Samstag, 13 Februar 2016
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Schlagzeilen

WHO warnt vor „dramatischer“ Verbreitung des Zika-Virus

01 28 WHO Zika29. Januar 2016 – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Montag eine Krisensitzung angesetzt. Grund dafür ist der „dramatische" Anstieg der Zika-Virus-Infektionen. In Hochrechnungen wird gewarnt, dass das Virus „explosionsartig" übertragen werden kann und sich so bis zu vier Millionen Menschen infizieren könnten, bevor die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden kann. Das Virus soll Missbildungen auslösen. „Wir sind in höchster Alarmbereitschaft", so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Schon seit Jahrzehnten wird die Krankheit durch die Tigermücke übertragen. Bisher infizierten sich aber vor allem Affen, nur sehr selten Menschen. „Heute ist die Situation völlig anders. Im vergangenen Jahr wurde das Virus in Amerika entdeckt, wo es sich nun sehr schnell verbreitet. Bis heute wurde von Fällen in 23 Ländern berichtet", fügte Chan hinzu. „Das Virus, das zuerst im Mai in Brasilien auftrat, wird auch bald in anderen Teilen der Welt vorkommen“, sagte Marcos Espinal, Direktor der Abteilung für übertragbare Krankheiten und Gesundheitsanalyse von der Panamerikanischen Organisation für Gesundheit (PAHO). Espinal nimmt an, dass das Virus bereits voll ausgebrochen ist, da rund 4.000 Geburten von Babys mit ungewöhnlich kleinen Köpfen gemeldet worden sind.

Ban Ki-moon: Bildung ist der Schlüssel um Völkermord zu verhindern

661786Holocaust27. Januar 2016 – Zum Internationalen Holocaust-Tag hat die Weltgemeinschaft der Befreiung des Konzentrationslagers  Auschwitz-Birkenau  vor 71 Jahren gedacht. UN-Generalsekretär Ban betonte, dass es der effektivste Weg sei, Menschenrechte zu vertreten, Fremdenfeindlichkeit zu verhindern und neue Völkermorde zu vermeiden, indem neue Generationen über die Schrecken des Holocaust aufgeklärt würden.„Heute, mit einem immer stärker werdenden Antisemitismus, antimuslimischem Fanatismus und anderen Formen der Diskriminierung, müssen wir mit aller Kraft diese Rechte für die Menschen überall verteidigen", sagte Ban Ki-moon vor hunderten von Menschen am UN-Hauptsitz in New York während der Gedenkfeier.„Man kann nicht verneinen, dass gewalttätiger Extremismus, polarisierende Spannungen und hasserfüllte Ideologien auf dem Vormarsch sind", betonte der UN-Chef und fügte hinzu, „dass Zivilisten viel zu häufig die Opfer seien, und das humanitäre Völkerrecht auf globaler Ebene mit Füßen getreten" werde. „Die internationale Gemeinschaft versagt, Täter zur Verantwortung zu ziehen“, warnte er. „Heute sehen wir Aktionen von Da'esh [auch als Islamischer Staat des Irak und der Levante bekannt, oder ISIL], die schwere Verbrechen gegen Minderheiten wie die Jesiden begehen. Der Konflikt in Syrien hat die schlimmste humanitäre Krise unserer Zeit erzeugt ", sagte er.

Nigeria: Reintegration von entführten Boko Haram Opfern ist „wesentlich“ für den Frieden

