Dienstag, 22 August 2017
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El Niño: UN fordert Unterstützung für Äthiopien

Ethiopia 2016 Oromia OCHA

30. Januar 2017 – Mehr als 10,2 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr aufgrund der vom Klimaphänomen El Niño ausgelösten Dürre auf eine Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen. Angesichts der extremen Folgen von El Niño in Äthiopien haben die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft zu mehr Unterstützung für die äthiopische Regierung und ihre Partnerorganisationen aufgerufen. Gleichzeitig lobte sie die bisherige Leistung der Regierung und Hilfsorganisationen.

Man sei dem äthiopischen Volk und der äthiopischen Regierung zu „voller Solidarität“ verpflichtet, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Rande des 28. Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba (Äthiopien). „Für uns ist klar: Solidarität ist keine Frage von Großzügigkeit. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und des eigenen Interesses.“

Der UN-Generalsekretär bezeichnete Äthiopien als „Säule der Stabilität" in der Region und forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Land bei der Bewältigung der Folgen von El Niño zu unterstützen. Man dürfe nicht zulassen, dass Trockenheit zusätzlich für Instabilität, soziale Unruhen oder Konflikte sorge. Äthiopien hat die meisten Flüchtlinge in Afrika aufgenommen und trotz einer komplizierten Sicherheitslage eine Politik der offenen Grenzen konsequent beibehalten. „Dies ist ein Musterbeispiel, das besonders in Zeiten der allgegenwärtigen Grenzschließungen zum Nachdenken anregt“, so der UN-Generalsekretär.

Auch UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnte vor den „immensen Folgen“ von El Niño für das Leben der Menschen und ihre Grundbedürfnisse und forderte die internationalen Partner auf, die äthiopische Regierung bei der Aufbringung von Hilfsgeldern zu unterstützen: „Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist.“