Freitag, 22 September 2017
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Schlagzeilen

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel spricht vor der UN-Generalversammlung

Gabriel UNO22. September 2017 - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat am Donnerstag vor der UN-Generalversammlung das Wort ergriffen. Dabei warnte er vor einer Weltsicht, bei welcher der Fokus der Länder nur auf die eigenen nationalen Interessen gelegt wird. „Nationaler Egoismus taugt nicht als Ordnungsprinzip für unsere Welt“, betonte Gabriel und fügte hinzu: „Das Motto ‚Unser Land zuerst‘ führt nur zu mehr nationalen Konfrontationen und zu weniger Wohlstand. Am Ende gibt es nur Verlierer“.

Zudem kritisierte der Außenminister das Verhalten der Demokratischen Volksrepublik Korea und bezeichnete es als „Bedrohung für den Weltfrieden“. Er appellierte an die Weltgemeinschaft, nach einer langfristigen Lösung zu suchen und alle diplomatischen Mitteln zu nutzen, um eine Deeskalation dieser Situation herbeizuführen. Er wies auf die Bedeutung existierender Vereinbarungen im Bereich der Rüstungskontrolle und Abrüstung hin und verteidigte das Atomabkommen mit den Iran, welches „einen Ausweg aus der Sackgasse einer nuklearen Konfrontation eröffnete“.

Hier finden Sie die Rede in voller Länge.

UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot wird unterzeichnet

2109 UNRICAm zweiten Tag der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York haben bereits mehrere Mitgliedstaaten den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet, auf welchen sich im Juli 122 von 193 Mitgliedsstaaten geeinigt hatten.

Generalsekretär António Guterres sprach bei der Eröffnung der Zeremonie von einem Meilenstein. „Der Vertrag zum Verbot nuklearer Waffen ist die Folge zunehmender Besorgnis über das Risiko, das durch den Fortbestand von Atomwaffen verursacht wird“, erklärte er.
Über 50 Mitglieder haben den Vertrag schon ratifiziert, somit tritt er in 90 Tagen in Kraft. Allerdings haben sich Staaten, die über nukleare Waffen verfügen, sowie die meisten ihrer Alliierten von diesem Vertrag distanziert. Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Vereinigte Königreich und Frankreich haben in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, dass sie „nicht an den Verhandlungen des Abkommens teilgenommen haben und nicht beabsichtigen, den Vertrag zu unterzeichnen, noch zu ratifizieren oder jemals Teil des Abkommens zu werden.“

Hier klicken, um die Ansprache von Generalsekretär António Guterres zu schauen.

72. Generalversammlung der Vereinten Nationen: Guterres und Lajčák rufen die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Handeln für den Frieden auf

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UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die internationale Gemeinschaft davor gewarnt, unbeabsichtigt in einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu schlittern. “Dies ist die Zeit für hohe Staatskunst - wir dürfen nicht in einen Krieg schlafwandeln”, sagte Guterres zur Eröffnung der UN-Generalversammlung am Dienstag in New York. Er rief den Sicherheitsrat im Umgang mit Nordkorea zur Einigkeit auf. Guterres sprach in New York vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Donald Trump. „Wir bezeichnen uns als internationale Gemeinschaft; wir müssen als solche handeln“, betonte der Generalsekretär. Hier geht es zur vollständigen Rede des Generalsekretärs.

Der Präsident der Generalversammlung, Miroslav Lajčák unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Präventionsarbeit; zu oft werde erst nach dem Ausbruch eines Konfliktes gehandelt. „Wir geben zu viel Zeit und Geld für das Reagieren auf Konflikten aus und nicht genug um diese vorab zu verhindern.“ Er rief dazu auf, Präventionsmaßnahmen in den Bereichen der Entwicklungs- und Menschenrechtsarbeit zu integrieren. Darauf folgte der Aufruf an die Mitgliedstaaten, ihren Ansatz bei Friedensoperationen und Anti-Terrorismusmaßnahmen zu überdenken. Hier geht es zur vollständigen Rede des Präsidenten der Generalversammlung.

Beginn der UN-Generaldebatte: Staats- und Regierungschefs reden in New York

09 18 2017 73253319. September 2017 – Die Staats- und Regierungschefs versammeln sich diese Woche am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York zur Generaldebatte der 72. Generalversammlung. Im Fokus stehen Themen wie nachhaltige Entwicklung und Klimawandel. Sie setzen den Rahmen für das sogenannte "Year of Firsts": zum Beispiel die Verhandlungen des ersten Vertrags über Migration und die erste Unterzeichnung des Vertrags, um nukleare Waffen zu beseitigen. Das Motto der 72. Sitzung der Generalversammlung lautet: „Fokus auf die Menschen: Das Streben nach Frieden und einem würdigen Leben für alle auf einem nachhaltigen Planeten.“ In diesem Sinn werden Monarchen, Präsidenten und Premierminister Diskussionen anregen, die Lösungen für globale Herausforderungen beinhalten, wie langanhaltende Konflikte, extreme Armut, Hungersnöte sowie die Flüchtlingskrise. Vor der Generaldebatte, die noch bis zum 25. September dauert, wird UN-Generalsekretär Guterres seinen Jahresbericht vorstellen. Der diesjährige Präsident der Generalversammlung, Miroslav Lajčák aus der Slowakei, wird die Eröffnunsrede halten. Der brasilianische Präsident Michel Temer, dessen Land traditionell als erstes an der Reihe ist, wird folgen. Für die Gastgebernation USA wird dann Präsident Donald Trump das Wort ergreifen.

