Sonntag, 23 November 2014
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UNO-Newsletter: Côte d’Ivoire; Lage der libyschen Flüchtlinge; Einkommen der ärmsten Länder sinken weiter

Ban Ki-moon besorgt über Lage in Côte d’Ivoire

Côte d'IvoireUNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich besorgt über die zunehmende Gewalt in der Côte d‘ Ivoire geäußert. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, forderte er Ex-Präsident Laurent Gbagbo auf, seine Macht umgehend an den designierten Präsidenten Ouattara abzugeben. Zudem mahnte Ban Ki-moon alle Beteiligten zu mehr Zurückhaltung. Die Zivilbevölkerung müsse geschützt und Vergeltungsmaßnahmen vermiedenwerden. Es gelte, jeden Verstoß gegen die Menschenrechte gesetzeskonform zu bestrafen, so der UNO-Generalsekretär.
Weitere Informationen: http://www.unhcr.org/4d943bf79.html
 

Lage der libyschen Flüchtlinge ist dramatisch

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über die humanitäre Lage in Libyen gezeigt. UNO-Flüchtlingskommissar António Guterres bezeichnete die Lage in dem nordafrikanischen Land während eines Besuchs in der ägyptischen Hauptstadt Kairo als "dramatisch". Rund 400.000 Menschen seien vor den Kämpfen nach Tunesien oder Ägypten geflohen. Zudem gebe es viele Menschen, die in Libyen auf der Flucht seien. Die NATO will unterdessen Berichte über den angeblich von ihr verschuldeten Tod libyscher Zivilisten überprüfen. Die Binnen-Flüchtlinge seien zwischen den Linien der Regierungstruppen und der Rebellen in einer "verzweifelten Lage", sagte Guterres. Es sei "absolut notwendig", dass die humanitäre Hilfe diese Menschen unverzüglich erreiche. Seit Mitte Februar kämpfen in Libyen Aufständische gegen Truppen des seit 42 Jahren regierenden Machthabers Muammar el Gaddafi.
Aktuelle Informationen zur humanitären Lage in Libyen: http://www.unhcr.org/4d9585079.html
 

UNO-Generalsekretär fordert Bestandsaufnahme beim Kampf gegen Aids

Ban Ki-moon in NairobiKnapp 30 Jahre nach der Entdeckung von Aids hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Bestandsaufnahme des weltweiten Kampfes gegen die Immunschwächekrankheit gefordert. "Wir haben die einmalige Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme der Fortschritte zu machen und kritisch und ehrlich die Grenzen zu überprüfen, die uns in einer Realität gefangen halten, in der die Epidemie weiterhin die Antwortenüberholt", hieß es in einem Fortschrittsbericht, den Ban in der kenianischen Hauptstadt Nairobi vorstellte. Der UNO-Generalsekretär erinnerte daran, dass bislang mehr als 25 Millionen Menschen an Aids gestorben sind und mehr als 60 Millionen Menschen sich mit dem Erreger HIV infiziert haben.  "Jeden Tag werden 7000 Menschen neu mit dem Virus infiziert, darunter 1000 Kinder", erklärte Ban. Kein Land der Welt sei "der Zerstörung dieser wirklich weltweiten Epidemie" entkommen. Ban würdigte einige Maßnahmen im Kampf gegen HIV. So seien mehr als sechs Millionen Betroffenen in armen Ländern Medikamente zur Verfügung gestellt worden. Es gebe aber einen "vollkommen unhaltbaren" Kostenanstieg bei der Behandlung von HIV-Patienten und die bereitgestellten Hilfsgelder stagnierten seit Jahren. Daher sei bei der HIV-Bekämpfung nun "ein Moment der Wahrheit" gekommen, erklärte Ban. Für 2015 gab der UNO-Generalsekretär das Ziel "keine Neu-Infektionen, keine Diskriminierung und keine Todesfälle im Zusammenhang mit Aids" aus. Dazu müssten insbesondere die Präventionsmaßnahmen ausgedehnt werden.
Den Bericht finden Sie unter: http://unaids.org/en/media/unaids/contentassets/documents/document/2011/20110331_SG_report_en.pdf
 

Einkommen der ärmsten Länder sinken weiter

Eine Studie der Vereinten Nationen zeigt, dass die ärmsten Länder der Welt den Anschluss verlieren. Ihr Anteil an der Weltwirtschaft sank von 18 auf 15 Prozent, auch weil Länder wie China oder Indien davon wachsen. Die Schere zwischen den 48 ärmsten Ländern der Welt und den übrigen Staaten ist trotz hoher Wachstumsraten im vergangenen Jahrzehnt größer geworden. Das Pro-Kopf-Einkommen der armen Staaten, vor 40 Jahren lag es bei 18 Prozent des Weltdurchschnitts, ist 2008 auf 15 Prozent gesunken, hieß es in einer in dieser Woche veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen. Die 48 ärmsten Staaten seien in den vergangenen Jahren von einer Reihe von Krisen heimgesucht worden, so die Studienautoren; der Nahrungsmittelkrise 2007 bis 2008 oder der globalen Wirtschaftskrise 2008-2010. Das habe den Aufholprozess verlangsamt. Nur drei Staaten, die in den vergangenen dreißig Jahren laut Definition der Vereinten Nationen als "Least Developed Countries" (LDC) klassifiziert wurden, haben es aus dieser Kategorie geschafft.
Informationen zur Studie und der Konferenz zu den „Least Developed Countries“ vom 9. -13. Mai 2011 in Istanbul finden Sie unter: http://www.un.org/wcm/content/site/ldc/home/documents
 

Video von UNRIC und 7 billion others zum Internationalen Tag der Toleranz am 16. November 2014

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