Sonntag, 01 Mai 2016
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Schlagzeilen

Bombardierung in Syrien: ​ Neue Angriffe sind "unentschuldbar"

57172129. April 2016 UNRIC – Mit scharfen Worten hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die neuen Angriffe in Syrien verurteilt. Es sei "unentschuldbar", durch solche Attacken "Zivilisten ins Visier zu nehmen". Die Verantwortlichen müssten dafür zur Rechenschaft gezogen werden. In der Nacht zu Donnerstag war ein Krankenhaus in Aleppo bei Luftangriffen zerstört worden. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei mindestens 27 Menschen. Unter den Opfern seien drei Kinder. Eine lokale Zivilschutzgruppe berichtete, insgesamt seien 50 Menschen bei diesen Luftangriffen ums Leben gekommen. Die Angaben aus Syrien können kaum überprüft werden.Ban nannte die Bombardierungen "blindwütig" und schrieb sie sowohl den syrischen Regierungstruppen als auch der Oppositionsseite zu. Er rief beide Konfliktparteien dazu auf, "unverzüglich die Feindseligkeiten einzustellen". Vor allem die USA und Russland sollten ihren Einfluss geltend machen und die Gegner zu einem Ende der Gewalt bewegen.

Syrien: Aufruf zu neuer Friedensinitiative

66136228. April 2016 (UNRIC) – Der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura hat die USA und Russland zu einer neuen Friedens-Initiative für Syrien aufgerufen. Erst wenn die Angriffe in Aleppo und anderen Orten aufhörten, sehe er die Möglichkeit, einen Termin für die Fortsetzung der Genfer Gespräche anzusetzen, sagte de Mistura in Genf. Zuvor hatte er den Sicherheitsrat in New York über die Lage in dem Bürgerkriegsland und den bisherigen Verlauf der Friedensgespräche informiert. Vertreter der syrischen Opposition hatten ihre Beteiligung an den Beratungen in der vergangenen Woche wegen Verstößen gegen die Waffenruhe ausgesetzt.

"Impfschutz sollte die Norm weltweit sein"

04 21 2016Tetanus25. April 2016 (UNRIC) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Beginn der Globalen Impfwoche 2016 verkündet. "Im vergangenen Jahr hatten wir durch Schutzimpfungen bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen Polio, Röteln und Tetanus", sagte Dr. Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO. Während der Globalen Impfwoche werden jüngste Impferfolge hervorgehoben und geeignete Schritte diskutiert, damit Länder die globalen Impfziele bis 2020 erreichen können. 

 

Nach Angaben der WHO verhindern Schutzimpfungen zwei bis drei Millionen Todesfälle pro Jahr. Jedoch könnten weitere zusätzliche 1,5 Millionen Menschenleben gerettet werden, wenn die globale Durchimpfungsrate erhöht werden würde. Schätzungsweise 18,7 Millionen Kinder – fast ein Fünftel der Kinder weltweit – erhalten immer noch keine Routineimpfungen gegen vermeidbare Krankheiten wie Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus. 2012 stimmte die Weltgesundheitsversammlung über den Globalen Aktionsplan für Schutzimpfung (GVAP) ab, um sicherzustellen, dass niemand lebenswichtige Impfungen versäumt. 

WHO data

Verpasste Chancen reduzieren 

Um die Impfrate zu verbessern, hat die WHO Länder aufgefordert, vor allem Kinder in Konfliktregionen zu impfen, denn weniger als 80% der Kinder seien in diesen Gegenden geimpft. Mehr als 60 % der nicht geimpften Kinder leben in diesen zehn Ländern: Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Irak, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, Uganda und Südafrika.

