Donnerstag, 19 Januar 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Generalsekretär Guterres: Selbstmordattentat in Mali eine „verabscheuungswürdige Tat“

588771Mali19. Januar 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat das Selbstmordattentat in einem Militärlager in der Stadt Gao, im Norden Malis, aufs Schärfste verurteilt. Berichten zufolge sind bei dem Anschlag mindestens 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Die UN-Stabilisierungsmission in Mali (MINUSMA) gab an, dass es am Mittwochmorgen in der Militärbasis für operative Koordinierung (OMC) in Gao zu dem Selbstmordanschlag gekommen war, bei dem ein Auto explodiert sei. Die Militärbasis in Gao koordiniert die etwa 600 malischen Streitkräfte der Azawad-Bewegungen, die im Rahmen des malischen Friedensabkommens aus dem Jahr 2015 gemeinsame Patrouillen durchführen.

Guterres sprach der Regierung von Mali, den Hinterbliebenen und der Koordinierungsstelle der Azawad-Bewegungen sein tiefes Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Außerdem forderte er umgehende Maßnahmen, um die Verantwortlichen des Anschlags zur Rechenschaft zu ziehen.

“Nach dieser verabscheuungswürdigen Tat sind wir noch entschlossener, die malische Bevölkerung, die Regierung und die Unterzeichner der nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen bei ihrem Einsatz für Frieden, ihrem Kampf gegen den Terrorismus und dem Friedensabkommen zu unterstützen“, erklärte der UN-Generalsekretär.

António Guterres: Vielfalt nicht als “Bedrohung, sondern kulturellen Reichtum“ verstehen

465887 Guterres18. Januar 2017 – Zur Eröffnung eines internationalen Forums zur Bekämpfung von Diskriminierung und Hass gegenüber Muslimen, hat UN-Generalsekretär António Guterres in einer Botschaft für die Grundsätze Integration, Toleranz und gegenseitiges Verständnis geworben. Sie seien unabdingbar, um kulturelle Vielfalt wertzuschätzen.

„Diskriminierung schwächt uns alle. Sie verhindert, dass Menschen – und Gesellschaften – ihr volles Potential ausschöpfen“, warnte Guterres in einer Video-Botschaft.

Es zeige sich deutlich, dass Gesellschaften multi-ethnischer und multi-religiöser werden. Nun müsse man kulturell und wirtschaftlich in den gesellschaftlichen Zusammenhalt investieren, damit Vielfalt zu Recht als Reichtum und nicht als Bedrohung verstanden werde, so der UN-Generalsekretär.

Das Forum wird von den Ständigen Vertretungen Kanadas und der Vereinigten Staaten bei der UNO, der Delegation der Europäischen Union und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit organisiert und findet in New York statt.

Video-Botschaft des UN-Generalsekretärs

UN-Kinderrechtsausschuss: Verletzung der Rechte von Kindern dauert an

Bangladesh children WB 201617. Januar 2017 – Zu Beginn der 74. Sitzung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf hat Kate Gilmore, Stellvertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen, vor einer weltweiten Missachtung von Kinderrechten gewarnt.

„Ihre Errungenschaften und Herausforderungen stehen ohne Zweifel der beunruhigenden Tatsache gegenüber, dass Kinderrechte weiterhin verletzt werden“, betonte Gilmore vor dem 18-köpfigen Ausschuss, der bis zum 3. Februar 2017 tagt.

Viele Kinder seien großer Armut und extremer Gewalt ausgesetzt. Bis heute seien Mädchen, außereheliche Kinder und Kinder mit Behinderung gesellschaftlich besonders benachteiligt. Dazu käme die schwerwiegende Situation von Kindern, die zugewandert, asylsuchend, staatenlos oder auf der Flucht sind. Auch ihre Rechte seien in Gefahr, erklärte die UN-Beauftragte.

Die Flüchtlingskrise sowie der Anstieg der globalen Migrationsbewegungen haben verheerende Auswirkungen auf die Rechte von Millionen von Kindern. Weltweit gibt es 26 Millionen Kinder, die ihre Heimat aufgrund von Konflikten verlassen mussten. Viele dieser Kinder müssen um ihr Recht auf Leben und Entwicklung fürchten, so Gilmore.

Der UN-Kinderrechtsausschuss besteht aus unabhängigen Sachverständigen, die die Einhaltung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und seine Fakultativprotokolle überwachen.

Gemeinsames UN-Statement: In Syrien darf sich die Tragödie von 2016 nicht wiederholen

01 05 17 ocha aleppo16. Januar 2017 – Während die Gespräche zur vollständigen Umsetzung der Feuerpause in Syrien andauern, haben führende UN-Vertreter dazu aufgerufen, sofortigen Zugang zu den weiterhin von der Hilfe abgeschnittenen Menschen in Syrien zu erhalten. In dem gemeinsamen Statement des World Food Programms (WFP), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) fordern die Leiter der Organisationen einen „sofortigen, bedingungslosen und sicheren Zugang zu den Familien und Kindern."

„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich in 2017 die Tragödie des letzten Jahres wiederholt“, heißt es in dem von Ertharin Cousin (WFP), Anthony Lake (UNICEF), Stephen O'Brien (WHO) und Filippo Grandi (UNHCR) unterschriebenen Aufruf.

Vor Beginn des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos (17. – 20. Januar) wenden sich die Autoren mit ihrem Schreiben an die Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik. „Überall in Syrien leiden die Menschen weiterhin unter der drohenden Gewalt sowie dem Mangel an überlebenswichtigen Gütern. Wir – und das heißt die ganze Welt – dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Konfliktparteien aus taktischen Gründen den Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung verhindern."

Dem Aufruf zufolge sind in Syrien weiterhin 700,000 Menschen – darunter 300,000 Kinder - von humanitärer Hilfe abgeschnitten und weitere fünf Millionen befinden sich in schwer erreichbaren Gebieten. Unter dem Eindruck dieser Zahlen fordern die Autoren, den Druck auf die Konfliktparteien hoch zu halten. „Der Horror von Ostaleppo ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden, aber wir dürfen die Bedürfnisse, Leben und Zukunft der syrischen Bevölkerung nicht aus dem Bewusstsein der Welt verschwinden lassen."

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