Donnerstag, 29 Juni 2017
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Afrika und Jemen: 20 Millionen Hungernde erhalten fast keine Hilfe

567089Die Vereinten Nationen beklagen mangelnde Hilfe für mehr als 20 Millionen hungernde Menschen in Afrika und im Jemen. Für die Männer, Frauen und Kinder im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen hätten Geber erst 422 Millionen US-Dollar bereitgestellt, sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke. Das sind nur etwa zehn Prozent der Summe, die UN-Generalsekretär António Guterres vor einem Monat gefordert hatte. Er hatte die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, 4,4 Milliarden US-Dollar zu geben. Es gelte Hungerkatastrophen in den vier Konfliktländern zu verhindern. Die Gewalt habe die Nahrungsmittelproduktion in den Gebieten zum Erliegen gebracht.

Die UN baten mit dem Aufruf nicht um zusätzliches Geld, wie Laerke erläuterte. Vielmehr waren die Summen in dem meist schon Ende 2016 verkündeten Bedarf für die einzelnen Länder enthalten. Guterres forderte die Regierungen lediglich auf, das Geld früher als womöglich geplant zu überweisen, um die akute Krise zu bewältigen.

Die Hilfsorganisationen der UN brauchen bis Ende März das Geld, um Lebensmittel, Wasser und Medikamente an Millionen notleidende Menschen zu liefern. Im Südsudan und im Jemen gibt es schwere bewaffnete Konflikte, der zerfallene Staat Somalia leidet unter anhaltender Gewalt, und im Nordosten Nigerias überzieht die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit einer Terrorkampagne.