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Paris-Abkommen über den Klimawandel muss für langfristige Stabilität der Umwelt sorgen

63206521. April 2016 (UNRIC) – Vertreter der UN-Mitgliedsstaaten haben sich in New York versammelt, um das Paris-Abkommen zu unterzeichnen. Robert Glasser, Leiter des UN-Büros für Katastrophenvorsorge, rief dazu auf, über die bestehenden Verpflichtungen hinaus Treibhausgase zu reduzieren, um katastrophale Klima-Ereignisse in der Zukunft zu vermeiden. "Ich begrüße die Tatsache, dass mehr als 160 Länder das Paris-Abkommen unterzeichnen werden. Wir setzen uns jedoch der Gefahr aus, vom schnellen Tempo der globalen Klimaerwärmung überholt zu werden, falls die Unterzeichner nicht noch mehr Ehrgeiz zeigen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren", sagte Glasser. "Naturkatastrophen größeren Ausmaßes sind bis zu 90% auf das Klima zurückzuführen. Dürren, Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen haben das Potenzial, viele Entwicklungsstaaten daran zu hindern, die Armut zu besiegen." 

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Am Freitag findet die Unterzeichnungszeremonie für das Paris-Abkommen in New York statt. Das Abkommen wurde von allen 196 Vertragsparteien der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) auf der UN-Klimakonferenz in Paris am 12. Dezember 2015 angenommen. Dabei vereinbarten alle Länder den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und lediglich einen Anstieg von 1,5 Grad Celsius anzustreben.

Mehr als 165 Länder werden das Abkommen unterzeichnen. Das bedeutet einen Rekord für die Zustimmung zu einem internationalen Vertrag. "Jeder von uns spielt eine Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Wir können energieeffiziente Entscheidungen treffen, aufhören, Lebensmittel zu verschwenden und unseren CO2-Fußabdruck reduzieren", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und hob hervor, dass Handlungen jedes Einzelnen drastische Veränderungen bringen können.

Ziele für nachhaltige Entwicklung: Ein Wendepunkt für die internationale Zusammenarbeit

10 09 2015Climate Change20. April 2016 (UNRIC) – Vertreter von Regierungen , der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind in New York zusammen gekommen, um die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen. "Aus historischer Sicht ist das ein bedeutender Tag für die Vereinten Nationen", sagte Selwin Hart, der Leiter des Unterstützungsteams gegen Klimawandel. Mehr als 160 Repräsentanten von Regierungen werden in New York erwartet, um das Klima-Abkommen von Paris zu unterzeichnen, das letzten Dezember auf der UN-Klimakonferenz (COP21) beschlossen worden war. "Die meisten sind der Meinung, dass es unglaublich schwer wird , die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen, falls wir es nicht schaffen den globalen Temperaturanstieg auf unter 2°C zu begrenzen", warnte David Nabarro, der UN-Sonderbeauftragte der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung. "Deshalb ist auch die Umsetzung des Paris-Abkommens wichtig. Nur dadurch kann der Lebensgrundlage von Menschen verbessert werden und die Umwelt geschützt werden." Der Klimaschutz ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die helfen sollen Armut zu beseitigen und Ungleichheit zu bekämpfen. Diese sind die Grundlage der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung. 

"Auch wenn die Waffen in Syrien schweigen, ist es immer noch schwer die belagerten Gebiete zu erreichen"

04 19 Syria Photo20. April 2016 (UNRIC) – Der UN-Koordinator für humanitäre Maßnahmen Yacoub El Hillo hat ein Interview zum Syrienkonflikt im UN News Centre gegeben. "Wenn die Waffen schweigen, hat das auf eine Reihe positiver Dinge  Auswirkungen", betonte El Hillo. "Die Menschen können sich frei bewegen und ihrem Alltag in einer viel normaleren Weise nachgehen", sagte er, trotz der "vielen Abnormitäten" in den fünf Jahren des Konflikts. Auf die Frage, was Syriens am D ringendsten benötige, antwortete El Hillo: "Alles". 

