Mittwoch, 20 August 2014
UNRIC logo - Deutsch
                

Große Fortschritte bei der AIDS-Bekämpfung

Fight AIDSIm Kampf gegen die tödliche Immunschwächekrankheit AIDS verzeichnen die Vereinten Nationen große Fortschritte. Aus dem jetzt veröffentlichten Bericht des gemeinsamen UN-Programms für HIV/AIDS (UNAIDS) geht hervor, dass sich die Anzahl der Neuinfektionen mit dem AIDS-Erreger HIV vielerorts zuletzt deutlich verringert hat – gerade in den besonders betroffenen Staaten des südlichen Afrikas.

In Malawi etwa gingen die HIV-Neuinfektionen um 73 Prozent zurück, in Botswana um 71 und in Südafrika immerhin noch um 41 Prozent. Außerdem hätten die südlich der Sahara gelegenen Staaten Afrikas die Anzahl der mit AIDS in Verbindung stehenden Todesfälle innerhalb der letzten zwei Jahre um ein Drittel senken und die Anzahl der Menschen, die mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden können, um 59 Prozent steigern können.

„Das Tempo des Fortschritts wird schneller und schneller“, so UNAIDS-Exekutivdirektor Michel Sidibé. „Das, wofür wir früher ein Jahrzehnt brauchten, schaffen wir jetzt in 24 Monaten.“ Die ermunternden Ergebnisse der Studie seien, so Sidibé, der Beweis dafür, dass man mit dem nötigen politischen Willen und der nötigen Entschlossenheit die gemeinsamen Ziele 2015 erreichen könne.

Die größten Fortschritte habe es laut dem Bericht in Bezug auf die Verringerung von HIV-Infektionen bei Kindern gegeben. So sei etwa die Hälfte des weltweiten Rückgangs innerhalb der letzten zwei Jahre bei Neugeborenen verzeichnet worden. Das Ziel, die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern auf Null zu bringen, sei durchaus möglich, so Sidibé.

In ihren Anstrengungen, diese und andere wichtige Zielvorgaben zu erreichen, bekommen der Exekutivdirektor und seine Mitstreiter übrigens weitere prominente Unterstützung. Wie das Programm jetzt bekannt gab, hat UNAIDS die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zur seiner Sonderbotschafterin ernannt.

Die berühmte Oppositionspolitikerin, die in ihrer Heimat Myanmar Anfang der Woche US-Präsident Obama empfing, nahm das Angebot gerne an. Es sei für sie „eine große Ehre, mich für Menschen stark zu machen, die an den Rändern unserer Gesellschaft leben und jeden Tag um ihre Würde und fundamentalen Menschenrechte kämpfen müssen“, so Aung San Suu Kyi. Sie würde gerne „die Stimme der Stimmenlosen“ sein.

(UNRIC, 20. November 2012)

Kontakt

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: info@unbonn.org

Banner
Banner
Banner