Montag, 26 Januar 2015
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Schlagzeilen

UN-Blauhelme attackieren Rebellen in Mali

588713Ein Kampfhubschrauber der UN-Blauhelmtruppe im westafrikanischen Mali hat im Norden des Landes erstmals einen Luftangriff gegen Rebellen geflogen. Dabei sind mindestens sieben Rebellen getötet worden. Die Azawad-Rebellen (MNLA) streben nach einem eigenen Staat im Norden Malis. Nach dem Angriff auf das Dorf Tabankort, rund 200 Kilometer nördlich der Stadt Gao, kündigten die Rebellen an, jegliche Zusammenarbeit zu Sicherheitsfragen mit der UN-Truppe einzustellen. Die Gruppe nannte keine Opferzahl, sprach aber von „Verlusten" in den eigenen Reihen. Die seit 18 Monaten in Mali eingesetzten Blauhelme verteidigten den Einsatz in einer Stellungnahme mit dem Hinweis, dass die Soldaten in den vergangen Tagen mehrfach aus dem Ort heraus mit schweren Waffen beschossen worden seien. Zudem habe der Kampfhubschrauber zunächst Warnschüsse abgefeuert. Die Vereinten Nationen haben rund 9000 Soldaten in Mali stationiert. Französische Truppen hatten dort vor zwei Jahren die Islamisten zurückgeschlagen, die schon auf dem Vormarsch in die Hauptstadt Bamako waren.

Sicherheitsrat verurteilt Angriffe von Boko Haram

619837Der Sicherheitsrat hat die Attacken der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram zutiefst verurteilt. Das oberste Gremium der Vereinten Nationen teilte in New York seine tiefen Sorgen darüber mit, dass die Gewalt der Boko Haram Frieden und Stabilität im Zentrum und Westen Afrikas gefährden könne. Die islamistische Miliz solle sofort alle Kampfhandlungen beenden und abrüsten, hieß es in einer Erklärung. Alle Geiseln, darunter auch die im April entführten 276 Schulmädchen, sollten unmittelbar freigelassen werden, forderte der Rat. Er warnte Boko Haram davor, dass es sich bei einigen der verübten Taten um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handeln könne. Die Erklärung ist die erste offizielle Reaktion des UN-Gremiums auf den Boko-Haram-Terror. Die Gruppe ist schon seit fünf Jahren in Nigeria aktiv.

Ban Ki-moon besorgt über Gewalt in der Ostukraine

611752UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich angesichts der erbitterten Kämpfe um den Flughafen Donezk in der Ostukraine besorgt gezeigt und ein Ende der Gewalt gefordert. Er sei wegen der "ernsthaften Eskalation der Kämpfe beunruhigt", erklärte Ban. Die erneute Gewalt drohe, den im September im Grundsatz vereinbarten Waffenstillstand endgültig aufs Spiel zu setzen. Die Feindseligkeiten müssten "sofort und vollständig" gestoppt werden.

61 UN-Mitarbeiter im vergangenen Jahr getötet

569340Im vergangenen Jahr sind mindestens 61 Mitarbeiter der Vereinten Nationen getötet worden. Das teilte die Gewerkschaft der UN-Belegschaft mit. Demnach lag die Opferzahl 2013 bei 58, im Vorjahr 2012 bei 37. Unter den getöteten UN-Mitarbeitern waren den Angaben zufolge 33 Blauhelmsoldaten, 16 Zivilisten, neun Auftragnehmer und drei Berater. Der tödlichste Schauplatz für UN-Personal war der Norden Malis, wo zwischen Juni und Oktober 28 Soldaten der Friedensmission ihr Leben ließen. Für zivile UN-Mitarbeiter war der Gazastreifen der tödlichste Ort. Dort kamen während des Krieges im vergangenen Sommer elf von ihnen um. Dutzende Mitarbeiter und deren Personal seien zudem 2014 inhaftiert, als Geiseln genommen und entführt worden, hiess es. 

Ban Ki-moon veurteilt Gewalt in Nigeria

609288UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die jüngste Gewalt im Nordosten von Nigeria scharf verurteilt. Als „abartig" bezeichnete er, dass angeblich ein zehnjähriges Mädchen für einen Selbstmordanschlag am Samstag mit mindestens 20 Toten benutzt worden sein soll. Die Situation in dem westafrikanischen Land, das vom Terror der Islamisten-Gruppe Boko Haram heimgesucht wird, habe für ihn höchste Priorität. Die Vereinten Nationen stünden jederzeit bereit, Nigeria und seinen Nachbarländern beim Kampf gegen die Gewalt zu helfen und das Leid der Zivilisten zu lindern.

Schweigeminute im UN-Sicherheitsrat nach Angriff auf "Charlie Hebdo"

617575Nach dem Attentat auf die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" mit zwölf Toten hat der UN-Sicherheitsrat mit einer Schweigeminute die Opfer gewürdigt. Der UN-Botschafter von Chile, Cristián Barros Melet, sagte, der Sicherheitsrat sei angesichts des "unerträglichen Angriffs" in Paris in "tiefer Trauer". Dann erhoben sich die Vertreter der 15 Mitglieder des UN-Gremiums und es wurde still im Sitzungssaal.

UN-Generalsekretär Ban verurteilt "entsetzlichen" Anschlag in Paris

618695Der blutige Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris ist auch von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Bestürzung aufgenommen worden. "Es war ein entsetzliches, durch nichts zu rechtfertigendes und kaltblütiges Verbrechen", erklärte Ban am Mittwoch am UN-Sitz in New York. Die Tat sei ein Anschlag gegen die Medien und die Meinungsfreiheit, "zwei Säulen der Demokratie". Es gelte nun, sich überall in der Welt "den Kräften der Spaltung und der Gewalt" entgegenzustellen.

UN-Friedenstruppe bereit für Offensive in der DR Kongo

520984Die Friedenstruppe der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo und die Streitkräfte des afrikanischen Landes stehen vor einer Offensive gegen die Rebellengruppe FDLR. UN-Sprecher Stéphane Dujarric begründete dies unter anderem damit, dass die Miliz eine Frist zur bedingungslosen Kapitulation am 2. Januar habe verstreichen lassen. Ein Plan für das militärische Vorgehen sei bereits ausgearbeitet worden. Soldaten der UN-Mission für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo (Monusco) seien vorbereitend in Stellung gebracht worden. FDLR ist die Abkürzung für "Forces Démocratiques de Libération du Rwanda" ("Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas"). Ziel der Miliz ist es, die Regierung von Ruanda zu entmachten. Ihre Basis hat sie im Ost-Kongo. Die UN werfen ihr Menschenrechtsverletzungen vor. Soldaten der Monusco und des Kongos hatten zuvor in der Grenzprovinz Süd-Kivu von burundischen Rebellen gehaltene Stützpunkte zurückerobert. Der rohstoffreiche Osten des Kongos wird seit Jahren von verschiedenen, teils grenzübergreifenden Rebellengruppen terrorisiert. Mit mehr als 20.000 Soldaten ist die dortige Monusco-Truppe die größte ihrer Art weltweit.

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Video von UNRIC und "7 billion others" zm Internationalen Tag der Migranten, 18. Dezember 2014

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