Video: Was genau ist die Generalversammlung? 

UN-unterstützte Impfkampagne soll 150,000 Rohingya Kinder vor tödlichen Krankheiten schützen

 

UNRIC 1809Eine von den Vereinten Nationen unterstützte Impfkampagne ist in Bangladesch für die tausenden Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar– viele davon Kinder – eingeleitet worden. Die Impfungen sollen die Ausbreitung von potentiell tödlichen Krankheiten verhindern.
 
Das UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützen  die vom Gesundheitsministsterium von Bangladesch geführte Kampagne gegen Masern, Röteln und Polio. Etwa 150.000 Rohingya-Kinder unter 15 Jahre sollen in 68 Flüchtlings-Siedlungen nahe der Grenze zu Myanmar geimpft werden.

„Bei tausenden von Kindern die täglich die Grenze überqueren, sind Impfungen entscheidend, um die Ausbreitung von potenziell tödlichen Krankheiten zu verhindern ", erklärte Navaratnasamy Paranietharan, Leiter der WHO in Bangladesch.

Interview: Guterres und die UN setzen auf Diplomatie für den Frieden

727019 Guterres15. September 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat vor der anstehenden 72. Generalversammlung über seine Rolle in der Organisation und die Herausforderungen gesprochen, denen er und die Vereinten Nationen sich stellen müssen. Die UN „müssen ein Instrument für eine stärkere Friedensdiplomatie sein“, sagte Guterres. "In den heutigen verheerenden Kriegen gewinnt niemand. Die globalen Probleme könnten nur mit einer globalen Antwort bekämpft werden. Den Mechanismus dafür bieten die Vereinten Nationen." Außerdem setzt er auf die Verbindung zwischen Klimaschutz und den Nachhaltigkeitszielen, um eine globalisierte Welt zu sichern, die „niemanden zurücklässt“. Guterres betonte auch seine Absicht, gleich viele Frauen und Männer innerhalb der UN zu beschäftigen.
Hier sehen Sie das komplette Interview.

UN-Generalsekretär Guterres ruft zum Handeln in Myanmar und Nordkorea auf

732067 guterres14. September 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat seinen Aufruf wiederholt, Muslime aus Rakhine, Myanmar die Staatsangehörigkeit zu gewähren oder zumindest einen legalen Status, der es ihnen erlaubt ein normales Leben zu führen. Gleichzeitig forderte er auch die internationale Gemeinschaft dazu auf, den rund 380.000 Menschen, die nach Bangladesch geflohen sind, zu helfen.
„Ich rufe die Behörden in Myanmar dazu auf, militärische Handlungen einzustellen, die Gewalt zu beenden, sich an die Rechtsstaatlichkeit zu halten und denjenigen, die das Land verlassen mussten, ihr Recht auf Rückkehr zu gewähren“, sagte Guterres in seiner ersten Pressekonferenz nach der Eröffnung der 72. Sitzung der UN-Generalversammlung. 
Guterres sprach sich in der Pressekonferenz ebenfalls wiederholt für eine politische Lösung der Lage in der Demokratischen Volksrepublik Korea aus. „Einigkeit im Sicherheitsrat ist entscheidend. Die einstimmig angenommene neue Resolution sendet ein klares Zeichen, das die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) ihren internationalen Verpflichtungen in vollem Maße nachkommen muss“, sagte Guterres in Bezug auf die strengen Sanktionen, die unter anderem den Import von Rohöl und Ölprodukten, den Export von Textilien beschränken und neue Arbeitsvisa für Bürger der DVRK verhindern.
Guterres stellte ebenfalls zwei Initiativen seiner größeren Reformagenda vor: Einen hochrangigen Rat für Meditation, der aus 18 international anerkannten Persönlichkeiten besteht, und eine geschlechterspezifische Paritätsstrategie für die UN, die bis 2028 Gleichheit auf allen Ebenen erreichen soll. 

72. Sitzung der Generalversammlung in New York eröffnet

732004 Lajcak13. September 2017 – Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat ihre 72. Sitzung mit dem Fokus eröffnet, sich für Frieden und ein würdiges Leben für alle auf einem gesunden Planeten einzusetzen. „Die UN wurde für Menschen kreiert“, sagte Miroslav Lajčák in seiner ersten Ansprache als Präsident der Generalversammlung. „Die Menschen, die die UN am meisten benötigen sitzen heute nicht in diesem Raum. Sie sind nicht involviert in die Verhandlungen der Resolutionen. Sie sind nicht teil von hochrangingen Veranstaltungen. Es ist eine der Aufgaben der Generalversammlung sicherzustellen, dass diese Stimmen immer noch gehört werden.“ Lajčák übernimmt die Präsidentschaft eine Woche vor Beginn der hochrangigen Debatte in der Generalversammlung. Er hoffe, so der Slowake, dass die 193 teilnehmenden Mitgliedsstaaten sich gegenseitig mit Respekt behandeln. Ein ausführliches Interview mit dem Diplomaten über seine einjährige Anstellung und seine Agenda, die von Konfliktprävention und Migration bestimmt ist, finden Sie hier
Auch UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass sich die Arbeit der Vereinten Nationen auf die Menschen konzentrieren müsse und unterstrich seine vorgeschlagenen Reformen zur Vereinfachung der Struktur der Vereinten Nationen. 

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