Fünf Monate nach den Präsidentschaftswahlen in Côte d'Ivoire scheint die Krise kein Ende zu nehmen. Der Sicherheitsrat hat ein sofortiges Ende der Gewalt gegen Zivilisten gefordert. Gegen den ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo, seine Frau und drei Unterstützer werden gezielte Sanktionen verhängt. In der einstimmig angenommenen Resolution 1975 fordert der Sicherheitsrat Gbagbo auf, sofort zurückzutreten. Schon vor Monaten war Gbagbo dazu gedrängt worden, nachdem im November 2010 Oppositionsführer Ouattara die Stichwahl gewonnen hatte. Bis zu einer Million Menschen sind seit Beginn der gewaltsamen Auseinandersetzungen in Folge der Wahlen vertrieben worden. Knapp 500 Menschen sind getötet worden. In seiner Resolution verurteilte der Sicherheitsrat „in höchstem Maße die derzeitige Eskalation der Gewalt im Land, die sich gegen die Bevölkerung richtet.“