Sonntag, 31 August 2014
UNRIC logo - Deutsch
                

Schlagzeilen

43 UN-Soldaten gefangen genommen

184767Die Gewalt im syrischen Bürgerkrieg greift nun auch auf die UN-Mission im Süden des Landes über. Bewaffnete brachten 43 UN-Blauhelmsoldaten an den Golanhöhen in ihre Gewalt. Laut arabischen Medienberichten soll es sich bei den Bewaffneten um Angehörige der radikal-islamischen Al-Nusra-Front handeln. Die Verschleppten Blauhelmsoldaten stammen von den Fidschi-Inseln. Weitere 81 Soldaten der UNDOF-Mission sind an ihren Standorten Ruwaihina und Al-Buraika eingekesselt worden.

UN-Untersuchungskommission: „Unermessliches Leid“ in Syrien

Syria RefugeesGräueltaten von syrischer Regierung und seitens nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen fügen den Zivilisten in Syrien "unermessliches Leid” zu. Das sagte Paulo Pinheiro, Vorsitzender der unabhängigen UN-Untersuchungskommission zu Syrien, am Mittwoch in Genf. „Hunderte Zivilisten sterben jeden Tag“, so der brasilianische Diplomat. Der brutale Krieg und die einhergehende Ausbreitung der Gewalt gefährde auch die internationale Sicherheit.

Weitere Informationen finden Sie (in englischer Sprache) hier: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=48571#.U_7rZMLwAy8

UN-Hubschrauber im Südsudan abgestürzt

543376Drei russische Piloten sind beim Absturz eines UN-Hubschraubers im Südsudan umgekommen. Die Maschine vom Typ Mi-8 stürzte im Norden des Bürgerkriegslandes aus bisher ungeklärter Ursache ab, wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilte. Das vierte Besatzungsmitglied erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht, so Dujarric weiter. Nach seinen Angaben gehörte der Hubschrauber einem russischen Unternehmen und beförderte im Auftrag der UN Frachten. Die Maschine stürzte zehn Kilometer südlich von Bentiu in einem umkämpften Gebiet ab.

Irak: Pillay verurteilt „ethnische und religiöse Säuberungen“ durch IS-Kämpfer

Iraq AidDie Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navi Pillay, hat „ethnische und religiöse Säuberungen“ durch die Gruppe Islamischer Staat (IS) im Irak scharf verurteilt. Kämpfer der IS würden „systematisch Männer, Frauen und Kinder wegen ihrer ethnischen, religiösen oder konfessionellen Zugehörigkeit“ angreifen, so Pillay in Genf. Eine solche Verfolgung komme Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich, fügte sie hinzu.

Weitere Informationen finden Sie (in englischer Sprache) hier: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=48551#.U_w_TcLwAy8

Ebola: UN sagen massive Hilfe zu

597684Die Vereinten Nationen haben Liberia und seinen Nachbarländern im Kampf gegen Ebola massive Unterstützung zugesagt. Das Ausmaß der Epidemie erfordere ein höheres Level an Koordinierung als Reaktionen auf frühere Fälle, und die UN-Mission in Liberia werde dabei eine starke Rolle spielen. Ebola müsse in Liberia bekämpft werden, um eine "stabile Wirtschaft, Zukunft und Gesellschaft" zu garantieren, erklärte die UN-Sondergesandte Karin Landgren. Ihr Kollege, der UN-Ebola-Beauftragte David Nabarro, äußerte sich ähnlich. Die "außergewöhnliche Epidemie" erfordere eine noch nie dagewesene Mobilisierung. Die UN werden sicherstellen, dass die benötigten Ressourcen "dorthin fließen, wo sie am meisten gebraucht werden". Nabarro hält sich seit Donnerstag in Liberia auf, das derzeit am schlimmsten von Ebola betroffen ist. Danach will er sich in Sierra Leone, Guinea und Nigeria ein Bild von der Lage machen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte davor gewarnt, dass es noch "mehrere Monate" dauern könnte, die Virusepidemie unter Kontrolle zu bekommen. Der WHO zufolge starben bis zum 20. August bereits 1427 Menschen an Ebola, davon allein 624 in Liberia. Aus Furcht vor dem tödlichen Virus schloss die Elfenbeinküste ihre Grenzen zu Liberia und Guinea. Die "außergewöhnliche" Entscheidung diene dem Schutz der einheimischen Bevölkerung und der in der Elfenbeinküste lebenden Ausländer, erklärte Regierungschef Daniel Kaban Duncan. Die Maßnahme trat demnach am Freitag in Kraft. Im Südosten Liberias nahe der Grenze zur Elfenbeinküste waren am Freitag die ersten Ebola-Fälle registriert worden. Die WHO teilte mit, dass sich erstmals ein WHO-Experte in Sierra Leone mit dem Virus infiziert habe. Angaben zum Alter, Geschlecht oder der Nationalität wurden nicht gemacht. Demnach hat die WHO seit Beginn der Epidemie in Westafrika 400 Experten zur Bekämpfung der Seuche entsandt. Mehr als 225 Mediziner hätten sich inzwischen mit dem Virus infiziert, wovon 130 der Krankheit erlegen seien. Die WHO kündigte an, in Liberia weitere Behandlungsplätze für Ebola-Patienten zu schaffen. In der Hauptstadt Monrovia sollen demnach weitere Gesundheitszentren errichtet werden, um in den kommenden sechs Wochen die Zahl der Betten um 500 zu erhöhen.

