Freitag, 21 November 2014
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Ban Ki-moon: Syrien und Klimawandel sind die entscheidenden Probleme

ki-moonUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Konflikt in Syrien und den Klimawandel als die drängendsten Probleme der internationalen Gemeinschaft bezeichnet. Diese müsse ihrer Verantwortung nun gerecht werden, um globale Konsequenzen zu verhindern. „In beiden Fällen wird die internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortung nicht gerecht“, kritisierte Ban Ki-moon in einer Rede bei einem der bedeutendsten ThinkTanks der USA, dem `Council on Foreign Relations´.

„Beides wird in der Zukunft scharf verurteilt werden, sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen”, so Ban Ki-moon. Außerdem erforderten beide Probleme, dass kollektiv gehandelt werde. Insbesondere die USA werden sich beteiligen müssen, führte er weiter aus und verkündete, dass er sich noch in dieser Woche mit US-Außenminister John Kerry treffen werde. In Bezug auf Syrien prangerte er die immer weiter fortschreitende Verschärfung des Konfliktes an. Syrien zerstöre sich selber, sagte Ban Ki-moon und hob die Verantwortung des Sicherheitsrates hervor, der „nicht länger blockiert am Rande stehen und das Abschlachten schweigend mit ansehen darf.“

Es sei nun Zeit, gemeinsam zu handeln und Wege zu einem demokratischen Syrien zu finden, dabei sollte auch das Gesprächsangebot von Oppositionsführer Moaz al Khatib berücksichtigt werden, forderte Ban-Ki-moon von der syrischen Regierung und dem Sicherheitsrat. „Wir müssen einen Weg finden, um die Opposition und die Regierung an den Verhandlungstisch zu bringen, damit endlich wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Landes getroffen werden können.“

Mit Blick auf den Klimawandel kritisierte Ban Ki-moon, dass zu viele Staaten den Klimawandel „auf Armeslänge“ halten, anstatt die wachsende Gefahr ins Zentrum der Weltsicherheitspolitik zu rücken. Man könne nicht enorme Summen aufwenden, um die entstandenen Schäden zu reparieren, während Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Wirtschaft vernachlässigt würden. Dabei sei auch der politische Wille wichtig bis 2015 ein neues Klimaabkommen zu schließen, so Ban Ki-moon. „Wir brauchen Regierungen die global denken. Wir brauchen einen stärkeren Sinn für gemeinsame Verantwortung. Und wir brauchen die Vereinigten Staaten von Amerika.“

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