Freitag, 24 März 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Drohende Hungersnot in Afrika: "Für 1,4 Millionen Kinder läuft die Zeit ab“

02 21 2017 UNICEF UN02842322. Februar 2017 - Beinahe 1,4 Millionen Kinder schweben dieses Jahr aufgrund von akuter Unterernährung in unmittelbarer Lebensgefahr. In Nigeria und Somalia sowie im Südsudan und im Jemen zeichnen sich Hungersnotstände ab. Die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF drängt daher zu schnellen Hilfsmaßnahmen.

“Wir können immer noch viele Leben retten“, betonte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake in einer Pressemitteilung. Die schwere Unterernährung und die drohende Hungersnot seien größtenteils von Menschen verursacht. „Unsere gemeinsame Menschlichkeit verlangt schnelleres Handeln“, fügte er hinzu.

In Reaktion auf die Krise arbeitet UNICEF mit seinen Partnern zusammen, um stark unterernährte Kinder mit therapeutischer Behandlung zu versorgen. Bislang erreicht die Hilfe 220.000 Kinder in Nigeria, über 200.000 im Südsudan und in Somalia sowie 320.000 betroffene Kinder im Jemen. Weitere Maßnahmen seien jedoch dringend notwendig.

„Die Zeit läuft ab“, unterstrich Lake. Die Tragödie der Hungersnot am Horn von Afrika im Jahr 2011 dürfe sich nicht wiederholen.