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Südsudan: Bestürzung über Tod von sechs Entwicklungshelfern

03 26 2017 SouthSudan Pibor OCHA27. März 2017 – Laut Berichten der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) sind am vergangen Samstag sechs Entwicklungshelfer einer nationalen Nichtregierungsorganisation bei einem Überfall auf ihre Fahrzeugkolonne getötet worden. Sie waren auf dem Weg durch von der Regierung kontrollierte Gebiete.

„Die Vereinten Nationen verurteilen diesen entsetzlichen und sinnlosen Verlust von Menschenleben“, betonte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs im Südsudan und Leiter von UNMISS, David Shearer in einer Presseerklärung.

Seit Dezember 2013 wurden im Südsudan mindestens 79 Entwicklungshelfer getötet, davon mindestens zwölf dieses Jahr. In den letzten zwei Monaten haben Angriffe auf humanitäre Helfer sowie Plünderungen von Hilfslieferungen stark zugenommen.

Grund dafür ist das noch nie da gewesene Ausmaß der humanitären Bedürfnisse. Etwa 7,5 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, in Teilen des Landes wurde eine Hungersnot ausgerufen.

„Solche Angriffe gefährden nicht nur das Leben der Hilfskräfte, sie bedrohen auch das Leben tausender Südsudanesen, deren Überleben von unserer Unterstützung abhängt“, betonte Eugene Owusu, der Koordinator für humanitäre Hilfe im Südsudan.