Freitag, 12 Februar 2016
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UNO - SCHLAGZEILEN

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WHO warnt vor „dramatischer“ Verbreitung des Zika-Virus

01 28 WHO Zika29. Januar 2016 – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Montag eine Krisensitzung angesetzt. Grund dafür ist der „dramatische" Anstieg der Zika-Virus-Infektionen. In Hochrechnungen wird gewarnt, dass das Virus „explosionsartig" übertragen werden kann und sich so bis zu vier Millionen Menschen infizieren könnten, bevor die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden kann. Das Virus soll Missbildungen auslösen. „Wir sind in höchster Alarmbereitschaft", so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Schon seit Jahrzehnten wird die Krankheit durch die Tigermücke übertragen. Bisher infizierten sich aber vor allem Affen, nur sehr selten Menschen. „Heute ist die Situation völlig anders. Im vergangenen Jahr wurde das Virus in Amerika entdeckt, wo es sich nun sehr schnell verbreitet. Bis heute wurde von Fällen in 23 Ländern berichtet", fügte Chan hinzu. „Das Virus, das zuerst im Mai in Brasilien auftrat, wird auch bald in anderen Teilen der Welt vorkommen“, sagte Marcos Espinal, Direktor der Abteilung für übertragbare Krankheiten und Gesundheitsanalyse von der Panamerikanischen Organisation für Gesundheit (PAHO). Espinal nimmt an, dass das Virus bereits voll ausgebrochen ist, da rund 4.000 Geburten von Babys mit ungewöhnlich kleinen Köpfen gemeldet worden sind.

Ban Ki-moon: Bildung ist der Schlüssel um Völkermord zu verhindern

661786Holocaust27. Januar 2016 – Zum Internationalen Holocaust-Tag hat die Weltgemeinschaft der Befreiung des Konzentrationslagers  Auschwitz-Birkenau  vor 71 Jahren gedacht. UN-Generalsekretär Ban betonte, dass es der effektivste Weg sei, Menschenrechte zu vertreten, Fremdenfeindlichkeit zu verhindern und neue Völkermorde zu vermeiden, indem neue Generationen über die Schrecken des Holocaust aufgeklärt würden.„Heute, mit einem immer stärker werdenden Antisemitismus, antimuslimischem Fanatismus und anderen Formen der Diskriminierung, müssen wir mit aller Kraft diese Rechte für die Menschen überall verteidigen", sagte Ban Ki-moon vor hunderten von Menschen am UN-Hauptsitz in New York während der Gedenkfeier.„Man kann nicht verneinen, dass gewalttätiger Extremismus, polarisierende Spannungen und hasserfüllte Ideologien auf dem Vormarsch sind", betonte der UN-Chef und fügte hinzu, „dass Zivilisten viel zu häufig die Opfer seien, und das humanitäre Völkerrecht auf globaler Ebene mit Füßen getreten" werde. „Die internationale Gemeinschaft versagt, Täter zur Verantwortung zu ziehen“, warnte er. „Heute sehen wir Aktionen von Da'esh [auch als Islamischer Staat des Irak und der Levante bekannt, oder ISIL], die schwere Verbrechen gegen Minderheiten wie die Jesiden begehen. Der Konflikt in Syrien hat die schlimmste humanitäre Krise unserer Zeit erzeugt ", sagte er.

Nigeria: Reintegration von entführten Boko Haram Opfern ist „wesentlich“ für den Frieden

06 12 2015Boko Haram25. Januar 2016 - Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben die nigerianische Regierung aufgefordert, bei der Rehabilitation und Reintegration von Frauen und Kindern zu helfen, die der Terrorgruppe Boko Haram entkommen konnten oder befreit worden sind. „Da die Region sich gerade erholt, ist es wichtig, Wiedereingliederungsmaßnahmen zu fördern, Menschenrechtsnormen zu etablieren und die Folgen der regionalen Konflikte auf Frauen und Kinder zu begutachten", sagten die drei UN-Sonderberichterstatter über den Verkauf von Kindern, Maud de Boer-Buquicchio, Urmila Bhoola und Dainius Puras. „Diese Maßnahmen müssen die Gesellschaft grundlegend verändern und den Blick auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Frauen und Mädchen richten", so die Experten. „Vor allem die Grundursachen, wie Diskriminierung, Benachteiligung, Ausgrenzung und Ungleichheit der Geschlechter müssen thematisiert werden." Die Sonderberichterstatter lobten die bisherige Initiative der Regierung, wiesen aber darauf hin, dass „die Durchsetzung von Gesetzen unabdingbar sei, um eine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen, vor allem für Frauen und Kinder garantieren zu können." Es gebe große Fortschritte in den Lagern für Binnenvertriebene (IDPs). Außerdem seien Rehabilitations-Programme eingeführt worden. Allerdings müsse das Gesundheitssystem gestärkt werden, um die physische und psychische Betreuung der Vertriebenen zu gewährleisten, so die Einschätzung der Spezialisten. „Während unserer Besuche in den Lagern in Maiduguri, wurden wir selbst Zeugen der gesundheitlichen und sozialen Folgen des Konflikts. Wir trafen uns mit Frauen und Mädchen, die nur begrenzten Zugang zu ausreichender vollwertiger Nahrung hatten und dringend psychologische Betreuung brauchen", sagten die UN-Sonderberichterstatter.

Syrien: Die Vereinten Nationen und 120 humanitäre Organisationen rufen zum Handeln auf

Syria appeal UNICEF web22. Januar 2016 – Die Vereinten Nationen und mehr als 120 humanitäre Organisation haben einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Der Zugang zu humanitärer Hilfe müsse unmittelbar gewährleistet werden, um den Bedürftigen in Syrien helfen zu können. Die Menschheit müsse ihre Stimme erheben und ein sofortiges Ende der Syrien-Krise fordern. Schon vor etwa drei Jahren haben UN-Hilfsorganisationen einen dringenden Appell veröffentlicht. Eine Videobotschaft zeigte das Leid der Zivilbevölkerung und die UN forderte, das Elend der Syrer zu beenden. „Der Krieg währt schon seit über fünf Jahren und das Blutvergießen geht weiter, während „das Volk weiter leidet“, heißt es in dem neuen Aufruf. Der jetzige Appell der humanitären Organisationen und der UN richtet sich an die ganze Welt. Die verantwortlichen Parteien sollten eine Waffenruhe vereinbaren, um „dem Blutbad ein Ende zu setzen und den Weg Richtung Frieden einschlagen.“ „Mehr als je zuvor braucht die Welt eine kollektive Stimme, um solche Verbrechen zu beenden. Denn dieser Konflikt und seine Folgen tangieren uns alle“, heißt es weiter.

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UNRIC-Nachrichtenüberblick, 20. Januar 2016

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