Mittwoch, 27 Juli 2016
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Schlagzeilen

Weitere UN-Konferenz für Syrien im August geplant

671127Die Vereinten Nationen planen nach Angaben des Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, im August eine neue Syrien-Konferenz in Genf. "Die nächsten drei Wochen werden entscheidend sein", sagte der Diplomat. Er verwies darauf, dass es Fortschritte bei den Gesprächen von US-Außenminister John Kerry mit der russischen Führung gegeben habe. Die Genfer Friedensgespräche zwischen syrischer Regierung und Opposition sowie den Regionalmächten waren erfolglos abgebrochen worden. De Mistura warnte davor, dass die Menschen in der umkämpften Stadt Aleppo wieder von der Versorgung abgeschnitten werden könnten. Dies würde 300.000 Menschen betreffen. In Syrien tobt seit mehr als fünf Jahren ein Bürgerkrieg, der mit einem Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad begann, einem Verbündeten Russlands. Inmitten der Kämpfe gelang es der Extremistenmiliz Islamischer Staat, weite Teile des Landes wie auch des Iraks unter seine Kontrolle zu bringen.

Ban Ki Moon fordert rasches Handeln im Kampf gegen Aids

685060UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat von der internationalen Gemeinschaft schnelles und entschlossenes Handeln gefordert, um die Immunschwächekrankheit Aids bis 2030 zu besiegen. Mehr als die Hälfte der weltweit rund 37 Millionen HIV-Infizierten haben immer noch keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten, wie Ban während der Welt-Aids-Konferenz sagte. Derzeit bekommen Daten der Vereinten Nationen zufolge nur rund 17 Millionen Menschen Medikamente, die einen Ausbruch von Aids verhindern. Bis 2030 will die Weltgemeinschaft die Epidemie besiegen. «Als internationale Gemeinschaft müssen wir schnell und entschlossen Handeln, um die Ziele zu erreichen, die uns helfen werden, diese Epidemie endlich zu beenden», sagte Ban. Die nötigen Strategien dafür sind ein zentrales Thema der Welt-Aids-Konferenz. Die bis Freitag dauernde Tagung in der südafrikanischen Hafenstadt Durban bringt etwa 18 000 Forscher, Aktivisten und Regierungsvertreter aus rund 180 Ländern zusammen. Gegenwärtig infizieren sich jährlich noch rund 2,1 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Etwa 1,1 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen der Immunschwächekrankheit, vor allem in Afrika.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Anschlag in Nizza

685494Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Lastwagen-Anschlag in Nizza mit mehr als 80 Toten als «barbarischen und feigen terroristischen Anschlag» scharf verurteilt. In einer Erklärung in der Nacht teilte der Sicherheitsrat sein tiefes Mitgefühl für die Familien der Opfer mit. Ebenso kondolierte er der französischen Regierung. Man hoffe, dass die Täter der terroristischen Tat zur Rechenschaft gezogen würden, hieß es darin.

UNESCO Liste der gefährdeten Weltkulturerbe-Stätten um Stadt in Mali erweitert

07 13 2016OldTowns13. Juli 2016 – Der UNESCO-Auschuss, der für die Auflistung des Weltkulturerbes zuständig ist, hat die Stadt Djenné in Mali auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbe-Stättenhinzugefügt. Aufgrund der instabilen Lage in der Region könnte die Stadt nicht ausreichend geschützt werden. "Zurrzeit können weder Maßnahmen gegen den Verfall der Baukonstruktionen, noch gegen die Erosion der archäologischen Grabungsstätten unternommen werden", teilte die UNESCO mit. Der Ausschuss appelierte zudem an die internationale Gemeinschaft, Mali bei der Aufrechterhaltung und dem Schutz der Stadt zu unterstützen. Die 250 v.Chr. erbaute Stadt Djenné galt als Marktzentrum und wichtiger Umschlagplatz im Trans-Sahara Goldhandel. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Verbreitungszentrum des Islams. Die traditionellen Häuser, von denen bis zu 2.000 erhalten sind, wurden auf kleinen Hügeln zum Schutz vor saisonalen Überschwemmungen gebaut. Das Gebiet in der Niger-Delta Region in Zentral-Mali steht bereits seit 1988 auf der Liste des Weltkulturerbes der Vereinten Nationen.

