Mittwoch, 16 April 2014
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UN-Vertreter kritisieren Administrativhaft in Israel

pillay2Der Gesundheitszustand palästinensischer Gefangener erfüllt hochrangige Mitarbeiter der Vereinten Nationen mit Sorge. Tarek Qa’adan und Jafar Azzidine befinden sich seit 79 Tagen im Hungerstreik, um gegen ihre Administrativhaft zu protestieren. Ein weiterer Häftling steht seit über 200 Tagen in teilweisem Hungerstreik. „Ich bin besorgt über den Gesundheitszustand der Gefangenen“, so Navi Pillay, Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Die beiden Häftlinge sollen dem Tode nahe sein.

Erneut kritisierte Pillay außerdem die israelische Praxis der Administrativhaft. „Menschen müssen angeklagt werden und einen Prozess nach internationalen Standards erhalten“, so Pillay. Andernfalls seien sie unmittelbar zu entlassen. Ähnlich äußerte sich Richard Falk, UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtssituation in Palästina. Es sei „unmenschlich“, die Gefangenen unter diesen Bedingungen festzuhalten.

Israel soll derzeit mindestens 178 Palästinenser in Administrativhaft festhalten. Die internationale Gemeinschaft müsse, so Falk, schnell reagieren und „alle Hebel in Bewegung setzen“, um dieser Praxis ein Ende zu setzen.  

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