Sonntag, 26 April 2015
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Schlagzeilen

Im Kampf gegen Ebola will die UN stärker mit Frauen und lokalen Gruppen zusammenarbeiten

EbolaIn Anbetracht der jüngsten Ebola-Statistiken haben die Vereinten Nationen eine Kampagne gestartet, die mehr Frauen und traditionelle Mediziner einbeziehen soll. Frauen sind durch die Krankheit stärker betroffen (56,7%) als Männer (43,3%). Die Kampagne soll Gemeinschaften motivieren, die Infektionsrate weiter einzudämmen.

WHO-Berichten zufolge gab es bisher mehr als 26.000 Ebola-Fälle in Guinea, Liberia und Sierra Leone, darunter 10.800 mit Todesfolge.

Ban Ki-moon: “Jugend bedeutet Hoffnung”

Ban Ki-moon, UN-Sicherheitsrat, JugendlicheUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats Jugendliche ermutigt, zu gegenseitigem Verständnis und globaler Stabilität beizutragen. Die 15 Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats diskutierten die Rolle der Jugendlichen im Kampf gegen Extremismus.

"Jugend hat ein großes Potenzial und ist der Schlüssel zu Friede und Sicherheit. Sie zahlen den höchsten Preis für Konflikte- sie verdienen es, bei den Lösungsstrategien mitzuwirken", betonte der UN-Generalsekretär. Gleichzeitig wies er auf Schwierigkeiten wie Jugendarbeitslosigkeit hin.

Der jordanische Kronprinz Al Hussein Bin Abdullah II, mit 20 Jahren der bisher jüngste Vorsitzende des Sicherheitsrats, warnte, dass Arbeitslosigkeit und Frustration die Jugendlichen in die Hände der Extremisten spielen könnten. Daher müsse man dringend mehr Bildungsmöglichkeiten und Jobperspektiven schaffen.

WHO: Mehr Fortschritt bei globalem Impfschutzprogramm nötig

Weltimpfwoche, WHODie Vereinten Nationen haben den mangelhaften Fortschritt bei den Impfzielen in vielen Ländern kritisiert. Laut WHO-Bericht bekommt eines von fünf Kindern nicht die lebenswichtigen Impfungen, die es braucht. Impfungen könnten jährlich 1,5 Millionen Todesfälle durch vermeidbare Krankheiten verhindern.

"Die internationale Gemeinschaft sollte konkrete Schritte unternehmen, um das weltweite Impfprogramm voranzubringen", forderte Dr. Flavia Bustreo, stellvertretende WHO-Generaldirektorin für die Gesundheit von Familien, Frauen und Kindern, kurz vor der Weltimpfwoche (24. - 30. April). Jean-Marie Okwo-Belé, Direktor des weltweiten Impfschutzprogramms der WHO, erklärte, die Organisation werde diejenigen Länder besonders unterstützen, die die Impfziele noch nicht erreicht haben.

Die WHO gab an, dass 2013 knapp 22 Millionen Kinder unzureichend gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten geimpft waren. Alle 194 Mitgliedsstaaten der WHO hatten 2012 dem globalen Impfprogramm zugestimmt, dennoch erreichen Schutzimpfungen in viele Ländern nur einen Bruchteil der Bevölkerung.

OCHA: Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer steigt

UNICEF, SomaliaUN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos hat bestürzt auf den Tod mehrerer UNICEF-Mitarbeiter in Somalia reagiert. Humanitäre Helfer der Vereinten Nationen befänden sich zunehmend im Visier von Terroristen.

„Der Respekt für die UN-Flagge ist verschwunden. Der Angriff auf die UNICEF-Mitarbeiter erinnert uns daran, welchen Gefahren humanitäre Helfer in Krisengebieten täglich ausgesetzt sind", sagte Amos.

Vier UNICEF-Mitglieder waren bei einem Anschlag in Somalia getötet worden, als eine Bombe neben ihrem Fahrzeug explodierte. Laut UN-Angaben steigt die Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer jährlich. 2013 waren 474 Helfer von Anschlägen betroffen.

