Donnerstag, 30 März 2017
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Schlagzeilen

WHO: Besorgnis über Masernausbruch in Europa

03 20 2015Vaccine30. März 2017 – In Europa sind seit Jahresbeginn hunderte von Masernfällen gemeldet worden. Die Krankheit galt bislang als quasi ausgerottet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) drängt Familien dazu, ihre Kinder zu impfen und fordert nationale Behörden dazu auf, Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

„Es wird zu weiteren Ausbrüchen in Europa und anderswo kommen, solange nicht jedes Land den Grad der Immunisierung erreicht, der für den kompletten Schutz seiner Bevölkerung notwendig ist“, betonte die Regionaldirektorin der WHO für Europa, Zsuzsanna Jakab.

In Europa wurden seit Januar mindestens 500 Fälle diagnostiziert, die meisten davon in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, der Schweiz und der Ukraine. In diesen Ländern liegt die geschätzte nationale Immunisierung unter der empfohlenen 95-Prozent-Schwelle.

Masern sind ein hochansteckender Virus, der in den meisten Teilen der Welt heimisch ist. Die WHO fordert die betroffenen Länder dazu auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um eine weitere Übertragung zu verhindern. „Gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass der hart erkämpfte Fortschritt in Richtung regionaler Eliminierung nicht verloren geht“, betonte Jakab.

UN-Generalsekretär: Unterstützung für syrische Flüchtlinge ist im Interesse der beteiligten Länder

03 28 2017 SG Jordan 229. März 2017 – UN-Generalsekretär Guterres hat das Zaatari-Flüchtlingscamp in Jordanien besucht, in dem 80.000 syrische Flüchtlinge untergebracht sind. Bei seinem Besuch forderte er die Parteien des Syrienkonflikts sowie Länder mit starkem Einfluss auf die Parteien zur Einsicht auf. Die Krise sei nicht nur eine Tragödie für die syrische Bevölkerung, sondern auch eine Bedrohung für die regionale Stabilität und die globale Sicherheit.

„Das hier ist der Moment für alle Länder, die direkt oder indirekt am Konflikt beteiligt sind, um ihre Differenzen beizulegen und sich ihrer gemeinsamen Interessen bewusst zu werden, da sie alle von dem neuen Risiko des globalen Terrorismus bedroht sind“, betonte Guterres bei einer Pressekonferenz im Camp.

“Solidarität mit syrischen Flüchtlingen ist auch eine Möglichkeit, unsere Fähigkeit zur Wahrung der globalen Sicherheit zu zeigen. Das ist nicht nur ein Akt der Großzügigkeit. Es ist auch ein Akt des aufgeklärten Eigeninteresses“, fügte der Generalsekretär hinzu. Fehlende Unterstützung für Flüchtlinge könnte durch Gruppierungen wie den IS oder Al Qaida instrumentalisiert werden, um eigene Interessen voranzutreiben.

Jemen: Kinder am stärksten von Kämpfen betroffen

03 27 2017 UNICEF Yemen28.03.2017 – Der Verantwortliche der UN für humanitäre Hilfe hat die Konfliktparteien im Jemen dazu aufgefordert, sich auf politische Dialoge einzulassen und die Situation in den Griff zu bekommen. Die Eskalation des Konflikts im Jemen jährt sich diese Woche zum zweiten Mal.

Der UN-Nothilfekoordinator und Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Stephen O’Brien unterstrich die weitreichenden Folgen der Kämpfe. Der Konflikt habe nicht nur zu tausenden von Toten, Millionen von Vertriebenen und einer nachhaltigen Schwächung der Wirtschaft, sondern auch das Land an den Rand der Hungersnot gebracht.

„Vor allem ist die jemenitische Bevölkerung darauf angewiesen, dass die Konfliktparteien sich zu einem politischen Dialog verpflichten, ansonsten wird diese von Menschen verursachte Krise niemals enden“, betonte O’Brien.

