Dienstag, 30 Mai 2017
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Schlagzeilen

Afrika: Generalsekretär Guterres fordert auf G7-Gipfel Investitionen in die Jugend

708188Guterres29. Mai 2017 - Auf dem Treffen der G7-Staaten hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres die Führungsmächte aufgefordert, in die Jugend zu investieren. Der Fokus solle dabei auf Investitionen in Bildung und Technologien in Afrika liegen.

Afrika habe die am schnellsten wachsende Jugendpopulation auf der Welt, die in Sachen Bildung und zukünftigen Berufen unterstützt werden müssen, fügte Guterres hinzu. Zudem müssen die Investitionen in die Jugend Bildung und Training für Mädchen und Frauen beinhalten.

Der Generalsekretär warnte die Staaten bei dem Zwei-Tages-Treffen im italienischen Taormina: „Ein Scheitern könnte dramatische Konsequenzen für das Wohlbefinden der Menschen in Afrika bedeuten. Hohe Jugendarbeitslosigkeit […] könne die Entwicklung aufhalten, zu Frustration und Entfremdung führen, was wiederrum eine Bedrohung für den globalen Frieden und die Sicherheit werden kann“.

Die Investitionen werden dabei helfen, die Nachhaltigen Entwicklungsziele und Afrikas sozioökonomischen Wandel, bekannt als Agenda 2063, zu erreichen.

Syrien: UN-Ermittler finden Beweise für Einsatz von Giftgas

722760Disarmament24. Mai 2017 – Eine Ermittlungsmission hat in Syrien Beweise für den Einsatz von Senf- und Sarin-Gas gefunden, erklärte die Hohe Repräsentantin für Abrüstungsangelegenheiten Izumi Nakamitsu.

„Der erneute Einsatz von Giftgas ist entsetzlich und kann nur als eine Verletzung der Grundsätze des Völkerrechts angesehen werden“, sagte Nakamitsu vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Organisation zur Verhinderung des Einsatzes chemischer Waffen (OPCW) setzte nach den Vorfällen in Um Hosh am 16. September 2016 und in Khan Shaykhoun am 04. April 2017 zwei Aufklärungsmissionen ein, die den möglichen Einsatz chemischer Waffen überprüfen sollten.

Die Ermittler führten Interviews, untersuchten Dokumente und entnahmen Blutproben. Aufgrund der vorherrschenden Sicherheitslage konnten sie allerdings nicht zu den mutmaßlichen Einsatzorten vordringen.

Izumi Nakamitsu betonte abschließend, dass derzeit alle gesammelten Materialien analysiert werden und das Ergebnis noch nicht endgültig sei.

Abschiedsrede von WHO-Chefin Chan: „Wir schwanken manchmal, aber wir geben niemals auf.“

05 22 2017MargaretChan23. Mai 2017 – In ihrer letzten Amtsrede hat die Chefin der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) Margaret Chan betont, wie wichtig es sei, der Zivilbevölkerung zuzuhören.

„Erinnert euch an die Menschen. Hinter jeder Zahl steckt eine Person, die unser Mitgefühl verdient, besonders wenn Leiden oder vorzeitiger Tod verhindert werden kann“, sagte Chan auf der 70. Weltgesundheitsversammlung in Genf. Es sei in der Verantwortung der Gesellschaft den „Menschen, die am meisten leiden, ein Gesicht und eine Stimme zu geben.“

Zudem wies sie auf das „enorme Potenzial von Impfstoffen“ hin, dass ausgeschöpft werden sollte. In Europa und Nordamerika wären die Masern vor kurzem niemals ausgebrochen, wenn mehr als 95 Prozent der Menschen geimpft gewesen wären.

Kritik, dass die WHO an Bedeutung verloren habe, wies Chan zurück. Sie führte an, dass dank guter Zusammenarbeit die Preise für neue Medikamente zur Heilung von Hepatitis C innerhalb von zwei Jahren gesunken sind, während es fast ein Jahrzehnt gedauert hat, um die Preise für die antiretrovirale Behandlung für HIV zu senken.

„Die Tatsache, dass im Jahr 2015 rund eine Billion Menschen kostenlos behandelt wurden, die sie vor Krankheiten schützen, hat wenig Einfluss auf die geopolitische Situation auf der Welt. Die Menschen, die geschützt werden, gehören zu den Ärmsten der Welt“, ergänzte Chan. Dies sei eine große Erfolgsgeschichte: „Wir schwanken manchmal, aber wir geben niemals auf.“

Chan gab jedoch auch Fehler seitens der WHO bei der Behandlung des Ebola-Ausbruchs 2014 zu: Das Virus sei kürzlich wieder in der Nähe der Grenze der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik ausgebrochen. Während die Organisation „schnelle Kurskorrekturen“ unternahm, um drei Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen und dazu beizutragen, den ersten Ebola-Impfstoff zu entwickeln, geschah der erneute Ausbruch. „Ich bin persönlich verantwortlich“, stellte sich Chan der Kritik. Die jährliche Weltgesundheitsversammlung, der 194 Länder angehören, wird darüber diskutieren, was aus dem erneuten Ausbruch, sowie in dem Umgang mit anderen Krankheiten gelernt werden kann.

