Freitag, 28 Juli 2017
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Schlagzeilen

Erklärung des Untergeneralsekretärs für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, zum Absturz des MINUSMA Force Hubschraubers in Tabankort, im Norden Malis

579904 327. Juli 2017 - Der Untergeneralsekretär ist zutiefst bestürzt über die Nachricht des Helikopterabsturzes nahe Tabankort in der Region Gao im Norden Malis. Der Absturz hat zwei deutschen Friedenssicherungskräften das Leben gekostet.Beide hatten Tabankort überwacht, nachdem es am 11. Juli im Norden Malis gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den bewaffneten Gruppen Coordination des Mouvements de l’Azawad und Plateforme gegeben hatte. Der Untergeneralsekretär möchte sein tiefes Beileid gegenüber den Angehörigen der Opfer sowie der deutschen Regierung und der MINUSMA aussprechen.

UNICEF: Push-Faktoren ausschlaggebend für Flucht von Kindern nach Europa

UNICEF Gambains 2016 UN020026. Juli 2017 – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) berichtet, dass angesichts der anhaltenden Gewalt und den traumatischen Erlebnissen in Libyen und anderen Ländern tausende Kinder beschließen, alleine zu fliehen. Dabei haben sie nicht unbedingt Europa als Ziel, sondern möchten einfach den unerträglichen Umständen entkommen. Eine neue Studie über Push- und Pull-Faktoren im Kontext der Kinderehe zeigt, dass 75 Prozent der Kinder, die auf der Flucht sind, sich bewusst entschieden haben alleine zu fliehen und keine Absicht haben, nach Europa zu gehen, erklärte UNICEF-Sprecherin Sarah Crowe in Genf. „Was bei diesen neuen Erkenntnissen besonders auffiel war, dass es wesentlich mehr Push-Faktoren, also Konflikte oder Gewalt in der Heimat, als Pull-Faktoren – Gründe, die sie speziell nach Europa ziehen – gibt“, sagte Crowe. „Diese Ergebnisse widersprechen der bisherigen Sichtweise.“ 63 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in Libyen ankommen, haben ihr Land verlassen, weil sie Gewalt und Trauma erlebt haben. Diese Erfahrungen sind der Studie zufolge die treibende Kraft für die Kinder, die gefährliche Überseefahrten anzutreten. Ein gambischer Junge sagte: „Wenn du einen Löwen hinter dir hast und vor dir das Meer, entscheidest du dich für das Meer.“ Unter den befragten Mädchen ist eine von fünf vor Zwangsehe geflohen. UNICEF betonte, dass die Studie Politikern helfen kann, zu verstehen warum Kinder die gefährliche Reise antreten und wie sie am besten nach ihrer Ankunft unterstützt werden können.

UNHCR: Australien muss das Leiden in den ausgelagerten Flüchtlingslagern beenden

09 26 2014Australia Cambodia25. Juli 2017 – Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat dazu aufgerufen, die ausgelagerten Flüchtlingslager der australischen Regierung aufzulösen. Seit vier Jahren verharren dort nahezu 2000 Menschen in inakzeptablen Zuständen und erleiden physische sowie psychische Schäden.„Australiens Strategie in der Flüchtlingspolitik, die Flüchtlinge, die ohne gültiges Visum über das Meer kommen, nach Papua Neuguinea und Nauru auszulagern und ihnen Asyl in Australien zu verwehren, hat schon viel zu lange für massives Leiden gesorgt“, sagte Filippo Grandi, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Angesichts der schwierigen humanitären Situation, hat der UNHCR vergangenen November angeboten, Flüchtlinge von Australien in die Vereinigten Staaten umzusiedeln. Dies wurde zuvor in einem bilateralen Abkommen zwischen den beiden Ländern festgehalten. „Diese Vereinbarung wurde in dem Glauben getroffen, dass gefährdete Flüchtlinge mit engen familiären Bindungen nach Australien die Genehmigung erhalten, sich dort niederzulassen“, erklärte Grandi. Australien teilte dem UN-Flüchtlingswerk jedoch vor Kurzem mit, dass sie keine Flüchtlinge akzeptieren würden und das Flüchtlinge die Wahl hätten in Nauru oder Papua Neuguinea zu bleiben oder in die USA oder Kambodscha umgesiedelt zu werden. Grandi erinnerte die australische Regierung daran, dass diese Entscheidung „entgegen der fundamentalen Prinzipien der Familieneinheit und des Flüchtlingsschutzes sowie entgegen des allgemeinen Anstandes“ ist. „Es gibt keinen Zweifel“, so Grandi, „dass diese Menschen, die bereits seit vier Jahren unter härtesten Bedinungen leben, mit ihren Familien wiedervereint werden sollten. Dies wäre die vernünftige und menschliche Reaktion auf diese Situation.“

