Der Sicherheitsrat hat 1,5 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden
Euro) aus dem eingefrorenen Gaddafi-Vermögen freigegeben. Das Geld soll
für humanitäre Zwecke verwendet werden, aber auch die Position des
Übergangsrats stärken. Die Entscheidung wurde möglich, weil Südafrika in
Verhandlungen mit den USA seinen Widerstand gegen die Freigabe
aufgegeben hatte. Die südafrikanische Regierung hatte sich zwei Wochen lang
widersetzt, weil sie fürchtete, die Freigabe könne als automatische
Anerkennung des Nationalen Übergangsrates der libyschen Rebellen durch
die UNO gewertet werden. Nach Angaben von Diplomaten liegen rund 30
Milliarden Dollar auf libyschen Auslandskonten. Gestern hatte bereits
Italien angekündigt, 350 Millionen Euro an gesperrtem libyschen Vermögen
freizugeben.