Samstag, 25 Oktober 2014
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UNICEF: Syrien droht eine „verlorene Generation“

syrien kinderEine ganze Generation syrischer Kinder könnte durch den anhaltenden Konflikt „fürs Leben gezeichnet” werden. Laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF leiden vor allem Kinder unter Gewalt, Vertreibung und mangelhafter Versorgung im Land. „Die Vergangenheit und die Zukunft von Millionen syrischer Kinder löst sich in diesem zerstörerischen Konflikt vor ihren Augen auf“, so UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. Jeden Tag steige „das Risiko, dass hier eine verlorene Generation heranwächst“.

UNICEF schätzt, dass insgesamt zwei Millionen Kinder in der Region betroffen sind. Neben traumatischen Erfahrungen, wie dem Tod von Familienangehörigen und dem Anblick von Gewalt, leiden Kinder zudem auch in besonderem Maße unter der schlechten Grundversorgung. Viele Krankenhäuser und Schulen sind zerstört, das Personal oftmals geflohen. Das hat dazu geführt, dass sich Haut- und Atemwegserkrankungen häufen und beispielsweise in Aleppo nur noch sechs Prozent der Kinder zur Schule gehen.

Seit Beginn der Krise konnte UNICEF bereits vier Millionen Menschen in Syrien mit Trinkwasser versorgen. Allerdings sei die Arbeit des Hilfswerks durch unzureichende finanzielle Mittel gefährdet. So stehen etwa erst 20 Prozent der Gelder zur Verfügung, die UNICEF benötigt, um die notwendigen Maßnahmen bis Juni 2013 fortzusetzen. „Wir können die wachsenden Bedürfnisse nur befriedigen, wenn wir jetzt die nötige Hilfe bekommen”, warnte Lake.

 

(UNRIC, 13.03.2013)

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