Dienstag, 25 November 2014
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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung anlässlich des Internationalen Tages der Katastrophenvorbeugung (13. Oktober 2013)

"Menschen mit Behinderungen sind die größte ungenutzte Ressource für Katastrophenmanager auf der ganzen Welt.“ Das sind die Worte von Firoz Ali Alizada, einem zweifach Amputierten aus Afghanistan, der an einer UN-Umfrage teilgenommen hat. Die Studie hat viele Geschichten zu Tage befördert, die vom Einfallsreichtum und Tatendrang von Menschen mit Behinderung berichten, wenn es darum geht, die Risiken von Katastrophen zu bewältigen.

Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen. Der diesjährige Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung bietet uns die Möglichkeit, ihre wichtige Rolle bei der Förderung von Widerstandsfähigkeit anzuerkennen.

Leider haben die meisten Menschen mit Behinderungen noch nie an Prozessen des Katastrophenmanagements teilgenommen. Gleichzeitig leiden sie aber überproportional stark unter Katastrophen, auch was die Todes- und Verletztenraten betrifft.

Frühwarnsysteme, Kampagnen zur öffentlichen Bewusstseinsbildung und andere Strategien versagen oftmals, wenn es darum geht, den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden. Dass sie unnötig hohen Risiken ausgesetzt werden, ist eine schändliche Botschaft der Ungleichheit.

Wir können diese Lage ändern, wenn wir Menschen mit Behinderungen in unsere Initiativen des Katastrophenmanagements einbeziehen. Das kürzlich abgehaltene hochrangige Treffen der UN-Generalversammlung zu Behinderung und Entwicklung hat bei diesem Thema dringenden Handlungsbedarf erkannt, wie es auch in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erklärt wird.

Inklusion rettet leben. Sie ermöglicht Menschen mit Behinderungen, selbst für die eigene Sicherheit zu sorgen, ebenso wie für die Sicherheit der Allgemeinheit.

Das Potential diesbezüglich können wir bereits heute erahnen, wenn wir auf die vielen Menschen mit sichtbaren oder unsichtbaren Behinderungen blicken, die schon jetzt als Freiwillige und Angestellte im Katastrophenmanagement aktiv sind.

Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung entschlossen dafür eintreten, dass Menschen mit Behinderungen höchstmögliche Sicherheit garantiert wird und ihnen die größtmögliche Chance gegeben wird, ihren Teil zum allgemeinen Wohlbefinden unserer Gesellschaft beizutragen.

Lassen Sie uns eine inklusive Welt errichten, in der Menschen mit Behinderungen als einfallsreiche Vertreter des Wandels eine noch größere Rolle spielen können.

Kontakt

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Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
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