Freitag, 30 September 2016
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Schlagzeilen

Syrien: Ban fordert UN-Sicherheitsrat auf, entscheidende Schritte gegen Angriffe auf Krankenhäuser und medizinisches Personal einzuleiten

Aleppo News29. September 2016 – Nach den zahlreichen Angriffen auf Krankenhäuser und Klinikpersonal in der syrischen Stadt Aleppo, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon den Sicherheitsrat dazu aufgerufen, entscheidende Schritte einzuleiten. Die bewussten Kriegsverbrechen sollten seiner Meinung nach umgehend beendet und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
"Nicht zu handeln, ist ein Affront gegen unsere Menschlichkeit. Es untergräbt die gesetzliche Verpflichtung der Staaten und das multilaterale System als Ganzes ", sagte Ban zu Beginn einer Debatte über Schutz- und Gesundheiteinrichtungen, die in bewaffneten Konflikten großen Gefahren ausgeliefert sind. Zwischen den Jahren 2014 und 2015 wurden bei mehr als 600 solcher Anschläge, fast 1000 Menschen getötet und über 1500 Menschen verletzt.

UN-Bericht: Große Mehrheit der Menschen lebt mit hoher Luftverschmutzung

09 27 2016Pollution28. September 2016 – Nach Angaben eines neuen Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 6,5 Millionen Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Außerdem leben 92 Prozent der Weltbevölkerung an Orten, an denen der empfohlene Grenzwert für schadstoffbelastete Luft deutlich überschritten werde. Dies stellt die WHO in einem neuen Bericht fest, der so detailreich wie nie zuvor den tödlichen Tribut der Luftverschmutzung aufzeigt.
"Schnelles Handeln um Luftverschmutzung zu bekämpfen kann nicht schnell genug kommen", sagte die Direktorin der WHO, Maria Neira, bei der Vorstellung des neuen Luftqualitätsmodells. Mit Hilfe interaktiver Karten kann in dem Modell durch die Helligkeit der Beleuchtung eingesehen werden, welche Gebiete der Erde über den Grenzwerten der WHO liegen. Aufgrund des stetigen Wachstums der Weltbevölkerung hat die Zahl der Menschen auf der Erde im vergangenen Jahr, 7,35 Milliarden erreicht.
"Es gibt Lösungen durch nachhaltigen Verkehr in Städten, die Abfallwirtschaft, die Möglichkeit Kraft-und Brennstoffe zu reinigen sowie erneuerbare Energien und industrielle Emissionsreduktionen", erklärte Neira. Fast 90 Prozent der Todesfälle ereignen sich in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen; darunter sind zwei von drei Vorfällen in Süd-Ost-Asien und den West-Pazifik-Regionen zu verzeichnen.

Historischer Friedensvertrag unterzeichnet: Ban verspricht Kolumbien Unterstützung durch die UNO

Frieden Kolumbien27. September 2016 – Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg hat sich die kolumbianische Regierung mit den Farc-Rebellen geeinigt und in Cartagena ein Friedensabkommen unterzeichnet.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete den Abschluss des Friedensvertrages als "das Ende einer Jahrzehnte andauernden Zeit der Flammen und das Auflodern einer hellen Fackel der Hoffnung, die die Welt erleuchtet." Tief bewegt, tausende Kolumbianer bei der Unterzeichnung des Abkommens zu sehen, sagte Ban, er fühle sich geehrt, bei den Feierlichkeiten dabei sein zu dürfen. Besonders freue er sich, dass die Menschen, die Hoffnung auf Frieden nie aufgegeben hätten.
Bereits seit 2012 haben alle Beteiligten in Havanna verhandelt. Dabei hatten Vermittler Vereinbarungen zu wichtigen Themen wie politischer Partizipation, Landrechten, illegalen Drogen, Rechten von Opfern und Unrechtsaufarbeitung erzielt. Schon im Mai kündigte die Regierung gemeinsam mit den linken Farc-Rebellen eine Vereinbarung an, Kindersoldaten aus ihrer Verantwortung zu befreien und sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Ferner kündigten die Beteiligten an, eine Gender-Unterkommission einzurichten, die die Stimme von Frauen in Friedensprozessen stärken soll. "Wir werden weiterhin unsere volle Unterstützung anbieten können, um die Menschenrechte zu stärken und die humanitären Herausforderungen zu meistern", sagte Ban und versprach damit weitere Hilfe durch die Vereinten Nationen.

