Freitag, 28 November 2014
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Schlagzeilen

FAO entwickelt neues Programm zur Krisenprävention

FAO-riceDie Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat sich mit Partnerorganisationen zusammengetan um ein neues Datenverarbeitungsprogramm zu entwickeln. Dieses soll Regierungen, Entwicklungs- sowie Hilfsorganisationen in ihren Bemühungen unterstützen, Krisen zu verhindern und auf diese zu reagieren.

In einer Pressemitteilung verkündete die FAO die Zusammenarbeit von mehr als 15 verschiedenen Einheiten und führte den neuen Index zum Risikomanagement (InfoRM) ein. Der InfoRM-Index wurde entwickelt um dabei zu helfen, herauszufinden, wo und warum Krisen am wahrscheinlichsten auftreten. Dabei wird auf Daten der FAO und verschiedener Organisationen sowie akademischer Institutionen zurückgegriffen. Aktuell umfasst der Index 191 Staaten.

Jedes Jahr werden Millionen Menschen, die von der Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft oder Fischerei leben, mit Dürren, Überflutungen, Pflanzen- oder Tierkrankheiten und Konflikten konfrontiert. Solche Krisen entziehen den Gemeinschaften nicht nur ihre Lebensgrundlage, sondern bedrohen auch die Nahrungsmittelproduktion und damit die Ernährungssicherheit ganzer Regionen oder Nationen.

Libyen: UN-Sicherheitsrat droht mit Sanktionen

LibyaDer UN-Sicherheitsrat hat seine tiefe Besorgnis angesichts der Verschlechterung der Lage in Libyen und den Auswirkungen auf den Frieden und die Sicherheitslage der gesamten Region geäußert und mit möglichen Sanktionen gedroht.

In einer Pressemitteilung verurteilte der Sicherheitsrat die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen und den Einsatz von Gewalt gegen Zivilisten und zivile Institutionen und bezog sich dabei auf die Resolution 2174 vom August. Sie seien bereit Sanktionen gegen die zu erlassen, „die Libyens Frieden Stabilität oder Sicherheit bedrohen und die erfolgreiche politische Transformation des Landes unterminieren oder behindern". Zugleich betonte der Sicherheitsrat, dass es keine militärische Lösung der aktuelle Krise geben könne.

Seit den Protesten in Libyen 2011 die zum Sturz von Muammar al-Qadhafi führten, hat die Gewalt zwischen bewaffneten Gruppen zu einer humanitären Krise in dem nordafrikanischen Land geführt. Der UNHCR geht von 393.4000 Menschen aus, die alleine seit Mai aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Jede zweite 15-Jährige wird sexuell missbraucht

443583Ein Drittel der jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren erleidet Gewalt, die vom Ehemann oder vom Partner ausgeht. Weltweit werden nach UN-Angaben fast die Hälfte der Mädchen unter 15 Jahren Opfer von sexuellen Übergriffen. Anlässlich des Internationalen Tages zur Eliminierung der Gewalt gegen Frauen am 25. November appellierte die UN an die Parlamente in aller Welt, dass sie Gesetze erlassen, welche die Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen eindämmt. 

25 Jahre Kinderrechtskonvention: UN fordert stärkere Einbeziehung junger Menschen

UNicef2Der Ausschuss zur Überwachung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen hat, anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kinderrechtskonvention, dazu aufgerufen, Kinder und Jugendliche aktiv mit einzubeziehen.

„Lassen Sie uns aufhören, jungen Menschen zu „gestatten" aktiv teilzuhaben, es ist ihr Recht. Darüber hinaus können Probleme der Kinder besser angegangen werden, wenn ihre Sichtweise mit einbezogen wird.", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Ausschusses und des Büros des Hohen Menschenrechtskommissars der Vereinten Nationen.

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 durch die UN Generalversammlung angenommen und bis heute von 194 Staaten unterzeichnet. Ergänzt wird es durch zwei Fakultativprotokolle. Mit diesem Übereinkommen wurden zum ersten Mal spezifische Rechte der Kinder definiert. Überwacht wird die Umsetzung des Übereinkommens von 18 unabhängigen Experten.

Generalsekretär fordert Aufklärung der Vergewaltigungsvorwürfe in Darfur

Tabit DarfurUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die sudanesische Regierung dazu aufgefordert, Ermittlern Zugang zur Stadt Tabit im Norden Darfurs zu ermöglichen, um die jüngsten Berichte von Massenvergewaltigungen aufzuklären.

Anfang November gab es Berichte über Vergewaltigungen von bis zu 200 Frauen und Mädchen in Tabit. Die Aufklärung der Vorwürfe gestaltet sich jedoch schwierig. Einem Team der gemeinsamen Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union, UNAMID, wurde der Zutritt zur Stadt verwehrt.