Gewalt in Jerusalem: UN fordern Deeskalation

20 7 17gate24. Juli 2017 – Die Vereinten Nationen und ihre diplomatischen Partner im Friedensprozess im Nahen Osten haben ihre Bedenken bezüglich der eskalierenden Spannungen und gewaltvollen Auseinandersetzungen in der Altstadt von Jerusalem ausgedrückt. Alle Beteiligten sollten sich in Zurückhaltung üben und dazu beitragen, die Situation zu deeskalieren. Die Sonderbeauftragten des sogenannten Nahost-Quartetts, die sich aus den UN, Russland, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zusammensetzen, verurteilten die Terrorattacken aufs Schärfste und drückten ihr Beileid für alle Opfer der Gewalttaten aus. Das gemeinsame Statement ist die Reaktion auf eine Serie von Gewalttaten, welche seit über einem Monat die Spannungen in der Altstadt Jerusalems verschärft haben. Die Unterzeichner begrüßten in dem Schreiben die Versicherung des israelischen Premierministers, den Status Quo an den Heiligen Stätten in Jerusalem aufrechtzuerhalten. Nach den gewalttätigen Vorfällen seit Mitte Juni bleibt die Lage in Jerusalem weiter angespannt, besonders rund um das Gebiet um den Tempelberg.

UN-Generalsekretär Guterres: Die internationale Gemeinschaft muss ihre Sichtweise auf Afrika ändern

07 19 2017 72903520. Juli 2017 – Vertreter der Afrikanischen Union (AU) und den Vereinten Nationen haben ihre gemeinsame Arbeit für Frieden und Sicherheit in Gambia, Somalia und dem Südsudan sowie weiteren afrikanischen Ländern unterstrichen. Gemeinsam forderten die Vertreter die internationale Gemeinschaft dazu auf, angemessene finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Generalsekretär António Guterres sagte „die internationale Gemeinschaft muss ihre Sichtweise auf Afrika ändern und eine größere Plattform für Kooperationen etablieren, die das enorme Potential Afrikas anerkennt. Er ergänzte, dass die Afrikanische Union und die UN ein gemeinsames Interesse haben, die Mechanismen zu stärken, um Konflikte zu entschärfen bevor sie eskalieren und sie effektiv einzudämmen wenn sie auftreten. Guterres hob besonders den im April unterzeichneten Rahmenvertrag zwischen der AU und den UN hervor, der die Zusammenarbeit in Friedens- und Sicherheitsangelegenheit zwischen den Organisationen stärkt, ebenso wie die gemeinsame Verpflichtung die Partnerschaft weiter zu institutionalisieren. Die Vereinbarung beinhaltet vier essentielle Bereiche: Konfliktprävention und Erhaltung von Frieden, Reaktion auf Konflikte, Bekämpfung von Konfliktursachen und die fortlaufende Verbesserung der Zusammenarbeit.

Zentralafrikanische Republik: Kinder werden immer häufiger Opfer von Morden und Missbrauch

UNI184725 CAR19. Juli 2017 – Dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zufolge haben die jüngsten Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik immer öfter Kinder zum Ziel. Gleichzeitig steigen die Befürchtungen, dass sich die humanitären Situation des Landes weiter verschlechtert und Ausmaße erreicht, die man seit der Krise vor vier Jahren nicht mehr gesehen hat, sagten humanitäre Vertreter der Vereinten Nationen. Christine Muhigana, UNICEF Vertreterin in der Zentralafrikanischen Republik, warnte, dass „bewaffnete Gruppen und andere Beteiligte des Konflikts die Verletzung der Kinderrechte beenden müssen und sich bemühen sollten, die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten.“ Zusätzlich zu den brutalen Verbrechen verhindert die anhaltende Gewalt, dass die Kinder zur Schule gehen oder Impfungen erhalten können. In den südlichen Regionen des Landes drängen die Kämpfe die Bewohner dazu, in die nördlichen Regionen der Demokratischen Republik Kongo zu fliehen, wo sie jedoch nahezu unerreichbar für humanitäre Hilfeleistungen sind. Ende Juni wurden etwa 103.000 Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik registriert, sagte William Spindler, Sprecher des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

UN Organisationen betonen: Gesundheitsleistungen, insbesondere Impfungen, müssen alle erreichen