Nach Ansicht des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten brauchen 13,5 Millionen Syrer Hilfe. Dies reiche von Impfstoffen für Kinder bis hin zur Bereitstellung von Unterkünften, Nahrung und Wasser für die Vertriebenen sowie Bildungs- und Gesundheitsprogrammen. "Das sind die Dinge, die uns jeden Tag beschäftigen", sagte El Hillo. "Mehr als 80% der Syrer leben heutzutage von weniger als 2$ am Tag. Deswegen sind die Bedürfnisse groß. Und da die Krise so lang anhält, schwindet auch immer mehr die Fähigkeit diese zu bewältigen."  

 

Zum Interview mit Yacoub El Hillo geht es hier: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=53729#.Vxd_q7y5kcg

UN unterstützt Ecuador nach stärkstem Erdbeben seit Jahrzehnten

04 18 2016Ecuador18. April 2016 (UNRIC) – Die Vereinten Nationen haben zusätzliche Hilfsmannschaften nach Ecuador entsandt, nach dem das Land am Samstag von einem Erdbeben der Stärke 7.8 erschüttert worden war. Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien stellte außerdem ein Team des UN-Katastrophenabschätzungs- und Koordinierungssystems zur Verfügung. O'Brien wird noch heute nach Ecuador aufbrechen, um betroffene Gebiete zu besuchen und die Leiter humanitärer Organisationen zu treffen. So möchte der Nothilfekoordinator herausfinden, wie regionale und nationale Einsätze am effizientesten unterstützt werden können. 

Nach jüngsten Einschätzungen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 400 gestiegen. "Die Behörden versuchen weiterhin die Schäden einzuschätzen, aber bis jetzt wissen wir nur, dass das Erdbeben in den Provinzen Manabi und Esmeralda Häuser, Straßen und Krankenhäuser zerstört hat. Stromleitungen wurden durchtrennt und zehntausende Menschen suchen zurzeit Zuflucht in Evakuierungszentren", sagte O'Brien. Die ecuadorianische Regierung hat in sechs Regionen des Landes den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein mobiles, medizinisches Notfallteam aufgestellt. Das Kinderhilfswerk UNICEF kündigte an, 20.000 Wasserreinigungstabletten nach Pedernales zu liefern. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wird in den nächsten 48 Stunden Menschen unterstützen, die ihre Häuser verloren haben. 900 Zelte, 15.000 Schlafmatten und Küchensets sowie 18.000 Insektizid-imprägnierte Moskitonetze, um das Risiko der Ausbreitung des Zikavirus zu begrenzen, sind auf dem Weg nach Ecuador.

Humanitäre Hilfe in Syrien muss ausgeweitet werden

09 16 2015Children14. April 2016 (UNRIC) – Am zweiten Tag der Friedensgespräche in Genf hat der UN-Sondergesandte Steffan de Mistura die Notwendigkeit betont, die humanitären Maßnahmen in Syrien zu verbessern. "Ich kann nicht leugnen, dass jeder in der Sitzung enttäuscht war", sagte er in Bezug auf ein Treffen mit der Arbeitsgruppe für humanitären Zugang, die Hilfsgüter in Syrien verteilen sollen. Es sei unbefriedigend, erklärte de Mistura, dass viele belagerte Gebiete immer noch nicht erreicht werden können. Nach Angaben des UN-Sondergesandten wurden im Januar und Februar zwar mehr als 6,8 Millionen Menschen mit Wasser versorgt und konnten Sanitäranlagen nutzen, dass "ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir trotzdem enttäuscht sind, insbesondere jetzt, da wir mit einer allmählichen Verbesserung rechnen". De Mistura fügte hinzu, dass die Arbeitsgruppe für humanitären Zugang nicht passiv handeln dürfe. 

Den Abwurf von Nahrungsmitteln in Deir ez-Zor beurteilte er äußerst positiv: "Das Welternährungsprogramm hat mehr als 55 Tonnen Nahrungsmittel über der Stadt abgeworfen." In Zukunft sei der Abwurf von Medikamenten geplant. Dies berge jedoch einige Probleme, da sie für militärische Zwecke missbraucht werden könnten.

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