Chans Nachfolger wird in Kürze vorgestellt.

Tausende Flüchtlinge von den Vereinten Nationen aus Mittelmeer gerettet

05 19 2017Mediterranean22. Mai 2017 – Die Internationale Organisation für Migration der Vereinten Nationen (IOM) hat rund 3000 Flüchtlinge gerettet, die das Mittelmeer überqueren wollten.

„Am 18. Mai wurden 2139 Flüchtlinge bei verschiedenen IOM-Einsätzen aus dem Mittelmeer gerettet. Zusätzlich haben wir Kenntnis von rund 500 geretteten Personen aus libyschen Gewässern", berichtete IOM-Sprecher Joel Millman in Rom.

Das IOM-Büro in Libyen gab bekannt, dass in den letzten Tagen die Überreste von sechs Flüchtlingen an verschiedenen Stellen der libyschen Küste gefunden wurden. Millman merkte jedoch an, dass einige von ihnen auch früheren Schiffbrüchen erlegen sein könnten. Dies versuche die IOM derzeit herauszufinden. Ob es weitere Opfer gebe, sei allerdings noch nicht bekannt.

UNICEF-Bericht: Anzahl an unbegleiteten Flüchtlingskindern erreicht Rekordhoch

05 18 2017Macedonia19. Mai 2017 – Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) hat in einem neuen Bericht auf die Rekordanzahl an alleinreisenden Kindern hingewiesen. Mindestens 300 000 unbegleitete Kinder wurden zwischen 2015 und 2016 in rund 80 Ländern gezählt, heißt es in dem UNICEF-Bericht, der die Motivationen und Risiken solcher Reisen erfasst.

„Ein alleinreisendes Kind ist eines zu viel. Wir haben als Eltern versagt, sie zu beschützen“, sagte der stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektor Justin Forsyth. Auf ihrer Reise sind die Kinder oftmals auf Menschenschmuggler angewiesen, um ihr Ziel zu erreichen. „Skrupellose Schmuggler und Menschenhändler nutzen die Verletzlichkeit der Kinder aus, helfen ihnen die Grenzen zu überqueren, nur um sie dann in Sklaverei und Zwangsprostitution zu verkaufen“, so Forsyth.

UNICEF legte im Hinblick auf den nächste Woche in Italien stattfindenden G7-Gipfel einen 6-Punkte-Plan vor, der die Entwicklungen stoppen soll:

1. Schützt Flüchtlingskinder und Migranten, besonders unbegleitete Kinder, vor Ausbeutung und Gewalt.
2. Beendet Inhaftierungen von Kindern, die einen Flüchtlingsstatus ersuchen, mittels einer Reihe praktischer Alternativen.
3. Haltet die Familien zum Schutz der Kinder zusammen und gebt ihnen einen rechtmäßigen Status.
4. Haltet alle Flüchtlings-und Migrantenkinder zum Lernen an und ermöglicht ihnen Zugang zu Gesundheits- und anderen Systemen.
5. Leitet Maßnahmen gegen die Ursachen von Massenwanderungen von Flüchtlingen und Migranten ein.
6. Unterstützt Maßnahmen die Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung in Transit- und Zielländern bekämpfen.

„Diese Kinder brauchen Regierungen auf der ganzen Welt, die sich dazu verpflichten, ihre Sicherheit während der Reisen zu gewährleisten. Die G7-Staaten sollten die Ersten sein, die unseren 6-Punkte-Plan unterzeichnen“, forderte Forsyth abschließend.

23. Weltklimakonferenz in Bonn: Vorbereitungen sind auf einem guten Weg

DAF BjiUMAEdaq .jpg large19. Mai 2017 – Am letzten Tag der Vorbereitungskonferenz zur 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) haben sich Vertreter des UN-Klimasekretariats (UNFCCC), der Bundesregierung und der Regierung Fidschis, die die Präsidentschaft übernimmt, zufrieden gezeigt.

"Es ist klar geworden, dass weiterhin der Wunsch besteht, die Dynamik des Pariser Abkommens aufrecht zu erhalten und es umzusetzen“, so die Botschafterin Fidjis und Chefunterhändlerin der COP23-Präsidentschaft, Nazhat Shemeem Khan, auf der abschließenden Pressekonferenz.

Um eine erfolgreiche Konferenz zu ermöglichen, bedarf es einer engen Zusammenarbeit aller Akteure. „Wir sind fest entschlossen, starke positive Ergebnisse zu erzielen, die den Klimaschutz weltweit voranbringen“, sagte UNFCCC-Exekutivsekretärin Patricia Espinosa.