UN-Generalversammlung debattiert über Strategien gegen Extremismus

Tolerance, Reconciliation, UN-GeneralversammlungHeute wird in New York eine zweitägige Konferenz für Toleranz und Freiheit fortgesetzt. Politiker und Religionsvertreter diskutieren Wege in eine sichere Gesellschaft.

Das UN-Gremium appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich stärker gegen Intoleranz und Radikalisierung einzusetzen. Dies sei im Hinblick auf extremistisch motivierte Gewalttaten und Terrorgruppen wie D'aesh, Al-Shabaab und Boko Haram besonders gefordert.

„Terroristische Attacken sind niemals gerechtfertigt. Wir verurteilen alle Manifestationen von Intoleranz, Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus, sowie alle Formen von Vorurteilen, Unterdrückung und Gewalt", so der Präsident der Generalversammlung, Sam Kutesa.

Armut und fehlende Bildung führe häufig zu Radikalisierung und Extremismus. Die Vereinten Nationen betonten, dass diese Ursachen stärker bekämpft werden müssen. „Extremismus ist ein globaler Test und unsere Antwort muss das Problem lösen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

UN: „EU-Flüchtlingspolitik kostet Leben“

Mittelmeer, FlüchtlingskatastropheIn Anbetracht der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hat UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, die Europäische Union ermahnt, ihre Flüchtlingspolitik zu ändern.

Um auf den steigenden Migrationsdruck zu reagieren, bedarf es „durchdachte, mutigere und weniger abgestumpfte Ansätze", appellierte Zeid. Der UN-Hochkommissar kritisierte Europas Asylpolitik und die fehlenden legalen Migrationsrouten. Er forderte einheitliche EU-Rettungskapazitäten im Mittelmeer.

Experten der Vereinten Nationen erklärten, dass die Unterdrückung illegaler Migration den Menschenschmuggel nicht verhindern könne. „Die EU muss innovativ handeln, um weitere Flüchtlingskatastrophen zu verhindern und Menschenleben zu retten", so François Crépeau, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte von Migranten.

Vier UN-Mitarbeiter in Somalia getötet

Garowe, Somalia, UNICEFDie Vereinten Nationen haben den gestrigen Anschlag in Somalia scharf verurteilt. Bei der Attacke auf ein UN-Fahrzeug kamen vier UNICEF-Mitarbeiter ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Mitarbeiter waren in einem UN-Minibus unterwegs, als eine Bombe am Straßenrand explodierte.

Die UN zeigte sich schockiert und erschüttert. „Unsere Kollegen haben ihre Leben den Kindern von Somalia gewidmet. Sie sind keine Opfer, sondern Helden", so Anthony Lake, UNICEF-Exekutivdirektor. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon betonte, dass sich die UN nicht von ihrer Mission abbringen lasse, weiter für Frieden und Stabilität in der Region zu arbeiten.

UNICEF ist seit 1972 in Somalia tätig. Das UN-Kinderhilfswerk setzt sich in dem Land vor allem für Wasserversorgung, Bildung und Ernährung ein. Der UN-Sicherheitsrat macht die islamistische Extremistengruppe Al-Shabaab für den Anschlag verantwortlich.

Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: UN fordert EU-Rettungsmissionen

Flüchtlingskatastrophe, LampedusaDas Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat angesichts des Schiffsunglücks im Mittelmeer verstärkte Maßnahmen gefordert, um weitere Katastrophen zu verhindern. „Wir brauchen dringend mehr Seenotrettungsmissionen und legale Routen, um nach Europa zu gelangen", teilte UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, mit. Die Europäische Union spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Ursachen des Flüchtlingsproblems.

Am 18. April war ein Flüchtlingsboot mit mehr als 700 Menschen an Bord, zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa, gekentert. Nach UN-Informationen handelt es sich um das „schlimmste Massensterben, das es jemals im Mittelmeer gegeben hat."

Italiens und Maltas Marine suchen am Unglücksort nach Überlebenden. Dennoch konnten laut UN-Angaben bislang nur 50 der rund 700 vermissten Flüchtlinge gerettet werden. UN-Berichten zufolge sind 2015 bereits 31.500 Migranten nach Italien und Griechenland geflohen. 1600 Menschen sind allein in diesem Jahr bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

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