Südsudan: Waffenstillstand hält an – UN fordert sichere Passage für geflohene Zivilisten

Tomping12. Juli 2016 – Die Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMISS) hat berichtet, dass der Waffenstillstand im Südsudan, abgesehen von gelegentlichen Schusswechseln, hält. Der Waffenstillstand wurde beschlossen, nachdem in der Hauptstadt Juba Kämpfe zwischen Soldaten der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und deren Opposition tagelang angehalten hatten. Dem UN-Menschenrechtsbüro zufolge seien seit dem 7. Juli mindestens 272 Menschen getötet worden; unter ihnen 33 Zivilisten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat derweil die umliegenden Länder dazu aufgerufen, ihre Grenzen offen zu lassen, damit Menschen, die aus Juba geflüchtet sind, diese passieren können. Ersten Schätzungen zufolge sind mindestens 36.000 Menschen durch die Kämpfe vertrieben worden und suchen nun in UNMISS Unterkünften im In- und Ausland Schutz. Die Missionsleiterin Ellen Margrethe Løj appellierte an die verschiedenen Konfliktparteien, sich an die Waffenruhe zu halten und diesen Befehl an alle Sicherheitskräfte weiterzugeben, sodass alle Soldaten in ihre Kasernen zurückkehren. UNMISS berichtete zudem, dass der Flughafen wieder geöffnet sei. Kommerzielle Flüge gebe es aber noch nicht. Ebenso konnten Friedenstruppen in Juba patroullieren. Trotz allem sei man sich sicher, so die Vertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte, Cécile Pouilly, “dass sich die menschenrechtliche Situation im Südsudan weiter verschlechtern wird.“

Syrien: UN-Luftbrücke bringt humanitäre Hilfe in den nordöstlichen Regierungsbezirk Al Hassakeh

syria11. Juli 2016 – Der erste Flug mit Hilfsgütern des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen hat die Region um Al Hassakeh im Nordosten Syriens am Wochenende erreicht. Das Gebiet, das von 275.000 Menschen bewohnt ist, war seit sechs Monaten von Nahrung und anderen Hilfsgütern abgeschnitten, da der Zugang am Boden seit mehr als zwei Jahren durch ISIL blockiert wird und die Grenzübergänge zu Nachbarsstaaten seit Angang 2016 geschlossen sind. “Die Luftversorgung bringt einen Schimmer der Hoffung für die Menschen in Al Hassakeh, die viel zu lange ohne das Nötigste auskommen mussten“, erklärte der Direktor des Welternährungsprogramms in Syrien, Jakob Kern. Eigentlich sei die Versorung durch die Luft nicht die erste Wahl, um Hilfe zu leisten, da sie sehr kostspielig sei. Doch da es keinen Zugang am Boden gebe, würden immer mehr dieser Luftoperationen geplant. So brachte das zuletzt geschickte Flugzeug rund 40 Tonnen Grundnahrungsmittel und ein spezielles Ernährungsprodukt für mangelernährte Kinder.

Sicherheitsrat fordert Ende der Kämpfe im Südsudan

media media 92817340 c154 44fd a0b7 f913d88d1446 normalized jpegDer Sicherheitsrat hat die Bürgerkriegsparteien im Südsudan zur sofortigen Einstellung der Kämpfe aufgefordert. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung stellten die 15 Ratsmitglieder außerdem die Aufstockung der Blauhelmmission in dem Land in Aussicht. Die anderen Länder in der Region müssten, wenn nötig, weitere Soldaten zur Verfügung zu stellen.Vor dem Ratstreffen hatte sich der britische UN-Botschafter Peter Wilson für ein Waffenembargo gegen den Südsudan eingesetzt, doch wurde das Thema nach Angaben von Diplomaten während der Beratungen nicht aufgegriffen. Auch der französische Botschafter François Delattre forderte, den Druck auf die Bürgerkriegsparteien zu erhöhen. Er warf ihnen "fehlenden politischen Willen" zur Lösung des Konflikts vor. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit waren am Wochenende in der südsudanesischen Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen, Vize-Präsident Riek Machar, ausgebrochen. Sie dauerten am Sonntag weiter an. Dabei geriet auch die UN-Mission unter Beschuss, ein chinesischer Blauhelmsoldat wurde getötet. Nach Angaben eines Rebellensprechers starben am Wochenende mehr als 150 Menschen.

Debatte um Ban Ki-moon Nachfolge live im TV

untitledZum ersten Mal werden zehn Kandidaten, die sich um das Amt des Generalsekretärs bewerben, live in einer Fernsehübertragung miteinander über die Herausforderungen und Chancen des Amts diskutieren. Die Debatte “Die Führung der Vereinten Nationen“ mit den Kandidaten für das Amt des UN-Generalsekretärs wird durch Al Jazeera am Dienstag, dem 12. Juli 2016 von 18 bis 21 Uhr (EST) live aus dem UN-Hauptsitz in New York gesendet. Zusätzlich wird das Event auch auf Youtube, Facebook, UNTV und UN Web TV live übertragen. Unter dem Hashtag #UNSGcandidates können zudem sämtliche Informationen abgerufen werden. “Nach monatelangen Bemühungen, den Auswahlprozess offener und transparenter zu gestalten, bietet dieses Event die letzte Möglichkeit, die Kandidaten anzuhören, bevor der Sicherheitsrat ab dem 21. Juli beraten wird“, erklärte der Präsident der Generalversammlung, Mogens Lykketoft.

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