Fast 19 Millionen Jemeniten – mehr als zwei Drittel der Bevölkerung – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wie in den meisten Krisen sind Kinder die Hauptleidtragenden. Allein im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der getöteten Kinder von 900 auf 1.500 erhöht. Angriffe auf Schulen nehmen zu und deutlich mehr Kinder wurden für die Kämpfe rekrutiert als noch im Jahr zuvor.

Südsudan: Bestürzung über Tod von sechs Entwicklungshelfern

03 26 2017 SouthSudan Pibor OCHA27. März 2017 – Laut Berichten der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) sind am vergangen Samstag sechs Entwicklungshelfer einer nationalen Nichtregierungsorganisation bei einem Überfall auf ihre Fahrzeugkolonne getötet worden. Sie waren auf dem Weg durch von der Regierung kontrollierte Gebiete.

„Die Vereinten Nationen verurteilen diesen entsetzlichen und sinnlosen Verlust von Menschenleben“, betonte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs im Südsudan und Leiter von UNMISS, David Shearer in einer Presseerklärung.

Seit Dezember 2013 wurden im Südsudan mindestens 79 Entwicklungshelfer getötet, davon mindestens zwölf dieses Jahr. In den letzten zwei Monaten haben Angriffe auf humanitäre Helfer sowie Plünderungen von Hilfslieferungen stark zugenommen.

Grund dafür ist das noch nie da gewesene Ausmaß der humanitären Bedürfnisse. Etwa 7,5 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, in Teilen des Landes wurde eine Hungersnot ausgerufen.

„Solche Angriffe gefährden nicht nur das Leben der Hilfskräfte, sie bedrohen auch das Leben tausender Südsudanesen, deren Überleben von unserer Unterstützung abhängt“, betonte Eugene Owusu, der Koordinator für humanitäre Hilfe im Südsudan.

Guterres kritisiert südsudanesischen Präsidenten Kiir

02 22 2017 UN053465UN-Generalsekreär António Guterres hat die Regierung des Südsudans dafür kritisiert, das Leid von 100.000 Menschen zu ignorieren, die im Land zu verhungern drohen. Guterres sprach davon, dass die südsudanesische Führung unter Präsident Kiir die Krise weder erkenne, noch ihre Verantwortung wahrnehme, um sie zu beenden. "Es gibt klare Einigkeit, dass die Verantwortlichen im Südsudan mehr tun müssen, um das Wohlergehen der Menschen im Land zu gewährleisten, die zu den Ärmsten der Welt zählen", sagte er. Der UN-Generalsekretär zeigte sich auch skeptisch über Präsident Kiirs' Absicht, einen nationalen Dialog zu beginnen, "angesichts der systematischen Beschneidung grundlegender politischer Freiheiten und einem eingeschränkten humanitären Zugang."

 

 

Afrika und Jemen: 20 Millionen Hungernde erhalten fast keine Hilfe

567089Die Vereinten Nationen beklagen mangelnde Hilfe für mehr als 20 Millionen hungernde Menschen in Afrika und im Jemen. Für die Männer, Frauen und Kinder im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen hätten Geber erst 422 Millionen US-Dollar bereitgestellt, sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke. Das sind nur etwa zehn Prozent der Summe, die UN-Generalsekretär António Guterres vor einem Monat gefordert hatte. Er hatte die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, 4,4 Milliarden US-Dollar zu geben. Es gelte Hungerkatastrophen in den vier Konfliktländern zu verhindern. Die Gewalt habe die Nahrungsmittelproduktion in den Gebieten zum Erliegen gebracht.

Die UN baten mit dem Aufruf nicht um zusätzliches Geld, wie Laerke erläuterte. Vielmehr waren die Summen in dem meist schon Ende 2016 verkündeten Bedarf für die einzelnen Länder enthalten. Guterres forderte die Regierungen lediglich auf, das Geld früher als womöglich geplant zu überweisen, um die akute Krise zu bewältigen.

Die Hilfsorganisationen der UN brauchen bis Ende März das Geld, um Lebensmittel, Wasser und Medikamente an Millionen notleidende Menschen zu liefern. Im Südsudan und im Jemen gibt es schwere bewaffnete Konflikte, der zerfallene Staat Somalia leidet unter anhaltender Gewalt, und im Nordosten Nigerias überzieht die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit einer Terrorkampagne.