„Nur eine umfassende Untersuchung durch UNAMID-Mitarbeiter kann diese ernsten Vorwürfe und Berichte verifizieren.", so Generalsekretär Ban.

Generalsekretär ruft am Internationalen Tag der Toleranz dazu auf, Menschen vor Verfolgung zu schützen

toleranceAnlässlich des Internationalen Tages der Toleranz hat Generalsekretär Ban Ki-moon die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, Menschen vor Verfolgung zu beschützen und Toleranz zu fördern, unabhängig von Nationalität, Religion, Sprache, Ethnie, Sexualität oder anderer Unterscheidungsmerkmale.


„Wir leben in einer Ära des zunehmenden gewaltsamen Extremismus, Radikalismus und sich ausbreitender Konflikte, welche durch eine fundamentale Missachtung des menschlichen Lebens geprägt sind.", so Generalsekretär Ban in seinem Statement zum Internationalen Tag der Toleranz. Auch demokratische und friedvolle Gesellschaften seien nicht immun gegenüber Vorurteilen und Gewalt.


Die Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, betonte in Anlehnung an diese Äußerungen, dass Toleranz heute relevanter denn je sei.


„Wir lernen durch Toleranz die universellen Werte, die uns verbinden mit den Unterschieden, von denen wir so viel lernen, zu vereinen und zu erkennen, dass wir andere Menschen brauchen, mit all ihren Unterschieden, damit wir ganz wir selbst sein können.", so Bokova.


Toleranz ist ein Kernprinzip der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auch die UNESCO wird von der Überzeugung geleitet, dass dauerhafter Frieden in den Köpfen der Menschen beginnt, indem Prinzipien der Toleranz, des Dialogs und der Kooperation gefördert werden.

UN-Generalsekretär Ban diskutiert am Rande des G20-Gipfels über dringende Probleme der Weltgemeinschaft

Ban G20UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich am Rande des G20-Gipfels in Australien mit hochrangigen EU-Politikern und dem türkischen Ministerpräsidenten getroffen, um über die andauernde Ukrainekrise, den Ebola-Ausbruch, den Klimawandel und die Bedrohung durch den „Islamischen Staat" (IS) zu sprechen.


Er traf sich zu Gesprächen mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Herman van Rompuy sowie dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Der UN-Generalsekretär unterstrich die Notwendigkeit einer politischen Lösung des Ukraine-Konfliktes. Bei den Gesprächen dankte er der EU außerdem für ihren Einsatz in der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs und für die Unterstützung der betroffenen Staaten. Er begrüßte die jüngste Entscheidung, Treibhausgasemissionen weiter reduzieren zu wollen und betonte die Führungsrolle der Europäischen Union im Bereich Klimawandel.


Mit dem türkischen Ministerpräsidenten, Ahmet Davutoğlu, sprach der Generalsekretär über die Prioritäten des anstehenden Vorsitzes des G20-Gipfels der Türkei sowie über die Syrienkrise, die Bedrohung durch den IS und die Hilfe der Türkei für Flüchtlinge in der Region.

Stellvertretender UN-Generalsekretär Jan Eliasson besucht Deutschland

581335Der stellvertetende UN-Generalsekretär Jan Eliasson wird vom 10. November bis zum 12. November zu einem Deutschland-Besuch erwartet. In Berlin wird er Gespräche mit führenden Vertretern des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung führen. Auf Einladung der Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung wird Eliasson am 11. November an der Humboldt-Universität die Willy Brandt Vorlesung 2014 halten. Dabei wird er über die globalen Herausforderungen für die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten sprechen. Bei seinem Berlin-Besuch wird Eliasson auch mit Wissenschaftlern der Stiftung Wissenschaft und Politik zusammenkommen, um über aktuelle tagespolitische Fragen zu diskutieren. Auf dem UN-Campus in Bonn wird er sich am 12. November mit den Leitern der Bonner UN-Organisationen und UN-Mitarbeitern austauschen und dabei auch das Gebäude des UN-Klimasekretariats besuchen. Der UN-Campus in Bonn beherbergt 18 verschiedene Sekretariate und Organisationen, die vor allem im Bereich Umwelt, Klima- und Naturschutz sowie Freiwilligenarbeit tätig sind; für eine nachhaltige Entwicklung weltweit. Dort arbeiten inzwischen rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt. Den Abschluss seines Deutschland-Aufenthalts bildet ein Gespräch mit dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch im Alten Rathaus. Dort wird sich Eliasson auch in das Gästebuch der Bundesstadt eintragen.

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Video von UNRIC und 7 billion others zum Internationalen Tag gegen Frauengewalt am 25. November 2014

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Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
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Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
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