UN-Menschenrechtsbeauftragte kritisiert Sicherheitsrat

478153Die scheidende UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay hat dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgeworfen, durch Handlungsschwäche in vielen Konflikten den Verlust von Menschenleben provoziert zu haben. "Nicht immer" habe es im mächtigsten UN-Gremium eine entschlossene Entscheidung zugunsten der Beilegung von Krisen gegeben, sagte Pillay vor Vertretern der 15 Mitgliedstaaten im Sicherheitsrat. "Ich glaube fest daran, dass eine höhere Reaktionsfreudigkeit dieses Rats hunderte Leben hätte retten können", kritisierte sie. Die Menschenrechtsbeauftragte, die in den kommenden Tagen ihren Posten nach sechs Jahren aufgibt, beklagte vor allem nationale Interessen, die vorangestellt würden und sich im Veto der fünf ständigen Mitglieder äußerten. Maßnahmen auf diese Art zu blockieren, sei letztlich eine "kontraproduktive Taktik", sagte Pillay. Sie rief die im Sicherheitsrat versammelten Weltmächte dazu auf, ein "breiteres Konzept nationaler Interessen" zu entwickeln. In dem UN-Gremium waren unter anderem scharfe Resolutionen gegen Syrien am Widerstand von Russland und China gescheitert. Die USA wiederum blockierten in der Vergangenheit häufig Resolutionen, die in ihren Augen zu israelkritisch waren. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon warnte ebenfalls, eine zu zögerliche Reaktion des Sicherheitsrats könne nicht nur zum Verlust von Menschenleben führen, sondern auch die Glaubwürdigkeit der UNO in Frage stellen. Die 15-Mitglieder des Sicherheitsrats verabschiedeten anschließend einstimmig eine Resolution zur Konfliktprävention, die unter anderem die Position des Generalsekretärs stärkt und dessen vermittelnde Funktion beim Entstehen von Krisen ausbaut.

Gaza: Ban enttäuscht über Bruch der Waffenruhe

08-20-2014Gaza DisplacedUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Bruch der Waffenruhe in Gaza verurteilt. Er sei schwer enttäuscht über die Wiederaufnahme der Kämpfe, so Ban in einem von seinem Sprecher in New York verbreiteten Statement. Der Generalsekretär erinnerte beide Parteien an ihre Verantwortung, die Lage nicht eskalieren zu lassen und forderte Israel und Palästinenser auf, sich umgehend auf eine dauerhafte Feuerpause zu verständigen. 

Weitere Informationen finden Sie (in englischer Sprache) hier: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=48525#.U_WuQpizjSg

UN planen großangelegte Hilfsaktion für Flüchtlinge im Irak

307858Die Vereinten Nationen starten eine großangelegte Hilfsaktion für die Flüchtlinge im Nordirak. Ab heute (Mittwoch) werden mit einer Luftbrücke und auch auf dem Landweg Zelte, andere Güter sowie Lebensmittel nach Erbil und in die Umgebung der Stadt gebracht, sagte der Sprecher des UN-Hilfswerks UNHCR, Adrian Edwards, in Genf. Damit sollen 500.000 Personen versorgt werden. Nach Angaben des Bürgermeisters von Erbil sind 1,7 Millionen Menschen vor der radikalen Sunniten-Organisation Islamischer Staat (IS) geflüchtet, die einen Großteil des Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht hat. Viele seien in Hallen und Schulgebäuden untergebracht, aber Familien müssten auch immer wieder im Freien an Straßenrändern kampieren, sagte Nihad Latif Koja. Nahrungsmittel seien knapp. Vier Tage lang sollen nach Angaben des UNHCR-Sprechers Hilfsgüter vom jordanischen Akaba nach Erbil geflogen werden. Zudem würden in den kommenden zehn Tagen Hilfskonvois auf dem Landweg aus der Türkei und Jordanien in den Nordirak fahren. Auch Lieferungen aus Dubai über den Iran seien geplant. Am Montag waren im Nordirak weitere deutsche Hilfsgüter eingetroffen. Ein Transportflug mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung zur Versorgung von 20.000 Menschen für drei Monate sei in Erbil angekommen, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Es habe auch Decken, Zelte und Wasserkanister an Bord gehabt. Die Hilfsgüter seien den Vereinten Nationen übergeben worden.

Seite 1 von 84

Start
Zurück
1

Video der Woche

Welttag der kulturellen Vielfalt (21. Mai)

Kontakt

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: info@unbonn.org

Banner
Banner
Banner