Freitag, 24 Oktober 2014
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Schlagzeilen

Die Uhr tickt für Gaza: Generalsekretär bittet um schnelle Hilfe für den Wiederaufbau

Middle EastGeneralsekretär Ban Ki-moon hat dem Sicherheitsrat von seinem Besuch im Gazastreifen berichtet und darum gebeten, dass die zugesagten Hilfen für den Wiederaufbau schnell zur Verfügung gestellt werden.

"Die Uhr tickt. 414 Millionen Dollar werden für die humanitäre Soforthilfe benötigt, 1,2 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe und 2,4 Milliarden für den Wiederaufbau", so der Generalsekretär.

Aktuell sind mehr als 100.000 Menschen in Gaza obdachlos und mehr als 50.000 Menschen haben in Schulgebäuden der Vereinten Nationen Zuflucht gesucht. Viele haben keinen Zugang zum Wassernetzwerk. 18-stündige Stromausfälle sind an der Tagesordnung.

Wie bei der vorausgegangenen Geberkonferenz, betonte der Generalsekretär abermals, dass der Kreislauf aus Zerstörung und Wiederaufbau enden müsse: „Es kann nicht von der internationalen Gemeinschaft erwartet werden, dass sie die Scherben eines weiteren Krieges aufsammelt und dann die Rechnung übernimmt. Auf lange Sicht gesehen, kann dauerhafte Stabilität nur durch ein Friedensübereinkommen, welches zu einem unabhängigen palästinensischen Staat führt, erreicht werden".

Südsudan: UN-Mission errichtet neue Schutzzonen

UNMISSDie UN-Mission im Südsudan (UNMISS) hat neue Schutzgebiete für schätzungsweise 28.000 Binnenflüchtlinge in Juba, Malakal und Bor errichtet, um die Lebensbedingungen für die Flüchtlinge zu verbessern.

Insgesamt beschützt UNMISS mehr als 100.000 Zivilisten im Südsudan. UN-Mitarbeiter betonten, dass die Lebensbedingungen in diesen neuen Camps besser seien, aber immer noch improvisiert, temporär und kein guter Platz zum leben. Besonders in Bentio ist die Situation für die Flüchtlinge nach starken Regenfällen und Überflutungen der Camps sehr schlecht.

Die südsudanesische Regierung befindet sich seit Dezember im Krieg mit Rebellen, nachdem ein Konflikt zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und Anhängern des vorherigen Vizepräsidenten Riek Machar eskalierte.

UN-Report deckt alarmierenden Anstieg der verhängten Todesstrafen im Irak auf

prisonDie Hilfsmission der Vereinten Nationen für den Irak (UNAMI) und das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), haben einen gemeinsamen Report veröffentlicht, indem sie auf den eklatanten Anstieg der verhängten Todesstrafen im Irak hinweisen. Die Vereinten Nationen haben daraufhin die irakische Regierung aufgerufen, ein Moratorium für alle Todesstrafen zu verhängen.

„Die neue Regierung im Irak sieht sich mit vielen ernsten Sicherheitsherausforderungen konfrontiert, weshalb es dringender denn je ist, dass die Rechtstaatlichkeit in dem Land gestärkt wird.", so der Hohe Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein.

Der Report zeigt außerdem, dass die Exekutionen im Irak häufig als Gruppenexekutionen, mit bis zu 34 Todeskandidaten an einem Tag ausgeführt werden. Viele Verurteilungen folgten, dem Report zufolge, fragwürdigen Beweisen und Verfahren.

DR Kongo: Hoher Kommissar für Menschenrechte verurteilt die Regierungsentscheidung UN-Mitarbeiter auszuweisen

Zeid HusseinDer Hohe Kommissar für Menschenrechte der UN, Zeid Ra'ad Al Hussein, hat die Entscheidung der Regierung der Demokratischen Republik Kongo verurteilt, seinen Vertreter des Landes zu verweisen sowie anderes humanitäres Personal einuzschüchtern.

„Nicht nur wurde mein sehr erfahrener und respektierter Repräsentant im Kongo, Scott Campbell, des Landes verwiesen – auch zwei andere Mitarbeiter seines Teams wurden ernsthaft bedroht. Dies ist unakzeptabel.", so Zeid in einer Presseerklärung.

Die Entscheidung, Scott Campbell des Landes zu verweisen, folgte der Veröffentlichung eines UN-Reports, der schwere Menschenrechtsverletzungen durch kongolesische Sicherheitskräfte feststellte.

„Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo sollte die Ergebnisse des Reports nachverfolgen, um den Opfern Gerechtigkeit zukommen zu lassen, anstatt den Leiter des Teams zu bestrafen, welches den Report veröffentlicht hat.", so Zeid Ra'ad Al Hussein in seinem Statement.

Angola, Malaysia, Neuseeland, Spanien und Venezuela als nicht-ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates gewählt

Security Council -GA voteDie UN-Generalversammlung hat Angola, Malaysia, Neuseeland, Spanien und Venezuela in drei Wahlrunden zu den neuen nicht-ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates bestimmt. Ab dem 01. Januar 2015 werden sie dem Sicherheitsrat für zwei Jahre angehören.