06 12 2015Boko Haram25. Januar 2016 - Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben die nigerianische Regierung aufgefordert, bei der Rehabilitation und Reintegration von Frauen und Kindern zu helfen, die der Terrorgruppe Boko Haram entkommen konnten oder befreit worden sind. „Da die Region sich gerade erholt, ist es wichtig, Wiedereingliederungsmaßnahmen zu fördern, Menschenrechtsnormen zu etablieren und die Folgen der regionalen Konflikte auf Frauen und Kinder zu begutachten", sagten die drei UN-Sonderberichterstatter über den Verkauf von Kindern, Maud de Boer-Buquicchio, Urmila Bhoola und Dainius Puras. „Diese Maßnahmen müssen die Gesellschaft grundlegend verändern und den Blick auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Frauen und Mädchen richten", so die Experten. „Vor allem die Grundursachen, wie Diskriminierung, Benachteiligung, Ausgrenzung und Ungleichheit der Geschlechter müssen thematisiert werden." Die Sonderberichterstatter lobten die bisherige Initiative der Regierung, wiesen aber darauf hin, dass „die Durchsetzung von Gesetzen unabdingbar sei, um eine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen, vor allem für Frauen und Kinder garantieren zu können." Es gebe große Fortschritte in den Lagern für Binnenvertriebene (IDPs). Außerdem seien Rehabilitations-Programme eingeführt worden. Allerdings müsse das Gesundheitssystem gestärkt werden, um die physische und psychische Betreuung der Vertriebenen zu gewährleisten, so die Einschätzung der Spezialisten. „Während unserer Besuche in den Lagern in Maiduguri, wurden wir selbst Zeugen der gesundheitlichen und sozialen Folgen des Konflikts. Wir trafen uns mit Frauen und Mädchen, die nur begrenzten Zugang zu ausreichender vollwertiger Nahrung hatten und dringend psychologische Betreuung brauchen", sagten die UN-Sonderberichterstatter.

Syrien: Die Vereinten Nationen und 120 humanitäre Organisationen rufen zum Handeln auf

Syria appeal UNICEF web22. Januar 2016 – Die Vereinten Nationen und mehr als 120 humanitäre Organisation haben einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Der Zugang zu humanitärer Hilfe müsse unmittelbar gewährleistet werden, um den Bedürftigen in Syrien helfen zu können. Die Menschheit müsse ihre Stimme erheben und ein sofortiges Ende der Syrien-Krise fordern. Schon vor etwa drei Jahren haben UN-Hilfsorganisationen einen dringenden Appell veröffentlicht. Eine Videobotschaft zeigte das Leid der Zivilbevölkerung und die UN forderte, das Elend der Syrer zu beenden. „Der Krieg währt schon seit über fünf Jahren und das Blutvergießen geht weiter, während „das Volk weiter leidet“, heißt es in dem neuen Aufruf. Der jetzige Appell der humanitären Organisationen und der UN richtet sich an die ganze Welt. Die verantwortlichen Parteien sollten eine Waffenruhe vereinbaren, um „dem Blutbad ein Ende zu setzen und den Weg Richtung Frieden einschlagen.“ „Mehr als je zuvor braucht die Welt eine kollektive Stimme, um solche Verbrechen zu beenden. Denn dieser Konflikt und seine Folgen tangieren uns alle“, heißt es weiter.

UN warnen: Hälfte der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik hungert

01 20 2016HungerCAR21. Januar 2016 – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass die Hälfte der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik – fast 2,5 Millionen Menschen – an Hunger leiden. Verglichen mit dem Vorjahr haben sich die Zahlen verdoppelt. Schuld daran sind die bestehenden Konflikte, die zu einer begrenzten Verfügbarkeit von Lebensmitteln führen. "Drei Jahre der Krise fordern einen schweren Tribut von den Einwohnern", sagte der stellvertretende WFP-Landesdirektor, Guy Adoua. "Familien sind oft gezwungen ihr Hab und Gut zu verkaufen, ihre Kinder von der Schule abzumelden und sogar zu betteln. Die Menschen stehen vor dem Nichts ", fügte er hinzu. Nach Einschätzung des WFP leidet jeder sechste Einwohner des Landes unter einer schweren oder extremen Hungersnot. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Nahrungsmittelunsicherheit.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ernennt Botschafter für nachhaltige Entwicklungsziele

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19. Januar 2016 – UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Gruppe prominenter Botschafter ernannt, die die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) fördern sollen. Die 17 Ziele waren am 25. September 2015 am UN-Hauptsitz in New York verabschiedet worden.

Alle Nationen haben sich durch die SDGs verpflichtet, die Armut zu beenden, gemeinsamen Wohlstand zu erreichen, Frieden zu schaffen, ein Leben in Würde zu gewährleisten und einen gesunden Planeten für heutige und künftige Generationen zu sichern.

Die Botschafter werden ihre hervorgehobene Position nutzen, um die SDGs als einen Teil der ehrgeizigen und transformativen globalen Entwicklungsagenda zu fördern. Sie sollen wichtige Impulse liefern und den Generalsekretär bei seinen Bemühungen unterstützen, die SDGs bis 2030 zu erreichen.

