Dienstag, 21 Februar 2017
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Myanmar: UN-Sonderberater warnt vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit

667396AdamaDieng7. Februar 2017 – Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen hat das Ausmaß der Gewalt gegen die Rohingya-Gemeinschaft im Norden des Rakhine-Staats (Myanmar) offen gelegt. Der UN-Sonderberater für die Verhütung von Völkermord, Adama Dieng, sprach von einem Maß an Unmenschlichkeit und Grausamkeit, das „empörend und inakzeptabel“ sei. Er forderte die burmesische Regierung auf, den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen.

In einer Pressemitteilung pflichtete Dieng dem Bericht des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) bei. Der Bericht unterstreiche den Vorwurf, dem zufolge die burmesischen Sicherheitskräfte ernsthafte Menschenrechtsverletzungen gegen die muslimischen Rohingya begangen haben. Anfang Oktober 2016 war es an den Grenzposten zu Gewalt zwischen den Konfliktparteien gekommen, die durch das weitere Vorgehen der burmesischen Streitkräfte eskaliert waren.

„Sobald Menschen aufgrund ihrer Identität verfolgt und getötet, gefoltert, vergewaltigt und auf systematische Weise gewaltsam vertrieben werden, könnte es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handeln, die Vorläufer von anderen ungeheuerlichen internationalen Verbrechen sind“, warnte der UN-Sonderberater und appellierte eindringlich an die burmesische Regierung, „verantwortungsvoll zu handeln“, um die Angelegenheit zu lösen.

Link zum Bericht des OHCHR (englisch)

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