Die fünf Sitze die 2014 zur Wahl standen, waren jeweils ein Sitz für die Afrikanische Gruppe (aktuell von Ruanda besetzt), für die Asien-Pazifik Gruppe (momentan von Südkorea besetzt), für die Lateinamerika Gruppe und die karibischen Staaten (momentan durch Argentinien vertreten) sowie zwei Sitze für Westeuropa und andere Staaten (derzeit durch Luxembourg und Australien besetzt). Litauen wird den Sitz für Osteuropa ein weiteres Jahr besetzten.

Die fünf ständigen Mitglieder, die über ein Veto-Recht verfügen, sind China, Frankreich, Russland, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika. Die nicht-ständigen Mitglieder, die wie Litauen bis Ende 2015 im Sicherheitsrat vertreten sein werden, sind die Republik Tschad, Chile, Jordanien und Nigeria.

Besuch im kriegsgebeutelten Gaza : Generalsekretär Ban zeigt sich tief betroffen

Secretary General visits GazaIn den vergangenen Tagen hat Generalsekretär Ban Ki-Moon Vertreter der palästinensischen und der israelischen Regierung getroffen und beide Seiten dazu aufgerufen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Zwei Tage nachdem bei einer Geberkonferenz 5,4 Milliarden Dollar zum Wiederaufbau im Gazastreifen bereitgestellt wurden, besuchte der Generalsekretär das kriegsgebeutelte Gebiet. Er traf Minister der Regierung der Nationalen Einheit, sprach mit Opfern des Konflikts, besuchte eine Schule und andere Orte, die im Zuge des Konflikts zerstört wurden, wie ein Fischereiprojekt des UN-Entwicklungsprogramms UNDP.

Der Generalsekretär sagte, er sei tief betroffen von der Zerstörung, die er in Gaza gesehen habe, aber es gäbe Zeichen der Hoffnung, wie das Übereinkommen zwischen Israel, den Vereinten Nationen und Palästina. Dieses Übereinkommen hat dazu geführt, dass erstmals wieder Baumaterialien nach Palästina geliefert werden konnten.

Nach seinem Besuch der Jabalia Schule, betonte Ban: „Es kann keinen Frieden im Nahen Osten geben, keine Sicherheit für Israel, während die Krise in Gaza anhält. Der Kreislauf von Aufbau und Zerstörung muss durchbrochen werden".

Sierra Leone: Starkes Gemeinschaftsengagement Schlüssel zur Bekämpfung von Ebola

UNDP GuineaDie Vereinten Nationen haben das Engagement und die Einbindung der Gesellschaft als zwingend nötig im Kampf gegen die Verbreitung von Ebola in Sierra Leone bezeichnet. Durch Gemeindeinitiativen in Kooperation mit der UN, wie der Verteilung von Hygienepaketen durch lokale Taxifahrer, konnten bereits bis zu 500.000 Menschen erreicht werden.


„Was wir hier in Freetown sehen, ist ein unglaublicher Sinn von Eigenverantwortung, der Herzen und Gedanken erfasst, im Kampf gegen diese verheerende Krankheit. Diese Bemühungen brauchen dringend Unterstützung und Verstärkung, um die Krise zu bewältigen.", so Magdy Martínez Solimán vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).


Sierra Leone befindet sich im Epizentrum des Ebola-Ausbruchs in West Afrika. Die Weltgesundheitsorganisation hat allein in Sierra Leone fast 1.000 Todesfälle und 2.950 Ansteckungsfälle gezählt. Neben der gesundheitlichen Bedrohung für die Menschen hat Ebola auch Folgen für die lokale Wirtschaft der betroffenen Staaten. So wurden beispielsweise in Sierra Leone fast alle Bars, Restaurants und Nachtclubs aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr geschlossen. Als Folge dessen musste die größte Brauerei des Landes ihre Produktion zurückfahren und 24.000 Menschen entlassen. Eine kleine Zahl verglichen mit der erwarteten Gesamtzahl an Arbeitsplatzverlusten im Zuge der Krise.

Südsudan: Regierung und UN-Sonderbeauftragte wollen sexuelle Gewalt bekämpfen

Zainab Bangura South SudanDie UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten, Zainab Hawa Bangura, hat darauf hingewiesen, dass sexuelle Gewalt den Konflikt im Südsudan dominiert und von allen Parteien ausgeht.


„Die Körper von Frauen und Kindern sind das Schlachtfeld dieses Konflikts. Die internationale Gemeinschaft kann nicht zulassen, dass Überlebende für sich selbst kämpfen müssen. Jetzt ist die Zeit, einzugreifen und den Menschen im Südsudan zu helfen, diese Gräueltaten zu beenden.", so Bangura.


Die UN-Sonderbeauftragte besuchte die Hauptstadt Bentiu, um mit Opfern sexueller Gewalt, Regierungsvertretern, UN-Mitarbeitern und dem lokalen Kommandeur der „Sudan People's Liberation Army" über konkrete Maßnahmen im Kampf gegen sexuelle Gewalt zu sprechen.

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Videobotschaft von Ban Ki-moon zum Tag der Vereinen Nationen am 24. Oktober 2014

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