Millionen Menschen unsicher. Im Vergleich zum Jahr 2015 mit 80 Millionen Betroffenen stellt dies eine dramatische Zunahme dar. Das zeigt ein von den UN unterstützter Bericht über Nahrungsmittelkrisen, der Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, um Katastrophen zu verhindern.

„Die Kosten in Form von Menschenleben und Ressourcen werden sich weiter erhöhen, wenn wir Situationen sich verschlimmern lassen“, betonte José Graziano da Silva, Direktor der Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Der Bericht verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Frieden und Ernährungssicherheit. Ihm zufolge sind zivile Konflikte der treibende Faktor hinter neun der zehn schlimmsten humanitären Krisen.

„Hunger verschärft Krisen und verursacht noch stärkere Instabilität und Unsicherheit. Was heute eine Herausforderung im Bereich der Ernährungssicherheit ist, wird zu der sicherheitspolitischen Herausforderung von morgen“, unterstrich die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogrammes (WFP), Ertharin Cousin.

Dieses Jahr wird die Nachfrage nach humanitärer Hilfe und Unterstützung beim Aufbau nationaler Widerstandsfähigkeit voraussichtlich weiter stark steigen. Vier Länder sind unmittelbar von Hungersnöten bedroht: der Südsudan, Somalia, der Jemen und der Nordosten Nigerias.