Samstag, 18 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Eine „Kultur des Friedens“ ist machbar

UNIC/198

NEW YORK/PARIS, 14. September 1999 – UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat aus Anlaß des „Internationalen Jahres der Kultur des Friedens“, das heute in Paris eröffnet wird, folgende Erklärung abgegeben:

Der grundlegende Auftrag der Vereinten Nationen, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“, ist heute noch ebenso gültig wie vor mehr als einem halben Jahrhundert, als diese Worte in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegt wurden. Auch heute noch leidet der menschliche Fortschritt in aller Welt unter Konflikten, Gewalt, Haß und Gier. Die Zeit ist gekommen, um dem Gedanken einer Kultur des Friedens zum Durchbruch zu verhelfen.

Für die Vereinten Nationen gibt es kein höheres Ziel, kein stärkeres Engagement und keine größere Aufgabe als bewaffnete Konflikte zu verhindern. Aber wirklicher Friede ist weit mehr als kein Krieg. Wirklicher Friede bedeutet auch wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit, bedeutet Schutz der globalen Umwelt und Eindämmung des weltweiten Waffenhandels, bedeutet Demokratie, Vielfalt und Würde, Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit, und vieles, vieles mehr.

Diese Säulen des Friedens sind eng miteinander verknüpft. Erfolge auf einem Gebiet, können Fortschritte auf einem anderen bringen. Rückschläge wirken sich natürlich genauso aus. Denn damit Friede zwischen den Nationen herrscht, bedarf es des Friedens innerhalb der Staaten, des Friedens zwischen den Bevölkerungsgruppen und den einzelnen Menschen. Die Verfassung der UNESCO bringt das am besten zum Ausdruck: „Da Kriege in den Köpfen der Menschen entstehen, müssen auch in den Köpfen der Menschen die Bollwerke für den Frieden errichtet werden“.

Das ist kein leichtes Unterfangen, sondern ein gewaltiges Vorhaben, eine globale Mission, die eine Transformation unseres Denkens, größten politischen Willen, massive Mittel und die Solidarität der gesamten Menschheit erfordert. Wir alle – ob jung oder alt, reich oder arm, Regierungen oder Zivilbevölkerung – müssen unseren Beitrag dazu leisten. Die Gründung der Vereinten Nationen war ein Beginn. Wir sollten jetzt all unsere Anstrengungen vereinen, um die großen Möglichkeiten dieser Organisation auszuschöpfen. Der Friede liegt in unserer Hand. Wir können eine Kultur des Friedens schaffen.

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