WHO-ECEH
UN Campus
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www.euro.who.int/ecehbonn
Feinstaub
in der Atemluft, Verkehrslärm vor der Wohnung, Schadstoffe in der
Tapete und Maßnahmen gegen diese gesundheitsgefährdenden Umweltprobleme
– dies sind nur einige von vielen Themen, zu denen das Europäische
Zentrum für Umwelt und Gesundheit (ECEH) in Bonn arbeitet.
Das
Zentrum ist ein Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und gehört
zum WHO Regionalbüro Europa. Es beschäftigt sich mit den Auswirkungen
von Umweltgefahren auf die Gesundheit des Menschen und insbesondere der
Kinder in 53 Staaten Europas und Zentralasiens.
Dank
umfassender Unterstützung der deutschen Bundesregierung arbeitet es
seit 2001 in Bonn. Die rund 15 Experten werten aktuelle
wissenschaftliche Erkenntnisse aus und entwickeln Richtlinien, Studien
und Empfehlungen, die als Grundlage für politische Entscheidungen auf
allen Ebenen dienen und den Medien und der Gesellschaft zur Verfügung
stehen. Sechs Themen sind Schwerpunkte des Europäischen Zentrums für
Umwelt und Gesundheit: Luft, Wohnen, Lärm, gesunde Arbeit,
Chemikaliensicherheit und Informationssysteme.
Saubere
Luft ist die Voraussetzung für unsere Gesundheit, doch viele
Schadstoffe belasten sie: Feinstaub in der Atemluft senkt die
Lebenserwartung jedes Deutschen um durchschnittlich zehn Monate. 3.300
Deutsche sterben jährlich weit vorzeitig, weil sie als Passivraucher
Tabakqualm ausgesetzt waren. Schadstoffe wie Ozon schädigen Atemwege
und Gesundheit insbesondere von Kindern und älteren Menschen.
Bei
Wohnungsfragen werden Gesundheitsaspekte häufig unterschätzt. Dabei
können beispielsweise Schimmel oder Innenraumgifte zu Asthma, Allergien
oder Atemwegserkrankungen führen. In einigen Ländern sterben sogar mehr
Menschen bei Unfällen im Haushalt als bei Autounfällen.
Lärm
stört unseren Schlaf und unsere Entspannung und kann dadurch Leiden wie
Herzerkrankungen fördern. Immer mehr Europäer sind betroffen: Fast
jeder Dritte leidet beispielsweise unter gesundheitsgefährdendem
Verkehrslärm und die Tendenz ist steigend. Gesunde Arbeit wird durch
den globalen Wettbewerb zur Herausforderung: 300.000 Europäer erliegen
jährlich Krankheiten, die mit ihrer Arbeit zusammenhängen. Fünf
Millionen Kinder in Europa müssen regelmäßig und unter oft prekären Gesundheitsbedingungen arbeiten.
Fundierte Informationen sind Voraussetzung für eine gesunde Umweltpolitik. Das
Programm „Informationssysteme für Umwelt und Gesundheit“ sammelt
europaweit vergleichbare Daten und hilft Mitgliedstaaten, diese zu
erheben.
Das
Bonner WHO-Zentrum weitet seine Arbeit stetig aus und hat jüngst global
einsetzbare Richtlinien und Empfehlungen zu Umwelt und
Gesundheitsfragen entwickelt. Dazu zählen die WHO-Richtlinie zur
Luftqualität sowie ein Bericht über die Gesundheit und Umwelt der
Kinder in der Europäischen Region.