Samstag, 29 Juli 2017
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UN-Beobachtermission im Südsudan: Konflikt erreicht “bedenkliches Ausmaß”

South Sudan Wau UN027524 2010. Februar 2017 – Der Leiter der UN-Mission im Südsudan (UNMISS), David Shearer, hat in einer Erklärung Bedenken hinsichtlich der jüngsten Eskalation der Kämpfe zwischen der südsudanesischen Regierung und den Oppositionskräften im Bundesstaat Panyinkang geäußert.

Berichten zufolge war es in den vergangenen Tagen in Owachi und Tonga zu Feindseligkeiten zwischen beiden Parteien gekommen, die ein „beunruhigendes Ausmaß“ erreicht hätten, so Shearer.

Politische Unstimmigkeiten zwischen Präsident Salva Kiir und dem damaligen Vizepräsidenten Riek Machar waren im Dezember 2013 eskaliert und haben zu einem bis heute andauernden Konflikt geführt. Seither befindet sich das Land im Nordosten Afrikas in einer ernstzunehmenden Krise.

In einer weiteren Pressemitteilung berichtete Shearer über seinen zweitägigen Besuch der Städte Bentiu und Leer, die mit am stärksten von dem Konflikt betroffen sind. Dort habe man Gespräche mit lokalen Beamten geführt und die Gelegenheit genutzt, sich mit Pro-Machar-Vertretern zu treffen. Sowohl Regierungs- als auch Oppositionskräfte seien dankbar für die Bemühungen der UN, die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien zu erleichtern, betonte der UNMISS-Leiter. Er begrüßte ihre Einschätzung, dass nur ein einheitlicher nationaler Dialog den Friedensprozess voranbringen könne.