Sonntag, 20 April 2014
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Tunesien: Pillay verurteilt Tötung eines Aktivisten

navipillayDie UN haben mit deutlichen Worten auf die Ermordung des tunesischen Aktivisten Chokri Belaid reagiert. „Ich war sehr betroffen, als ich die schockierende Nachricht erhalten habe“, sagte Navi Pillay, Hohe Kommissarin für Menschenrechte. Sie forderte die tunesischen Behörden auf, gefährdete Menschen besser zu schützen, um politische Anschläge dieser Art zu verhindern. Belaid war der Generalsekretär der tunesischen Bewegung demokratischer Patrioten.

„Er hat die Menschenrechte und demokratischen Werte verteidigt und sich entschieden gegen politische Gewalt gestellt. Diese hatte er erst gestern als `einen Schlag gegen den demokratischen Prozess in Tunesien´ verdammt“, so Pillay weiter. Nun solle sich die Regierung und die Zivilgesellschaft hinter Belaids Kampagne vereinen, um seinen Kampf gegen politische Gewalt und für die Menschenrechte fortzuführen. Auf diese Weise könne man Belaid und „seiner unbezahlbaren Arbeit angemessen gedenken“, betonte Pillay.

Der tunesische Präsident Moncef Marzouki verurteilte die Ermordung ebenfalls und brach eine Auslandsreise ab, nachdem Belaid am Mittwoch erschossen worden war. Pillay zeigte sich derweil besorgt über die zunehmende politische Gewalt in Tunesien. Sie ermahnte die Behörden nun ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen, um den Mord aufzuklären und zukünftige Attentate zu verhindern. Sonst bestehe die Gefahr, dass „die demokratische Entwicklung im post-revolutionären Tunesien“ gefährdet werde.

(UNRIC, 7.2.2013)

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