Freitag, 24 März 2017
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Dürre in Somalia: Die Welt muss “schnell handeln”

03 06 2017Somalia7. März 2017 – Aufgrund einer schweren Dürre in Somalia droht in dem seit langem von Unruhen gekennzeichneten Land eine Hungersnot. Einschätzungen der Vereinten Nationen und humanitären Partnerorganisationen gehen davon aus, dass rund die Hälfte der somalischen Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen ist.

Laut Joseph Contreras, Sprecher der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Somalia, hat sich die Situation “in den letzten sechs Monaten deutlich verschlechtert”.

“Momentan benötigen etwa 6,2 Millionen Somalier humanitäre Hilfe, davon sind drei Millionen dringend auf lebensrettende Maßnahmen angewiesen. Das ist eine starke Erhöhung von den 1,1 Millionen Somaliern, die im September in dieser Situation waren und auf solche Maßnahmen angewiesen waren“, unterstrich Contreras.

„Wir nennen die Dürre dieses Jahr „Odi Kawayn“, was so viel bedeutet wie ‚Mehr als die Alten wissen‘. Niemand unserer Älteren hat jemals eine so extreme Dürre wie dieses Jahr gesehen“, erzählt die von der Hungersnot betroffene Somalierin Halima.

Die Internationale Organisation für Migration weist auf „beunruhigende Ähnlichkeiten“ mit der Hungersnot in Somalia im Jahr 2011 hin. Um eine erneute Hungersnot zu verhindern, wird dringend ein massiver Zuwachs an Hilfsgeldern benötigt.