Im Hinblick auf die anstehende COP 23 erklärte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium zudem: „Im Rahmen unserer G20-Präsidentschaft bemühen wir uns, die Umsetzung des Pariser Abkommens voranzutreiben und konzentrieren uns dabei ganz besonders auf die verletzlichen kleinen Inselstaaten.“

Um das übergeordnete Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sollen die im Zusammenhang mit der Konferenz erzeugten Treibhausgasemissionen, soweit möglich, reduziert werden. Unvermeidbare Emissionen werden unter anderem durch die UN-Initiative Climate Neutral Now ausgeglichen. Hierzu gehören Emissionen aufgrund von Reise- und Anfahrtswegen, die den größten Anteil an der Gesamtbilanz ausmachen.

UN-Studie: Jeder Dritte Jugendliche in Europa ist übergewichtig

17 5 17obese18. Mai 2017 – Die Gesundheitsagentur der Vereinten Nationen hat eine neue Studie zu Adipositas (Fettleibigkeit) am Europäischen Kongress in Portugal vorgestellt, die eine steigende Anzahl an übergewichtigen Jugendlichen in vielen Ländern Europas feststellt.

„Trotz stetiger Bemühungen, die Kindesfettleibigkeit zu bekämpfen, ist immer noch jeder dritte Jugendliche in Europa übergewichtig oder fettleibig, mit den höchsten Zahlen in Südeuropa und den Mittelmeerländern“, so Dr. Zsuzsanna Jakab, Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation für Europa. Besonders besorgniserregend ist, dass sich die Krankheit auch in osteuropäischen Ländern, in denen die Zahlen bislang immer geringer waren, weiter verbreitet.

Kinderfettleibigkeit ist nach Angaben der Studie, derzeit eines der größten öffentlichen Gesundheitsproblematiken des 21. Jahrhunderts. Weltweit ist jeder Zehnte im Alter von 5 bis 17 Jahren übergewichtig oder fettleibig. „Die Hauptursachen von Übergewicht und Fettleibigkeit können auf die energiebezogenen Verhaltensweisen zurückgeführt werden – körperliche Aktivität, sesshaftes Verhalten, Essverhalten und Schlaf -, die zu einem Energieungleichgewicht zwischen Kalorienzufuhr und Energieaufwand beitragen“, heißt es in der Studie.

Die Studie unterstreicht zudem: „Die meisten jungen Menschen werden von der Krankheit nicht geheilt, denn: über vier von fünf Jugendlichen, die fettleibig sind, werden auch als Erwachsener Gewichtsprobleme haben“. Jakab rief die Länder zu Maßnahmen auf, um den Anstieg von Kinderfettleibigkeit zu stoppen: „Regierungen müssen Maßnahmen ergreifen und diesen Kreislauf, von der Kindheit zur Jugend und darüber hinaus, durchbrechen".

Durch Fettleibigkeit erhöht sich das Risiko von Diabetes Typ 2-, Bluthochdruck-, Schlafapnoe- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem vermindert es die Lebensqualität der Jugendlichen und ist verbunden mit diversen emotionalen - und Verhaltensproblemen.

UN-Generalsekretär fordert engere Zusammenarbeit zwischen EU und UN

DABloB2XcAA8bjP.png large17. Mai 2017 - UN-Generalsekretär António Guterres hat die Europäische Union und die Vereinten Nationen dazu aufgerufen, die beispiellosen Herausforderungen, denen sich die Weltgemeinschaft gegenüber sieht, gemeinsam anzugehen.

Während seiner Rede im Europaparlament in Straßburg am heutigen Mittwoch bedankte sich der Generalsekretär für das starke Bekenntnis der EU zum Multilateralismus. Insbesondere verwies er dabei auf die Unterstützung der EU für die Konflikte und Krisen in Libyen, Somalia, Mali sowie der Zentralafrikanischen Republik.

„Der Beitrag Europas ist absolut essentiell für ein effektives Arbeiten der UN“, so der Generalsekretär gegenüber den EU-Abgeordneten.

In seiner Ansprache skizzierte er eine Reihe zentraler Herausforderungen, die der Kooperation zwischen der Europäischen Union und den Vereinten Nationen bedürfen. Dazu gehören die internationale Konflikt-lösung und -prävention, die Bildung einer stärkeren Koalition für Menschenrechte, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sowie der Kampf gegen die wachsende Ungleichheit im Rahmen der Globalisierung.

Während seiner häufig von Applaus unterbrochenen Rede kam der Portugiese auch auf das schwierige Thema der Migration zu sprechen und forderte politisches, soziales und kulturelles Engagement für die Schaffung inklusiver Gesellschaften zu nutzen.

„Diversität ist eine Bereicherung, keine Gefahr“, betonte Guterres und fügte hinzu, dass Diversität nicht automatisch eine Quelle für Frieden und Verständnis sei. Als Europäer verwies der Generalsekretär dabei auf die großen intellektuellen Errungenschaften während des „Zeitalters der Vernunft“ im 18. Jahrhundert. „Die Werte der Aufklärung sind der bedeutendste Beitrag Europas zur Zivilisation der Welt“, sagte Guterres und forderte die EU-Staaten dazu auf, Prinzipien der Aufklärung wie Toleranz und Vernunft zu unterstützen.

 Die vollständige Rede des Generalsekretärs gibt es hier.

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