Dienstag, 21 Februar 2017
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“Ein vereintes Europa hat eine entscheidende Rolle zu spielen”: Agenda 2030 sowie Friedens- und Sicherheitsfragen zentrale Themen beim Besuch von UN Generalsekretär Guterres in Deutschland

G20 BonnUN-Generalsekretär António Guterres hat am Donnerstag seinen dreitägigen Besuch in Deutschland begonnen. In Deutschlands UN-Hauptstadt Bonn nahm Guterres bis Freitagnachmittag an einem Treffen der G20-Außenminister teil. Dabei standen Strategien zur Armutsbekämpfung in Afrika, zur Stärkung von Regierungsinstitutionen und zur besseren Ausnutzung des Potenzials afrikanischer Staaten zur Diskussion. Während des G20-Treffens diskutierte der Generalsekretär außerdem über den Konflikt in Syrien, Gewalt in der Ostukraine und andere globale Krisen. Guterres warb in seiner Rede in Bonn vor allem für Multilateralismus.

Vor der Zusammenkunft in Bonn wies Guterres in einem gemeinsamen Interview mit vier europäischen Zeitungen darauf hin, dass ein „vereintes Europa eine entscheidende Rolle in einer Zeit globaler Umwälzungen zu spielen hat“. Auch der neue US-Außenminister Rex Tillerson und seine Kollegen aus Russland, China und anderen G20-Staaten nahmen an dem Treffen in Bonn teil. Außerdem die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Vertreter aus den Niederlanden, Norwegen, Singapur, Spanien und Vietnam.

Das Treffen in Bonn war ein Vorläufer des G20-Gipfels, der diesen Juli in Hamburg stattfinden soll und bei dem voraussichtlich die erste Begegnung zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin stattfinden wird.

Am Freitagnachmittag reiste Generalsekretär Guterres von Bonn nach München, wo er an der Sicherheitskonferenz teilnehmen wird. Mehr als 30 Staats- und Regierungchefs sowie mehr als 80 Außen- und Verteidigungsminister werden voraussichtlich anwesend sein. Als Teilnehmer sind unter anderem US-Vizepräsident Mike Pence, US-Verteidigungsminister James Mattis und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg angekündigt.

Im Zentrum des diesjährigen Programms stehen die Zukunft der transatlantischen Beziehungen und der NATO nach der Wahl von Donald Trump, die EU-Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zu Russland sowie der Krieg in Syrien, die Sicherheitslage in Ostasien und der Umgang mit „Informationskriegen“.

Am Sonntag wird der UN-Generalsekretär eine Rede halten, zudem sind mehrere bilaterale Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen Staats- und Regierungschefs vorgesehen.

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