Eliasson: Entwicklungsländer werden angestrebte Ziele für 2021 nicht ohne Hilfe erreichen

Entwicklungsländer26. September 2016 - Der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson hat davor gewarnt, dass die Entwicklungsländer ihre selbstgesetzten Ziele zu Wachstum und Produktivität für das Jahr 2021 voraussichtlich nicht ohne fremde Hilfe erreichen werden. Nur wenn der Fortschritt deutlich durch die Internationale Gemeinschaft beschleunigt werde, seien die Ziele des Istanbuler Abkommens bis zum festgelegten Datum noch zu realisieren.
"Strukturelle Zwänge, Naturkatastrophen, Pandemien, Konflikte, Post-Konfliktsituationen und der Klimawandel führen dazu, dass jeder Fortschritt untergraben wird", sagte Eliasson vor den Staats- und Regierungschefs der 48 am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Die sogenannten LDCs beheimaten mehr als 880 Millionen Menschen (etwa zwölf Prozent der Weltbevölkerung), können jedoch weniger als 2% des Welt-Bruttoinlandsproduktes aufweisen und nur 1% des globalen Handels mit Waren. "Die LDCs werden umfangreiche Unterstützung brauchen, um ihre Produktion zu diversifizieren, den Handel zu fördern und Entwicklungsgewinne von äußeren Einflüssen zu schützen", sagte Eliasson in der Sitzung der jährlichen Generaldebatte und rief die Geberländer der Generalversammlung dazu auf, ihre Versprechen zu erfüllen und mindestens 0,2% ihres Bruttonationaleinkommens für die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) der am wenigsten entwickelten Länder bereit zu stellen.

Ban Ki-moon vor der Generalversammlung: "Sie haben Blut an ihren Händen"

69290020. September 2016 - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat mehreren Staaten vorgeworfen, für den Krieg in Syrien die Verantwortung zu tragen. "Mächtige Schutzherren, die die Kriegsmaschine weiter füttern, haben auch Blut an ihren Händen", sagte Ban zum Auftakt der Generaldebatte in New York. Im Plenarsaal seien Vertreter von Regierungen anwesend, die Gräueltaten gegen das syrische Volk ignoriert, möglich gemacht, finanziert, sich daran beteiligt oder diese sogar selbst geplant und ausgeführt hätten. Den Angriff auf Lastwagen eines Hilfskonvois in Syrien bezeichnete Ban, der Ende des Jahres aus dem Amt scheidet, als widerlich. "Die Helfer, die dort lebensrettende Güter lieferten, waren Helden. Diejenigen, die sie bombardierten, waren Feiglinge." Bei dem Angriff in dem nordsyrischen Ort Orem al-Kubra waren am Montagabend mehr als 20 Zivilisten beim Entladen von Hilfsgütern getötet worden. Daraufhin hatten die UN angekündigt, vorerst keine Hilfskonvois mehr in das Land schicken zu wollen.

Ban forderte die Kriegsparteien in Syrien auf, zu den Verhandlungen zurückzukehren. Der Konflikt könne nicht militärisch gelöst werden. In Syrien wies man Bans Kritik zurück. Das Außenministerium teilte mit, die UN seien in der Ära des scheidenden Generalsekretärs von ihrer Rolle abgewichen, "gerechte Lösungen für internationale Probleme" zu finden. Das syrische Volk habe das Recht auf Selbstbestimmung und brauche Bans Rat nicht. Dessen Rede sei "extrem weit von den Regeln der UN-Charta abgewichen". In Bans Ära habe das internationale Gremium keinerlei Konflikte gelöst.
"Dient eurem Volk"

Den schon bei Bans Amtsantritt vor zehn Jahren akuten Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern bezeichnete der 72-jährige Südkoreaner als Wahnsinn. Die Chancen auf eine Zwei-Staaten-Lösung würden schwinden. Zudem gefährdeten die Atomtests Nordkoreas die internationale Sicherheit, während der Ukraine-Konflikt zu Spannungen in Europa geführt habe. "Dennoch bin ich nach zehn Jahren im Amt mehr als je zuvor davon überzeugt, dass wir die Macht haben, Kriege, Armut und Verfolgung zu beenden", sagte Ban.

Die Vertreter der 193 UN-Mitgliedstaaten forderte der Südkoreaner bei seiner letzten Generaldebatte auf, das Pariser Klimaschutzabkommen noch dieses Jahr in Kraft treten zu lassen. Dafür seien noch Ratifizierungen in 26 Ländern nötig, die gemeinsam 15 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes ausmachten. Ban lobte die Anstrengungen im Kampf für Frauenrechte und sagte, er sei stolz, sich selbst einen Feministen nennen zu können.

In seiner Rede warnte Ban auch davor, dass an zu vielen Orten auf der Welt Staatschef ihre Verfassungen umschrieben und Wahlen manipulierten, um ihre Macht zu erhalten. "Dient eurem Volk", forderte Ban. "Untergrabt die Demokratie nicht, stehlt nicht die Ressourcen eurer Länder, verhaftet und foltert eure Kritiker nicht."

