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UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Stärkere Investitionen in die Katastrophenvorbeugung sind dringend nötig“

RUNIC/88

Erklärung zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung, 12. Oktober 2005 

VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, 10. Oktober 2005 –  Das vergangene Jahr hat die Menschen überall daran erinnert, dass kein Ort auf dieser Welt vor Naturkatastrophen gefeit ist. Vom verheerenden Tsunami im Indischen Ozean zu den Dürrekatastrophen und Heuschreckenplagen in afrikanischen Ländern, von der Zerstörung durch Tropenstürme und Zyklone in den Vereinigten Staaten, der Karibik und im pazifischen Raum zu schweren Überschwemmungen in Europa und Asien – aufgrund von Naturkatastrophen haben hundertausende Menschen ihr Leben verloren und Millionen ihre Lebensgrundlage.

Die Lektion, die wir daraus lernen müssen ist im Motto des diesjährigen Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung enthalten: „Investieren um Katastrophen zu verhindern.“ Wir können Naturkatastrophen nicht stoppen. Aber wir können und müssen den Einzelnen und die Gemeinschaft besser ausstatten, um ihnen standhalten zu können. Die Verletzlichsten sind oft die Ärmsten. Wir müssen die Armut bekämpfen, damit wir ihre Verletzlichkeit minimieren können.

In diesem Internationalen Jahr der Kleinstkredite müssen wir erkennen, dass durch die Mikrofinanzierung viel bewegt werden und diejenigen gestärkt werden können, die kaum oder keinen Zugang zu herkömmlichen Finanzinstitutionen haben. So kann auch das Risiko für Naturkatastrophen gesenkt und das Katastrophenmanagement verbessert werden. Indem die Einkommensquellen gefährdeter Menschen erweitert und der Abschluss von Versicherungen gefördert werden, kann die Mikrofinanzierung Schutzmechanismen vor Naturkatastrophen stärken und den Wiederaufbau beschleunigen.

Dies sind einige innovative Ansätze, die in der sogenannten Hyogo-Rahmenvereinbarung 2005 - 2015 gefordert worden sind. Sie wurde während der Weltkonferenz zur Katastrophenvorbeugung im Januar verabschiedet und während des Weltgipfels im September in New York bekräftigt. Nach einem Jahr, in dem wir tiefgreifende Lektionen gelernt haben sollten, fordere ich an diesem Internationalen Tag alle Regierungen, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor auf, diese Rahmenvereinbarung umzusetzen und in Armutsbekämpfung und Katastrophenvorbeugung zu investieren. So können widerstandsfähige Gemeinschaften entstehen und Leben gerettet werden. 

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