Freitag, 19 September 2014
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Schlagzeilen

UN erklären Ebola-Ausbruch zur „Bedrohung von Frieden und Sicherheit“

UN health missionIn einer ersten Dringlichkeitssitzung zur Ebolakrise hat der Sicherheitsrat den Ebola-Ausbruch in Westafrika als eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit definiert. Generalsekretär Ban Ki-moon verkündete, dass die Vereinten Nationen eine neue Mission einrichten, um die Krankheit zu bekämpfen.

„Diese internationale Mission, die United Nations Mission for Ebola Emergeny Response oder kurz UNMEER heißen wird, hat fünf Prioritäten: den Ausbruch stoppen, die Infizierten behandeln, eine lebensnotwendige Grundversorgung sicherstellen, Stabilität erhalten und weitere Ausbrüche verhindern.", so Generalsekretär Ban vor dem Sicherheitsrat. Er hob hervor, dass die Effektivität der Mission abhängig sei von der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

Der Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution angenommen, die den Ebola-Ausbruch als Bedrohung von Frieden und Sicherheit definiert. Der Generalsekretär betonte: „Die Strafe für Untätigkeit ist hoch. Wir müssen den Ausbruch überholen und uns dann umdrehen, um ihm mit all unserer Energie und Stärke entgegenzutreten."

22 Millionen Vertriebene aufgrund von Naturkatastrophen im Jahr 2013

Natural DisasterDer von den Vereinten Nationen geförderte Bericht „Global Estimates 2014: people displaced by disasters" zeigt, dass im Jahr 2013 22 Millionen Menschen weltweit durch Katastrophen gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen.

Der stellvertretende Generalsekretär Jan Eliasson bezeichnete den Report als „ sehr zeitgemäß", da er die Notwendigkeit von Frühwarnsystemen und Evakuierungsplänen in der heutigen Zeit zunehmender Klimakatastrophen aufzeige.

„Während wir uns auf den Klimagipfel kommende Woche vorbereiten, zeigen die verheerenden Auswirkungen von Katastrophen und die daraus resultierende massive Vertreibung, die Notwendigkeit für starke und entscheidungsfreudige Handlungen. Nur so können wir der katastrophalen Bedrohung durch den Klimawandel begegnen.", sagte Eliasson.

Das Risiko durch Katastrophen vertrieben zu werden, hat sich in den letzten vier Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Als Grund wird in dem Report unter anderem die zunehmende Verstädterung, insbesondere in gefährdeten Ländern, angeführt. 2013 war Asien mit 19 Millionen Vertriebenen am stärksten betroffen.

Ban begrüßt US-Unterstützung bei Ebola Bekämpfung

UN-Ebola WHOGeneralsekretär Ban Ki-moon wird gemeinsam mit der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates am 18. September einen internationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Ebola vorstellen.

„Mit jedem Tag den wir verstreichen lassen werden die Kosten und das Leid exponential wachsen", so der Generalsekretär. In einer Erklärung forderte er die internationale Gemeinschaft dazu auf, im Zuge der Krise so mutig und entschlossen zu reagieren, wie diejenigen, die diese Krankheit vor Ort bekämpfen.

„Dies ist nicht nur eine Gesundheitskrise; die schweren humanitären, ökonomischen und sozialen Folgen können weit über die betroffenen Staaten hinaus reichen", so Ban bei einer Pressekonferenz in New York.

Die Vereinten Nationen und die WHO begrüßen die Pläne der US-Regierung, die bereits vor dieser Sitzung angekündigt hat, ihre Unterstützung im globalen Kampf gegen Ebola zu verstärken.

In den hauptsächlich betroffenen Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone sind laut neuesten Zahlen der WHO bereits 4.963 Ebola Fälle und 2.453 Todesfälle gemeldet worden. In Nigeria gab es bereits 21 Ausbruchsfälle und acht Tote. In Senegal ist bisher ein Fall bekannt.

Neue Agenda für Entwicklung nach 2015 im Mittelpunkt der UN-Generalversammlung

General AssemblyDer neue Präsident der Generalversammlung, Sam Kahamba Kutesa, hat bei der heutigen 69. Sitzung der Generalversammlung in seiner Eröffnungsrede betont, dass er eine historische Chance sieht, eine Entwicklungsagenda ab 2015 zu entwickeln. Diese Agenda soll die Ziele der ursprünglich bis 2014 ausgelegten Milleniums-Entwicklungsziele aufgreifen und weiterentwickeln.

Zum Thema der diesjährigen Generaldebatte erklärte der Vorsitzende daher die „Entwicklung einer transformativen Post-2015 Entwicklungsagenda", mit dem Ziel Armut und Hunger zu bekämpfen und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.

UN-Generalsekretär Ban betonte die Notwendigkeit die Verwirklichung der Milleniumsziele voranzutreiben und eine Entwicklungsagenda auf den Weg zu bringen, um extreme Armut in den nächsten 15 Jahren zu beseitigen.

In den letzten Monaten haben sich zudem neue Herausforderungen für Frieden und Sicherheit in der Welt ergeben, derer sich die Generalversammlung annehmen muss. Sei es die unerwartete und noch nicht unter Kontrolle gebrachte Ebola-Epidemie in West-Afrika oder die terroristischen Akte im Irak und in Syrien.