UN-Gipfel: Staats- und Regierungschefs verabschieden Erklärung zum besseren Schutz von Flüchtlingen und Migranten

02 19 2016Children20. September 2016 – Die Staats- und Regierungschefs sind am Montag beim UN-Gipfel in New York zusammen gekommen, um gemeinsam Lösungen für die kritische Situation von Flüchtlingen und Migranten zu finden. Mit Verabschiedung der New Yorker Erklärung, sollen die Rechte von geflüchteten und vertriebenen Menschen besser geschützt, mehr Leben gerettet und die Verantwortung, für große Wanderungsbewegungen auf globaler Ebene, übernommen werden.
Neben dem Ziel, die aktuellen Probleme zu lösen, enthält die Vereinbarung außerdem das Vorhaben, die Welt auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und somit eine geordnete Migration bis zum Jahr 2018 zu sichern.
Darüber hinaus sollen folgende Punkte in der Zukunft erreicht werden:
- Der Schutz der Menschenrechte von allen Flüchtlingen und Migranten, unabhängig von ihrem Status. Dazu gehören auch die Rechte von Frauen und Mädchen und die Förderung ihrer gleichgestellten und sinnvollen Beteiligung daran, Lösungen zu finden;
- Die Versicherung, dass alle Flüchtlings- und Migrantenkinder, innerhalb von wenigen Monaten nach Ankunft, eine Ausbildung erhalten;
- Die Vorbeugung und Reaktion auf sexuelle und geschlechtsbezogener Gewalt;
- Die Unterstützung für Länder mit einer großen Zahl an Flüchtlingen und Migranten;
- Ein neues Zuhause für alle Flüchtlinge zu finden, die bei dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) registriert sind. Außerdem sollen die Möglichkeiten für Flüchtlinge in anderen Ländern erweitert werden;
- Stärkung der globalen Steuerung der Migration durch die Aufnahme der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in das UN-System.

Jesidin Nadia Murad zur UN-Sonderbotschafterin ernannt

Nadia Murad 67890519. September 2016 - Die Vereinten Nationen haben die ehemalige IS-Gefangene Nadia Murad zur Sonderbotschafterin für Opfer des Menschenhandels ernannt. Die Irakerin war 19 Jahre alt, als ihre gesamte Familie von IS-Kämpfern verschleppt und ermordet wurde. Sie verlor 44 Angehörige.
“In der Nacht vom 3. August veränderte sich alles. Der IS kam, um zu kidnappen, zu morden und zu vergewaltigen. Das war ein Genozid. Innerhalb von Tagen wenn nicht gar Stunden wurden Tausende von Jesiden getötet und Tausende von Frauen und Kinder wurden verschleppt, einzig und allein, weil sie Jesiden waren. Mit anderen wurde ich nach Mossul gebracht. Sie haben mich benutzt, wie sie wollten. Ich war nicht allein und vielleicht hatte ich Glück. Nach einiger Zeit fand ich einen Weg zu flüchten, was tausend andere nicht schafften. Sie sind immer noch gefangen”, erzählt Nadia Murad.
Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete die 23-Jährige als “kämpferische und rastlose Verfechterin des jesidischen Volkes”. In ihrer neuen Rolle soll Murad vor allem auf das Leid der zahllosen Opfer von Menschenhandel aufmerksam machen, darunter besonders Flüchtlinge, Frauen und Mädchen. Nadia Murad ist für den Friedensnobelpreis 2016 nominiert.
Seit Kurzem wird Nadia von Amal Clooney vertreten: Die Menschenrechtsanwältin und Ehefrau von Hollywoodstar George Clooney will Nadias Anliegen bis vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag bringen, damit der Völkermord an den Jesiden bestraft wird.

UN-Generalsekretär: Flüchtlinge, Klimawandel und Syrien sind die wichtigsten Themen der UN-Generaldebatte

691003 ki moon15. September 2016 - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die wichtigsten Themen für die diesjährige Generaldebatte der Vereinten Nationen bekannt gegeben. Neben den globalen Herausforderungen im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Migranten werden auch der Klimawandel und der Krieg in Syrien die dringendsten internationalen Themen der Versammlung bilden.
"Die diesjährige Generaldebatte der Vereinten Nationen kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt", sagte Ban bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier der UN in New York, bei der er die Themen der 71. Sitzung der Generalversammlung vorstellte.
Zahlreiche Staats- und Regierungschefs werden nächste Woche an der Generaldebatte und anderen Veranstaltungen teilnehmen. Für Ban Ki-moon ist diese Generalversammlung nach seiner zweiten fünfjährigen Amtszeit die letzte, die er leiten wird. "Wir werden versuchen, Fortschritte bei der Lösung langwieriger Konflikte und den zunehmenden Spannungen in Afrika, Asien, Europa und dem Mittleren Osten zu machen. Wir bemühen uns, die Dynamik in Richtung der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu lenken und unseren Plan für Frieden und Wohlstand auf einem gesunden Planeten fortzusetzen", sagte er.

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