Montag, 22 Dezember 2014
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Schlagzeilen

Joachim Rücker neuer Präsident des UN-Menschenrechtsrats

image-786196-panoV9free-bahcDeutschlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf will 2015 als Präsident des UN-Menschenrechtsrats die Arbeit dieses UN-Gremiums effektivieren. Das machte Botschafter Joachim Rücker nach seiner Wahl durch die Vertreter der 47 Mitgliedstaaten in das Amt deutlich. Seine einjährige Amtszeit beginnt am 1. Januar. Rücker löst Baudelaire Ngong Ella aus dem zentralafrikanischen Gabun ab. „Dies ist ein einzigartiges Privileg und eine große Ehre für mich und mein Heimatland Deutschland", sagte der 63 Jahre alte Diplomat. An der Spitze des UN-Menschenrechtsrates handelt Rücker als überparteilicher Präsident. Zu den Aufgaben gehöre, kurzfristig Beratungen über akute Krisen zu ermöglichen, erläuterte Rücker nach seiner Wahl. Im Falle des Vormarsches des Terrororganisation Islamischer Staat (IS) habe der Menschenrechtsrat sich im Sommer womöglich zu viel Zeit genommen, bevor eine Sondersitzung angesetzt worden sei.

UNICEF: 2014 desaströses Jahr für Kinder in Konflikten

12-08-2014ChildrenNach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) waren im Jahr 2014 insgesamt 15 Millionen Kinder brutaler Gewalt ausgesetzt waren. Aufgrund der weltweiten Konflikte sei es ein desaströses Jahr für Kinder in den betroffenen Regionen gewesen. Es habe mehr Attacken auf Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gegeben. Neue gesundheitliche Bedrohungen, wie der Ebola-Ausbruch in Westafrika, haben tausende Kinder zu Waisen gemacht.

„Kinder wurden getötet, während sie im Klassenzimmer lernten oder in ihren Betten schliefen. Sie wurden zu Waisen, gekidnappt, gefoltert, vergewaltigt oder als Sklaven verkauft. In der jüngeren Geschichte, waren nie mehr Kinder als heute solch unaussprechlicher Gewalt ausgesetzt. Gewalt und traumatische Erfahrungen haben noch andere Folgen als die Verletzung einzelner Kinder – sie unterminieren die Stärke ganzer Gesellschaften. Die Welt kann und muss mehr tun, um 2015 ein besseres Jahr für jedes Kind zu machen", so der UNICEF Exekutivdirektor Anthony Lake.

Nicht weniger als 15 Millionen Kinder leiden unter den Konflikten in der Zentralafrikanischen Republik, im Irak, im Südsudan, in Syrien, der Ukraine und den besetzten palästinensischen Gebieten. Diese Zahl umfasst laut UNICEF auch die Binnenflüchtlinge oder Flüchtlinge in Nachbarstaaten.

Stellvertretender UN-Generalsekretär warnt : Humanitäres System befindet sich am Scheideweg

12-03-2014Jan EliassonDer stellvertretende Generalsekretär Jan Eliasson hat beim Globalen Humanitären Forum in Genf betont, dass die Not und Bedürfnisse weltweit schneller zunehmen als die Kapazitäten der humanitären Hilfe. Im Vergleich seien heute dreimal so viele Menschen auf Hilfe angewiesen, wie noch vor zehn Jahren. Es sei daher zentral zusammenzuarbeiten, um das System der humanitären Hilfe effizienter zu gestalten.

„Wir können es uns nicht länger leisten, unabhängig voneinander oder parallel zu arbeiten, wir müssen einen horizontalen Ansatz verfolgen. In den letzten zehn Jahren ist das benötigte Budget für humanitäre Hilfe um 600 Prozent gestiegen – von drei Milliarden im Jahr 2004 auf 17,9 Milliarden heute", so Eliasson in Genf.

Die fehlenden finanziellen Mittel bringen das System an seine Grenzen und haben bereits zu Kürzungen der Unterstützung syrischer Flüchtlinge durch das Welternährungsprogramm geführt. Mit dem herannahenden Winter verschärft sich die Situation für diese Menschen zunehmend.

Der stellvertretende Generalsekretär unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung auf - und Vorhersage von Risiken. Humanitäre Hilfsorganisationen müssten enger mit Entwicklungspartnern zusammenarbeiten.

„Humanitäre Hilfe kann nicht dazu genutzt werden die Finanzierungslücke in der Entwicklungshilfe zu schließen oder politische Lösungen zu ersetzen, welche so dringend gebraucht werden. Wir befinden uns an einem Scheideweg. Der jetzige Kurs ist nicht nachhaltig. Wir müssen die Art, wie wir arbeiten ändern", so Eliasson.