Generalsekretär Ban bezeichnete die 69. Zusammenkunft der Generalversammlung als die „folgenreichste einer Generation und für eine Generation".

Generalsekretär Ban ernennt Leonardo DiCaprio zum UN Friedensbotschafter

UN-Generalsekretär Ban Ki-moonGeneralsekretär Ban Ki-moon hat Leonardo DiCaprio zum neuen UN-Friedensbotschafter ernannt. Ein spezieller Fokus des Schauspielers soll auf dem Klimawandel liegen.

„Leonardo DiCaprio ist eine glaubwürdige Stimme der Umweltbewegung und kann durch seinen Bekanntheitsgrad diese Botschaft weltweit verbreiten", so Generalsekretär Ban.

DiCaprio, der 1998 bereits eine eigene Stiftung zum Schutz der Umwelt gegründet hat, betonte: „Wie wir auf auf die Klimakrise in den kommenden Jahren reagieren, wird wahrscheinlich das Schicksal der Menschheit und unseres Planeten bestimmen.".

Der Generalsekretär hat den Schauspieler darüber hinaus zum UN Klimagipfel eingeladen. Vertreter von Regierungen, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft kommen am 23. September in New York zusammen, um gemeinsam über Initiativen zum Kampf gegen die globale Erwärmung und den Klimawandel zu beraten.

Mali: Ban verurteilt Angriff auf UN-Stabilisierungsmission

01-23-2014MINUSMA MaliUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den jüngsten Angriff auf ein Militärfahrzeug der UN-Stabilisierungsmission in Mali (MINUSMA) scharf verurteilt. Ein Peacekeeper war bei dem Anschlag am Sonntag ums Leben gekommen, vier weitere Soldaten wurden verletzt.

Die Sicherheitslage in Mali hat sich seit Anfang des Jahres merklich verschlechtert. Bereits Anfang September war es in der Kidal-Region des Landes zu einem tödlichen Angriff auf UN-Blauhelmsoldaten gekommen.

„Diese Attacken werden nichts an der Entschlossenheit der Vereinten Nationen ändern, die Menschen in Mali bei ihrer Suche nach Frieden zu unterstützen“, so Ban in einem von seinem Sprecher verbreiteten Statement.

UN richten Krisenzentrum im Kampf gegen Ebola ein

598707Die Vereinten Nationen haben in New York ein Krisenzentrum zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie eingerichtet. „Was als Gesundheits-Notsituation begonnen hat, entwickelt sich gerade zur sozialen und wirtschaftlichen Herausforderung für Millionen von Menschen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York nach einem Gespräch unter anderem mit Vertretern der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Weltbank. „Wir mobilisieren auf allen möglichen Wegen. Heute schicken wir gemeinsam einen internationalen Notruf raus", sagte Ban. „Das Ziel ist, die Ausbreitung von Ebola in den betroffenen Ländern in den kommenden sechs bis neun Monaten zu stoppen und die internationale Ausbreitung des Virus zu verhindern.

UN-Nahrungsmittelhilfe stößt an Grenzen

579419Mit fünf humanitären Katastrophen zur gleichen Zeit ist das UN-Welternährungsprogramm aufs Äußerste gefordert. Über zehn Millionen Menschen werden bereits unterstützt. Die Mittel werden knapp, doch die Menschen spenden nur wenig bei Krisen und Konflikten. Krieg in Syrien, Kämpfe in Irak, in der zentralafrikanischen Republik, im Südsudan und dazu noch der Ebola-Ausbruch in Westafrika. Mitten in all diesen Krisenherden sind Millionen Menschen auf der Flucht, leben in prekären Verhältnissen und hungern. «Es sind fünf humanitäre Katastrophen zur gleichen Zeit, das gab es noch nie», sot Ralf Südhoff, Sprecher des UN-Welternährungsprogramms (WFP). Laut Südhoff unterstützt allein das WFP zurzeit über zehn Millionen Menschen. Bei vier der fünf Krisen handle es sich um Konflikte oder Krieg. Entsprechend schwierig sei vielfach der Zugang zu den Bedürftigen auch wegen der Sicherheitslage. Luftbrücken seien zwar ein gutes Mittel, aber auch sehr teuer. Die eigentlich grössere Herausforderung seien momentan aber die Ressourcen, betont der WFP-Sprecher: Für Krisen und Konflikte werde leider nur sehr wenig gespendet, obwohl Millionen von Menschen erreicht würden. Allein in Syrien seien es täglich vier Millionen Bedürftige, so viele wie noch nie: «Weil das Geld ausgeht, müssen vermutlich noch im September die Nahrungsrationen für syrische Flüchtlinge gekürzt werden.» Die aktuelle Grosskrisenlage bedeutet aber auch Abstriche bei den Aktivitäten der UN-Welternährungshilfe in anderen Regionen, etwa in den Dürregebieten Zentralamerikas. Wenn nicht mehr Spenden eingingen, müssten beispielsweise die Programme zur Verhinderung von Dürren gestoppt werden, sagt Südhoff.

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