Bericht über die menschliche Entwicklung: sieben europäische Länder unter den Top 10

33190424800 b50ecded0e z22. März 2017 – Sieben europäische Länder sind auf den ersten zehn Plätzen auf dem Index für menschliche Entwicklung, der am vergangenen Montag als Teil des Berichts über die menschliche Entwicklung (Human Development Report, HDR) veröffentlicht wurde. Demnach befindet sich Norwegen auf dem ersten Platz, gefolgt von der Schweiz, Österreich, Deutschland und Dänemark.

Der Bericht wird jährlich vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe trägt den Titel „Menschliche Entwicklung für alle“. Obwohl der durchschnittliche Grad der menschlichen Entwicklung sich in allen Regionen im Zeitraum zwischen 1990 und 2015 deutlich verbessert hat, lebt weltweit jeder dritte Mensch auf einem niedrigen Niveau menschlicher Entwicklung. Diese Aussage basiert auf dem Index für menschliche Entwicklung und stellt die Haupterkenntnis des Berichts dar.

Ein Vierteljahrhundert beeindruckender menschlicher Entwicklung hat dennoch viele Menschen zurückgelassen. Ihr Aufholprozess wird von systemischen und schwer messbaren Hindernissen erschwer. Eine stärkere Ausrichtung auf ausgegrenzte Menschen und auf Möglichkeiten, bestehende Hindernisse abzubauen, sind dringend notwendig, um nachhaltige menschliche Entwicklung für alle zu gewährleisten.

„Es muss zur Arbeitsweise unserer globalen Gemeinschaft werden, niemanden zurückzulassen. Um die Barrieren zu überwinden, die sowohl die menschliche Entwicklung, als auch den Fortschritt in Richtung der Ziele für nachhaltige Entwicklung behindern, müssen unsere politische Entscheidungen von Mitberücksichtigung geleitet werden“, betonte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven bei der Veröffentlichung des Berichts.

Außer ihm sprachen auch die Leiterin des UN-Entwicklungsprogrammes, Helen Clark sowie der Hauptautor des Reports und Direktor des Büros für den Bericht über menschliche Entwicklung, Selim Jahan. „Beim Abbau extremer Armut, bei der Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Gesundheit und Hygiene sowie bei der Ausweitung von Möglichkeiten für Frauen und Mädchen ist die Welt bereits weit vorangekommen“, betonte Clark. „Aber diese Fortschritte sind nur ein Auftakt für die nächste, möglicherweise schwierigere Herausforderung: zu gewährleisten, dass die Vorteile des weltweiten Fortschritts jeden erreichen.“

Libyen: UN-Gesandter warnt vor Eskalation der Spannungen

10 10 2014Libya21. März 2017 – Der UN-Gesandte für Libyen hat alle Konfliktparteien dazu aufgerufen, das Wohl des Landes vor ihre „eigenen Interessen“ zu stellen. Er warnte vor eskalierenden Spannungen im gesamten Land aufgrund der Mobilisierung von Streitkräften, einer sich verschlechternden Sicherheitssituation in der Hauptstadt Tripolis sowie den jüngsten Gewaltausbrüchen in Misrata und Benghazi.

„Lassen Sie Gewalt und Extremismus nicht die Agenda bestimmen“, forderte Martin Kobler, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für Libyen und Leiter der UN-Unterstützungsmission (UNSMIL) in dem nordafrikanischen Land.

„Die Ruhe in Libyen muss sofort wiederhergestellt werden, demokratische Einrichtungen und Ideale müssen respektiert und Meinungsfreiheit geschützt werden“, betonte Kobler. In seiner Rede schilderte der Sondergesandte die aktuelle Situation und berichtete von Gewalt, Hassreden und Leichenverstümmelungen.

Letzte Woche hatte das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) aufgrund der Situation in Libyen Alarm geschlagen. Es sei infolge der jüngsten Gewaltausbrüche zu ernstzunehmenden Menschenrechtsverletzungen wie Hinrichtungen ohne Verfahren oder Massenverhaftungen gekommen.

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