RUNIC/34
Erklärung zur Überreichung des russischen Ratifizierungsinstruments, 18. November 2004
VEREINTE NATIONEN/NAIROBI, 18. November 2004 – Ich freue mich sehr Ihnen mitteilen zu können, dass ich heute das Ratifizierungsinstrument der Russischen Föderation für das Kyoto-Protokoll von 1997 des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen erhalten habe. Ich gratuliere Präsident Putin und der Russischen Föderation, dass sie die Führung übernommen haben, damit das Protokoll in Kraft treten kann – morgen in 90 Tagen, am 16. Februar 2005.
Dies ist ein historischer Schritt der weltweiten Anstrengungen diese wirklich globale Bedrohung zu bekämpfen. Somit endet eine lange Zeit der Ungewissheit. Staaten, die das Protokoll ratifiziert haben und solche, die sich sogar vor seinem Inkrafttreten darum bemüht haben ihren Treibhausgasausstoß zu verringern, haben nun eine rechtsverbindliche Verpflichtung dies zu tun. Unternehmen, die die reichen Möglichkeiten grüner Technologie erforscht haben, erhalten ein starkes Signal für die Marktfähigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen. Finanzkreise und die Versicherungsindustrie, die sich darum bemühten „einen Preis festzulegen“ für die Risiken des Klimawandels, bekommen nun eine stabilere Grundlage für ihre Entscheidungen zu Leistungsanreizen und Unternehmensertrag.
Alle Länder müssen nun das Äußerste dafür geben den Klimawandel zu bekämpfen und sich der Unterminierung unserer Anstrengungen für Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele erwehren. Aus diesem Anlass fordere ich die Industriestaaten, die das Protokoll nicht ratifiziert haben dazu auf, dieses zu tun und ihre Emissionen zu begrenzen.
Die Vertragsstaaten des Klimarahmenübereinkommens werden in Buenos Aires vom 6. bis 17. Dezember zusammen treffen. Ich hoffe, dass sie diese Gelegenheit nutzen werden, die vielversprechenden Möglichkeiten, die diese wichtige Entwicklung eröffnet, zu ergreifen.