Die Botschafter werden den universellen Charakter der SDGs fördern und sollen neue Partner gewinnen, um die Finanzierung der SDGs zu ermöglichen. Partnerschaften mit Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft sollen erweitert werden, um einen ganzheitlichen Ansatz zu schaffen.

Die Botschafter:

Ko-Vorsitzende  

John Dramani Mahama

Präsident der Republik Ghana

Erna Solberg

Ministerpräsidentin von Norwegen

Mitglieder:

Ihre Majestät  
Königin Mathilde von Belgien

Ihre Königliche Hoheit
Kronprinzessin Victoria von Schweden

Ihre Hoheit
Moza bint Nasser
Mitbegründerin Qatar Foundation

Richard Curtis
Drehbuchautor, Produzent und Regisseur

Botschafter Dho Young-Shim
Vorsitzender, Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen,  
Initiative für nachhaltiger Tourismus und Armutsbekämpfung

Leymah Gbowee
Leiterin, Gbowee Friedensstiftung

Jack Ma
Gründer und Vorstandsvorsitzender, Alibaba Group

Graça Machel
Vorsitzende, Foundation for Community Development

Lionel Messi
Fußballspieler und UNICEF-Botschafter

Alaa Murabit
Gründerin, The Voice of Libyan Women

Paul Polman
Vorstandsvorsitzender, Unilever

Professor Jeffrey Sachs
Direktor, Earth Institute an der Columbia Universität

Shakira Mebarak
Sängerin, Botschafterin und Gründerin der Pies Descalzos Stiftung,

UNICEF-Botschafterin
Forest Whitaker

Gründer und Geschäftsführer, Whitaker Peace & Development Initiative,
UNESCO Sonderbeauftragter zur Förderung von Frieden und Versöhnung

Professor Muhammad Yunus
Gründer, Grameen Bank

* * * * *

Weitere Informationen zu den SDGs und den Botschaftern finden Sie hier:

https://sustainabledevelopment.un.org/

Medienkontakt:

Arne Molfenter

UNRIC-Verbindungsbüro in Deutschland

Tel.: 0228 815-2773

Email: molfenter (at) un.org

Jemen: Ban Ki-moon fordert Waffenstillstand

12 18 2015YemenWHO19. Januar 2016 - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fordert die Regierung sowie alle Parteien im Jemen auf, einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand einzuhalten. Außerdem gelte es, eine rasche Wiederaufnahme der bereits verzögerten, Friedensgespräche zu ermöglichen. Ban Ki-moon traf sich am Rande der World Future Energy Summit in Abu Dhabi mit dem jemenitischen Vizepräsidenten und Premierminister Khaled Mahfoudh Abdullah Bahah. Dort äußerte er erneut seine tiefe Besorgnis über den anhaltenden Konflikt, der auch viele zivile Opfer fordere. Der Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hat angesichts der Verletzung des Waffenstillstands die Friedensgespräche vertagt, um so Konsultationen auf regionaler Ebene zu beschleunigen und ein neues Waffenstillstandsabkommen zu verhandeln. Doch der jahrelange Konflikt zwischen verschiedenen Seiten verhindert eine schnelle Lösung. Tausende Menschen wurden getötet und 2,5 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Außerdem ist die Ernährungssicherheit von 7,6 Mio. Menschen in Gefahr.

Sicherheitsrat hebt Sanktionen gegen Iran auf

650681Council Resolution18. Januar 2016 - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat bekannt gegeben, dass die iranische Bank Sepah und ihr internationales Tochterunternehmen von der Sanktionsliste gestrichen worden sind. Ein Bericht der Vereinten Nationen bestätigt, dass der Iran die erforderlichen vorbereitenden Forderungen umgesetzt hat, was einen weiteren Schritt, in Richtung Lösung der Atomfrage bedeutet.  Der Bericht wurde dem Sicherheitsrat vorgelegt, nachdem die Internationale Atomenergie-Organisation der Vereinten Nationen (IAEA) festgestellt hat, dass die „erforderlichen Maßnahmen“, die im Rahmen des so genannten Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) festgelegt sind, umgesetzt worden sind. Der Iran und sechs weitere Länder - China, Frankreich, Deutschland, Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten – haben im Juli 2015 den JCPOA ins Leben gerufen. Dieser beinhaltet auch die Übertragung der Verantwortung auf die IAEA. Somit überprüft und überwacht die IAEA, ob der Iran seinen Verpflichtungen nachkommt.

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