Ebola-Hilfe: Deutschland spendet 400 Motorräder an UNMEER

UNMEERDeutschland hat der UN-Mission in Westafrika für den Kampf gegen Ebola (UNMEER) 400 Motorräder gespendet. Damit sollen Blutproben möglichst schnell zur Untersuchung in Labore gebracht werden. Für den Transport werden die Motorräder mit Kühlboxen ausgestattet.

Der deutsche Botschafter in Ghana, Rüdiger John, besuchte das Logisitkzentrum für humanitäre Hilfe um die Motorräder offiziell zu übergeben. „Dies ist ein bedeutender logistischer Fortschritt. Diese Motorräder werden helfen, unsere gemeinsamen Hilfsbemühungen zu beschleunigen.", so der Botschafter.

Der Leiter der UN-Mission in Westafrika, Anthony Banbury, dankte den Deutschen für die Spende. „Wir haben wirklich eine großartige Partnerschaft – ein exzellentes Beispiel für internationale Zusammenarbeit", so Banbury.

UNESCO fordert kulturelle Schutzzonen im Irak und in Syrien

Cultural HeritageDie Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, hat die Einrichtung kultureller Schutzzonen im Irak und in Syrien gefordert. Anschläge auf kulturelles Erbe und illegaler Schmuggel von Kulturgütern seien „Teil einer extrem gewalttätigen Strategie der kulturellen Reinigung."

„Es ist nicht zu spät, um zu handeln. Aber es kann keine rein militärische Lösung dieser Krisen geben. Um Fanatismus zu bekämpfen, müssen wir Bildung als Waffe gegen Hass fördern und kulturelles Erbe beschützen, welches als Grundlage einer gemeinsamen Identität dient.", so Irina Bokova.

Kenia: Generalsekretär Ban verurteilt erneuten Terroranschlag

Somalia AUGeneralsekretär Ban Ki-moon hat den Terroranschlag im kenianischen Mandera verurteilt. Mehr als 30 Menschen wurden bei dem Angriff getötet.

Im Norden Kenias haben Bewaffnete nahe der Stadt Mandera mindestens 36 nicht-muslimische Arbeiter eines Steinbruchs erschossen. Nach Medienberichten gehören die Bewaffneten der radikalislamischen Al-Shabaab Miliz an. Erst wenige Tage zuvor wurden 28 Nicht-Muslime bei einer Attacke auf einen Bus umgebracht.

Die Anschläge der Al-Shabaab haben in den vergangenen Jahren in Somalia und Kenia immer wieder Terror verbreitet. Gezielt angegriffen werden Hotels, Einkaufszentren oder andere Orte, an denen sich Zivilisten aufhalten.

20. Klimakonferenz in Lima

SamoaIn Perus Hauptstadt, Lima, hat die 20. Klimakonferenz der Vereinten Nationen begonnen. Ein Jahr bevor in Paris 2015 ein neues universelles Abkommen unterzeichnet werden soll, kommen Vertreter der 196 Parteien der Klimarahmenkonferenz (UNFCCC) zusammen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

„2014 wird wahrscheinlich das heißeste Jahr, das es jemals gab und die Emissionen nehmen weiterhin zu. Wir müssen dringend handeln. Hier in Lima müssen wir konkrete Handlungsvorschläge entwickeln", so Christiana Figueres, Exekutivsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Laut der Agenda der Klimakonferenz werden die Staatenvertreter in Lima Entwürfe vorlegen, was sie zu dem geplanten Abkommen 2015 beitragen möchten. Innerhalb von zwei Wochen soll so ein Entwurf für das geplante Abkommen entstehen, welcher bereits 2020 in Kraft treten könnte.

Anschlag in Nigeria: Generalsekretär Ban verurteilt Angriff auf Moschee

Secretary GeneralUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Sprengstoffanschlag auf die zentrale Moschee in der nordnigerianischen Stadt Kano verurteilt und die Behörden dazu aufgefordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er sicherte Nigeria erneut die Unterstützung der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Terrorismus zu.

Dutzende Menschen wurden bei dem Anschlag getötet und viele weitere verletzt. In einem Statement betonte der Generalsekretär, dass es keine Rechtfertigung für Attacken auf Zivilisten geben könne und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Ein Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) geht von schätzungsweise 39.000 Nigerianern aus, die aufgrund der Gewalt in Nigeria nach Kamerun geflohen sind. Weitere 2.800 Menschen flohen in den Tschad. Darüber hinaus sind nach Regierungsangaben rund 700.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht.

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Video von UNRIC und "7 billion others" zm Internationalen Tag der Migranten, 18. Dezember 2014

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