19 07 16aidworker18. Juli 2017 – Weltweit haben nahezu 13 Millionen Kinder – 1 von 10 – keine Impfungen im vergangen Jahr erhalten. Dies setze sie fatalen Krankheiten aus, sagten das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und forderten dazu auf, die Reichweite der Gesundheitsleistungen zu vergrößern. „Jeder Kontakt zum Gesundheitssystem muss als Möglichkeit gesehen werden, immunisiert zu werden“, betonte der Vorsitzende der Abteilung für Immunisierung der WHO, Dr. Jean-Marie Okwo-Bele. Er wies darauf hin, dass diejenigen, die nicht geimpft sind auch diejenigen sind, die das Gesundheitssystem nicht erreicht. „Diese Kinder haben wahrscheinlich auch sonst keinerlei der grundlegenden Gesundheitsleistungen erhalten. Wenn wir die globale Messlatte an Immunisierungen anheben wollen, müssen wir die Unerreichten erreichen.“
Laut Schätzungen der WHO und UNICEF haben 6.6 Millionen Kinder die erste Dosis der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis / DTP) erhalten; ihnen fehlt jedoch die komplette Dosis von drei Impfungen (DTP3) für die endgültige Wirkung. Des Weiteren ist der Prozentsatz an Kindern, die eine umfangreiche Grund-Immunisierung erhalten haben, seit 2010 bei 86 % (116.5 Millionen Kinder) ins Stocken geraten.

SDG-Bericht 2017: Fortschritt ist zu langsam

SDG report 2017 progress Photo UNDP TimorLeste18. Juli 2017 - Die Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung hat auf der ganzen Welt begonnen. Trotzdem tickt die Uhr und die Geschwindigkeit der Fortschritte „ist zu langsam, um die vereinbarten Ziele für 2030 zu erreichen“, sagte Generalsekretär António Guterres gestern während der Veröffentlichung des Berichts in New York.
767 Millionen Menschen leben immer noch von weniger als 2 Dollar am Tag und 793 Millionen leiden regelmäßig Hunger. Diese erschütternden Zahlen, die mehr als die Gesamtbevölkerung der Europäischen Union ausmachen, sind ein deutlicher Hinweis für die Ungerechtigkeit im Fortschritt der verschiedenen Ziele.


Die Rate, mit der wir die Müttersterblichkeit reduzieren, muss sich verdoppeln, sagt Guterres in dem Vorwort des Berichts. Mehr Investitionen in Lösungen mit erneuerbarer Energie und Bildung sind notwendig. Die Ungleichheit zwischen Mann und Frau ist weiterhin tief verankert und die Jugend auf der ganzen Welt sieht sich weiterhin einer alarmierenden Arbeitslosigkeitsrate gegenüber. Was also hat sich überhaupt verbessert?Um nur einige Beispiele zu nennen: Die weltweite Armut konnte von 1,7 Milliarden im Jahr 1999 auf 767 Millionen 2013 reduziert werden. Der Anteil an Unterernährten ist von 15% zwischen 2000 und 2002 auf 11% zwischen 2014 und 2016 gefallen. Die Rate an Kindern mit Wachstumsstörungen ist von 33% im Jahr 2000 auf 23% im Jahr 2016 zurückgegangen. HIV Fälle konnten um 46% gesenkt werden, die Sterblichkeitsrate für Kinder unter fünf Jahren um 44%. Außerdem haben 85,3% der Gesamtbevölkerung heutzutage Zugang zu Elektrizität im Vergleich zu 77,6% im Jahr 2000.

Die Ungleichmäßigkeit dieses Fortschritts wird neben anderen Bereichen insbesondere bei der Bildung deutlich. 2014 besuchten zwei von drei Kindern weltweit die Vorschule oder die Grundschule. In ärmeren Ländern jedoch sind es gerade mal vier von zehn. Und trotz erheblichem Anstieg bei den Anmeldungen in Grundschulen seit 2000, gingen im Jahr 2014 9% der schulpflichtigen Kinder nicht zur Grundschule; ein schwacher Fortschritt seit 2008.Des Weiteren fiel der Anteil der urbanen Bevölkerung, die in Slums lebt, von 28% im Jahr 2000 auf 23% im Jahr 2014. In Sub-Sahara Afrika leben jedoch mehr als die Hälfte der Stadtbewohner in Slum-ähnlichen Verhältnissen.

Ziel Nummer 12 für verantwortungsvollen Konsum und verantwortungsvolle Produktion erfährt ebenfalls einige Rückschritte. Weltweit ist der „materielle Fußabdruck“ der Menschen von 48 Milliarden metrischen Tonnen im Jahr 2000 auf 69 Milliarden metrischen Tonnen im Jahr 2010 angestiegen. Australien und Neuseeland haben den größten Fußabdruck pro Bewohner mit 35 metrischen Tonnen pro Person; Europa steht mit 20 metrischen Tonnen pro Person jedoch nicht viel weiter unten auf der Liste. Im Vergleich, Sub-Sahara Afrika produziert im Schnitt lediglich 2,5 metrische Tonnen pro Person. „Gefährdete Gruppen stärken – das ist essentiell, um überall und für jeden Armut zu beenden und Wohlstand zu fördern“, sagte Wu Hongbo, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Soziales.

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