Mittwoch, 30 Juli 2014
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Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, 22. Mai

Erklärung von

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

anlässlich des

Internationalen Tages der biologischen Vielfalt

(22. Mai 2013)

In Zeiten, in denen sich die internationale Gemeinschaft weiter um die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele bemüht und versucht, eine Post-2015-Agenda mit weiteren Zielen der nachhaltigen Entwicklung auf den Weg zu bringen, sind die Themen Wasser und biologische Vielfalt wichtige Diskussionsthemen.

Obwohl scheinbar im Überfluss vorhanden, steht uns nur ein verschwindend kleiner Anteil des Wassers auf unserem Planeten als Süßwasser zur Verfügung. Wir leben in einer Welt, in der die Nachfrage nach Wasser immer häufiger das Angebot übersteigt und daher Wasserknappheit mehr und mehr zum Problem wird. Gleichzeitig entspricht die Wasserqualität oftmals nicht den Mindeststandards. Sollten sich die alarmierenden Trends fortsetzen, können wir in Zukunft unseren Bedarf an Wasser nicht mehr decken.

Die lokale, regionale und globale Verfügbarkeit von Wasser hängt – wie auch dessen Qualität – von funktionierenden Ökosystemen ab. Wälder verhindern Bodenerosionen und schützen so Wassergüte und Wasserzufuhr. Sumpfgebiete können Überschwemmungen verhindern. Biodiversität im Boden unterstützt die Wasserversorgung von Nutzpflanzen. Außerdem müssen wir naturbasierte Lösungen in unsere Planung des urbanen Raums integrieren, um schnell anwachsende Städte, in denen Wasserknappheit ein besonderes Problem darstellt, auch in Zukunft mit ausreichend Wasser versorgen zu können.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist sich der Bedeutung von biologischer Vielfalt bewusst und unterstützt die Anwendung des von der Konvention über biologische Vielfalt erarbeiteten Strategischen Planes zur Biodiversität 2011-2020 mitsamt der Aichi Ziele in Bezug auf die Ausarbeitung der Post-2015-Entwicklungsagenda. Auch die Rio+20 Konferenz über nachhaltige Entwicklung hat im letzten Jahr die Bedeutung von Ökosystemen für Quantität und Qualität von Wasser erkannt. Lag der Fokus früher einmal auf dem Ausgleich zwischen Wassernutzung und Biodiversität, so verstehen wir heute, dass die Aspekte Biodiversität und Wassersicherheit sich gegenseitig verstärken.

Diese Wahrnehmungsverschiebung von Konflikt zu Synergie ist besonders im Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser zu begrüßen.

An diesem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt rufe ich alle Parteien der Konvention über biologische Vielfalt auf, das Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile zu ratifizieren, sofern sie es noch nicht getan haben. So können wir gemeinsam hinarbeiten auf eine Zukunft, wie wir sie wollen.

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