UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Palästinenser
aufgefordert, die Verhandlungen mit Israel wieder aufzunehmen. Die seit einem
Jahr anhaltende Blockade des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses
schade dem gesamten Nahen Osten, sagte Ban in New York. Beide Seiten müssten Zugeständnisse machen, um eine
Wiederaufnahme von konstruktiven Verhandlungen zu ermöglichen. Die
internationale Gemeinschaft solle dafür günstige Bedingungen schaffen. Ban fügte hinzu, Israels Zustimmung zum Bau neuer Siedlungen in den von ihm
besetzten Gebieten sei "nicht hilfreich gewesen". Auch die Verschlechterung der
türkisch-israelischen Beziehungen nannte der UNO-Generalsekretär "sehr negativ"
und den Angriff auf die israelische Botschaft in Kairo "sehr besorgniserregend". Die palästinensische Seite strebt die Anerkennung eines Palästinenserstaats
durch die UNO in den Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 an - also mit dem
Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem. Palästinenserpräsident
Mahmoud Abbas will Ban ein entsprechendes Gesuch am Freitag kommender Woche in
New York übergeben. Israel und die USA lehnen die Anerkennung eines
Palästinenserstaates durch die UNO entschieden ab.