Dienstag, 22 Juli 2014
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Syrien droht humanitäre Katastrophe

syrien humanitaärDas UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat davor gewarnt, dass der andauerende Konflikt in Syrien die Anzahl dringend hilfsbedürftiger Menschen im Land stark nach oben treiben wird. „Wenn die Gewalt ungehindert weitergeht, könnten kurzfristig deutlich mehr als vier Millionen Menschen dringend Hilfe benötigen“, so Jens Laerke, Sprecher des OCHA.

„Hilfsorganisationen haben Probleme mehr Leute, an mehr Orten zu erreíchen“, fügte er hinzu. Dabei sei der mangelnde Zugang zu den Betroffenen das größte Hindernis. OCHA hat die syrische Regierung deshalb gebeten mehr Nicht-Regierungsorganisationen ins Land zu lassen. Durch die Kämpfe gibt es außerdem Probleme bei der Gesundheitsversorgung. So teilte die WHO mit, dass das Nationale Krankenhaus zerstört wurde. „Insgesamt sind 55 Prozent der Krankenhäuser beschädigt und ein Drittel ist außer Betrieb“, berichtet Elizabeth Hoff, WHO-Vertreterin in Syrien. Darüber hinaus fehle es an Material, Medikamenten und Personal.

Das Welternährungsprogramm der UN verkündete gestern, dass es seine Lebensmittellieferungen nach Syrien ausweiten wird. Dadurch sollen in den kommenden Monaten eine Millionen Menschen zusätzlich erreicht werden. „Im Februar wollen wir die Zahl von 1,5 auf 1,75 Millionen Menschen ausweiten“, teilte die Organisation in einem Statement mit. Bis April sollen die Lieferungen bis zu 2,5 Millionen Menschen erreichen. Insgesamt hat die internationale Gemeinschaft schon humanitäre Hilfe im Wert von 1,5 Mrd. Dollar für Zivilisten und Flüchtlinge aus Syrien bereitgestellt.

(UNRIC, 6.2.2013)

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