Donnerstag, 18 Dezember 2014
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Erklärung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (25. November)

Weltweit werden Millionen von Frauen überfallen, geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt oder sogar getötet. Das sind grausame Verletzungen von Menschenrechten. Ob in Kriegsgebieten oder im eigenen Zuhause, ob auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz – 70 Prozent aller Frauen haben irgendwann einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Ein Viertel aller schwangeren Frauen sind betroffen.

Viel zu häufig bleiben die Täter unbestraft. Frauen und Mädchen haben zu große Angst über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde. Es herrscht eine Kultur der Straflosigkeit. Wir müssen die Angst und die Scham bekämpfen, die Opfer, welche ja ohnehin schon unter den eigentlichen Verbrechen zu leiden haben, zusätzlich bestraft. Es sollten die Täter sein, die sich geschändet fühlen, nicht ihre Opfer.

Meine Kampage zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen (UNiTE to End Violence Against Women) steht im Austausch mit Regierungen, internationalen Oragnisationen, gesellschaftlichen Gruppen, den Medien und vielen ganz normalen Bürgern. Letztes Jahr haben wir weltweit Jugendliche gefragt, was sie tun würden, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden. Die Antworten haben mich sehr bestärkt. Viele der Jugendlichen haben ein Ende der Ignoranz gefordert. Sie wünschen sich, dass wir weiter für Menschenrechte werben und den Opfern beistehen sollten. Ein Jugendlicher meinte, dass es gerade die Jungen sind, die helfen können, die Gewalt gegen Frauen zu beenden - und zwar „indem sie zu verantwortungs- und respektvollen Väter und Ehemänner heranwachsen“.

Die Vereinten Nationen arbeiten auf vielen Feldern. Wir sensibilisieren die Öffentlichkeit durch unsere Informationsprogramme. Unser UN-Treuhandfonds zur Unterstützung von Maßnahmen zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen hat diesen Monat bekannt gegeben, dass er 8 Millionen US-Dollar an lokale Initiativen in 18 Ländern auszahlen wird. Die Mitglieder meines wachsenden Netzwerks männlicher Führungskräfte bekämpfen die Gewalt, indem sie das öffentliche Bewusstsein schärfen, sich für verbesserte Gesetze einsetzen und Regierungen zur Rechenschaft ziehen.

Wir müssen, während wir uns um weitere Fortschritte bemühen, der Kultur der Diskriminierung, die Gewalt fördert, entschieden entgegentreten. An diesem Internationalen Tag rufe ich alle Regierungen auf, sich an ihre Zusagen zu halten, um sämtliche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit zu beenden. Alle Menschen fordere ich auf, dieses wichtige Ziel zu unterstützen.

(UNRIC, 22. November 2012)

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Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
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