Donnerstag, 09 Februar 2012
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Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee (UNEP/ ASCOBANS)

UNEP-Ascobans-logo.gifUNEP/ ASCOBANS
UN Campus
Hermann-Ehlers-Str. 10
53113 Bonn, Germany
Tel.: +49 (0)228 815-2416
Fax: +49 (0)228 815-2440
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www.ascobans.org


In der Nordsee leben zahlreiche Kleinwalarten. Dazu gehören Delphine, Schwertwale und Schweinswale. Der Schweinswal ist der in der Nordsee am häufigsten vorkommende Kleinwal und der einzige, der in der Ostsee heimisch ist.

DolphinSein einst umfangreicher Bestand ist auf wenige hundert Exemplare geschrumpft. Obwohl die Kleinwale im Abkommensgebiet nicht gezielt bejagt werden, sind sie doch zahlreichen, durch Menschen verursachten, Gefahren ausgesetzt. Dazu zählen der Verlust ihres Lebensraumes, Meeresverschmutzung, Lärmbelästigungen durch verschiedene Quellen und ganz besonders der unbeabsichtigte Fang in Fischernetzen, der sogenannte Beifang. Jedes Jahr verfangen sich allein in der Nordsee Tausende von Tieren in Fischnetzen.

Da viele Kleinwale zu den wandernden Tierarten gehören, kann man den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit begegnen. Aus diesem Grund wurde 1991 unter der Schirmherrschaft von CMS das Abkommen zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee (ASCOBANS) geschlossen. Im November 2007 waren die folgenden zehn Arealstaaten Mitglieder des Abkommens: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Litauen, die Niederlande, Polen, Schweden und das Vereinigte Königreich. Es wird erwartet, dass in Kürze weitere Arealstaaten hinzukommen. Im Februar 2008 wird eine 2003 beschlossene Ausweitung der Reichweite des Abkommens auf die Gewässer Irlands, Portugals und Spaniens in Kraft treten. Entsprechend wird es – sinngemäß – in „Abkommen zur Erhaltung der Kleinwale in Ostsee, Nord Ost-Atlantik, Irische See und Nordsee“ umbenannt werden.

Saving dolphinsDie Vertragsstaaten von ASCOBANS teilen die Besorgnis, dass die beständig hohen Beifangraten, der Verlust an Lebensraum sowie andere vom Menschen verursachte Gefahren die Existenz der in der Nord- und Ostsee lebenden Kleinwale bedrohen könnten. Das Abkommen fördert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, aber auch mit Arealstaaten, die dem Abkommen noch nicht beigetreten sind, einschlägigen internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und anderen regionalen Interessenvertretern. Ziel ist es, eine günstige Erhaltungssituation im Vertragsgebiet zu erreichen beziehungsweise zu erhalten. Im Januar 2007 wurden die Sekretariate von ASCOBANS und dessen Mutterabkommen CMS (Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten) zusammengelegt. Das gemeinsame Sekretariat, verwaltet vom UNO-Umweltprogramm (UNEP), hat seinen Sitz in Bonn. Es erledigt die erforderlichen Verwaltungsaufgaben, sammelt und verbreitet Informationen in Bezug auf die Umsetzung des Abkommens, bereitet die Sitzungen der beschlussfassenden und beratenden Gremien des Abkommens vor und organisiert diese. Außerdem führt das Sekretariat Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins durch, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, denen Kleinwale ausgesetzt sind.

Kontakt

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Gemeinsame Informationsstelle der UNO-Organisationen in Bonn (CIS)

Tel.: +49 (0)228 / 815-2775
Email: cis@uno.de

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