Mittwoch, 30 Juli 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Granaten treffen Flüchtlinge in UN-Mädchenschule

485861Bei neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Gazastreifen sind in der Nacht mindestens 27 Menschen getötet worden, viele davon in einer als Zufluchtsstätte genutzten Mädchenschule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) in Dschabalija. Das UNRWA sprach nach dem dortigen Angriff mit Panzergranaten von 16 Toten, Ärzte gaben die Zahl der Toten mit 20 an. Zwei Klassenräume des Schulgebäudes im Lager Dschabalija wurden von Panzergranaten verwüstet. Das UNRWA verwaltet mehr als 80 Schulen. Angesichts israelischer Aufforderungen zum Verlassen bestimmter Angriffszonen suchen Tausende von Palästinensern in den Schulgebäuden Zuflucht. Am 24. Juli waren bei einem Angriff auf eine UNRWA-Schule bei Beit Hanun mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Am Dienstag hatten Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Gazastreifen in einer von ihnen verwalteten Schule ein Waffenlager gefunden. Die Organisation beschuldigte militante Palästinenser, "die Neutralität einer unserer Einrichtungen verletzt" zu haben. Die Schule werde derzeit nicht genutzt. Das Hilfswerk UNRWA betreibt in Gaza 85 Notunterkünfte, zumeist in Schulgebäuden. Diese sind eigentlich für palästinensische Zivilisten, die vor den israelischen Bombenangriffen geflohen sind. Der Verdacht besteht allerdings, dass die radikal-islamische Hamas die Gebäude als Verstecke für Kämpfer und Waffen nutzt.

Ban fordert Verlängerung der Waffenruhe in Nahost

592435UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Verlängerung der Waffenruhe im Nahost-Konflikt gefordert. Israelis und Palästinenser müssten die Feuerpause verlängern, die seit dem Morgen «weitestgehend» eingehalten werde, erklärte Ban in New York. Beide Seiten brauchten eine «Pause von der Gewalt, der so viele zum Opfer gefallen sind, die so viele Leben zerstört und so viel verwüstet hat». Alle Kräfte, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten auf einen Waffenstillstand dringen

Ban verurteilt Angriff auf UN-Schule im Gazastreifen

596031UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den israelischen Angriff auf eine Schule des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen verurteilt. "Viele Menschen wurden getötet - darunter Frauen und Kinder sowie UN-Mitarbeiter", erklärte Ban. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde starben mindestens 16 Menschen, rund 200 weitere wurden verletzt. Die israelische Armee kündigte an, den Vorfall zu untersuchen. Seit dem Beginn der Auseinandersetzungen haben UN-Angaben zufolge mehr als 100.000 Bewohner des Gazastreifens Schutz in UNRWA-Einrichtungen gesucht. Das entspricht etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Unterdessen stieg die Zahl der Toten im Gazastreifen auf über 770, auf israelischer Seite starben bislang mindestens 32 Soldaten und mindestens drei Zivilisten. Am Freitag soll das israelische Sicherheitskabinett über eine Fortsetzung der Offensive im Gazastreifen beraten.

UN: Lage im Südsudan zur „Mega-Krise“ ausgewachsen

595916Die Lage im Südsudan hat sich nach Angaben der Vereinten Nationen zu einer „Mega-Krise" entwickelt. Trotz eines Friedensabkommens kommt der Südsudan nicht zur Ruhe, immer mehr Menschen fliehen ins benachbarte Äthiopien. Das Land stehe vor einer „wirklichen Katastrophe", sagte der Einsatzleiter des UN-Büros für Nothilfekoordination (Ocha), John Ging, am Mittwoch in New York. Gewalt und Vertreibung legten die Landwirtschaft lahm, dem Land drohe eine Hungersnot. Die Situation im Südsudan verschlechtere sich schneller als in Krisenstaaten wie Syrien oder der Zentralafrikanischen Republik, sagte Ging. Trotz eines im Mai unterzeichneten Friedensabkommens zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Widersacher Riek Machar kommt der Südsudan nicht zur Ruhe, immer mehr Menschen fliehen ins benachbarte Äthiopien. Die blutigen Übergriffe seit mehr als sechs Monaten haben auch ethnische Hintergründe: Kiir ist ein Dinka, Machar ein Nuer. Im Dezember war ein Machtkampf zwischen den beiden Politikern eskaliert.

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