Donnerstag, 23 Oktober 2014
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UNO-Newsletter: Myanmar, sexuelle Gewalt in Konflikten, NGO-Konferenz, Jugend-Umweltgipfel

Ban verlangt sofortige Freilassung von Aung San Suu

Kyi

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Verlängerung des Hausarrests um 18 Monate für Myanmars Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi scharf verurteilt. „Der UNO-Generalsekretär ist von der Entscheidung des Gerichts in Rangun zutiefst enttäuscht“, sagte seine Sprecherin. Ban forderte die Machthaber auf, die Friedensnobelpreisträgerin sofort und bedingungslos freizulassen. Sie müsse unverzüglich als eine wichtige Partnerin  in den Prozess des nationalen Dialogs und der Versöhnung eingebunden werden. Suu Kyi steht seit zwölf Jahren unter Hausarrest. Dieser wurde nun verlängert, da ein US-Amerikaner Zugang zu ihrem Haus erhalten hatte. Suu Kyi wurde daraufhin verurteilt, da sie nationale Sicherheitsgesetze gebrochen habe.  

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UNO will Frauen in Konflikten besser schützen

Vergewaltigungen werden mittlerweile ebenso brutal als Kriegswaffe eingesetzt wie Gewehre und Granaten, hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem neuesten Bericht an den Sicherheitsrat gewarnt. Er forderte den Sicherheitsrat auf, eine unabhängige Kommission einzusetzen, um diesen Missbrauch in den Konflikten in Tschad, der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und Sudan zu untersuchen. "Trotz vieler Fortschritte in den letzten 20 Jahren werden Zivilisten immer noch systematisch und weit verbreitet Opfer sexueller Gewalt in Konflikten, wie beispielsweise in Uganda, Sudan, Zentralafrika und der DRC", so Ban. "Wie Gewehre oder Granaten ist sexuelle Gewalt Bestandteil des Waffenarsenals der Konfliktparteien, um militärische, politische, soziale und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Meist kommen die Täter unbestraft davon."

Um sexuelle Gewalt besser vorbeugen zu können, müssten die Vereinten Nationen ein Organ zur Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie der Menschenrechte für Frauen einrichten sowie die Überwachungs- und Untersuchungsmöglichkeiten verbessern, um die Schwierigkeiten bei der Erfassung statistischer Daten im Bereich sexueller Gewalt zu beseitigen. Ban forderte außerdem die UNO-Mitgliedstaaten dazu auf, mehr weibliche Polizistinnen und Soldatinnen für Friedensmissionen auszubilden.

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UNO sucht Polizistinnen und Soldatinnen für Friedenseinsätze: Lesen Sie hier mehr (Englisch)


Für Frieden und Entwicklung: Abrüstung jetzt!

62. DPI/NGO-Konferenz in Mexiko-Stadt

Vom 9. – 11. September findet in Mexiko-Stadt die 62. Jahreskonferenz für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) statt, die mit der UNO-Hauptabteilung für Presse und Information (DPI) assoziiert sind. Das Motto der Konferenz lautet: „Für Frieden und Entwicklung: Abrüstung jetzt!“.

Bei der Konferenz wird darüber diskutiert, wie die Zivilgesellschaft zusammen mit anderen Akteuren zu Abrüstung und Frieden beitragen und somit die nachhaltige Entwicklung fördern kann. Neben Vertretern von NGOs, der UNO und des privaten Sektors werden auch Journalisten, Wissenschaftler und Regierungsvertreter der UNO-Mitgliedsstaaten teilnehmen.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter folgenden Links:

Webseite der Konferenz: www.unngodpiconference.org

Webseite NGO Relations: www.un.org/dpi/ngosection

Webseite des Exekutivausschuss: www.ngodpiexecom.org


Weltweit größtes Jugendtreffen zum Klimawandel

Über 800 Jugendliche aus 100 Staaten werden vom 17. – 23. August im südkoreanischen Daejon zur „Tunza Kinder- und Jugendkonferenz“ zusammenkommen. Es wird das größte Jugendtreffen zum Klimawandel sein, bevor die UNO-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen beginnt.

„Die Tunza-Konferenz ist ein wichtiges Treffen junger Menschen und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Meinungen auszutauschen und ihre Positionen für Kopenhagen vorzubereiten. Aber es ist noch mehr als das. Es ist ein Treffen der Generation, die mit den Auswirkungen der Entscheidungen im Dezember zukünftig leben muss“, sagte Achim Steiner, Leiter des UNO-Umweltprogramms (UNEP).

Die Teilnehmer wurden aus Tausenden von Bewerbern aufgrund ihres herausragenden Engagements für die Umwelt in ihren Heimatländern ausgewählt. Die deutschen Konferenzteilnehmer Franziska und Felix Finkbeiner haben die Webseite www.plant-for-the-planet.com im Januar 2007 ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, dass Schüler und Studenten eine Million Bäume in Deutschland pflanzen. Bisher haben sich Schüler von 350 Schulen an der Aktion beteiligt und knapp 500.000 Bäume gesetzt. Bis zum Jahresende soll die Million erreicht werden.

Weitere Informationen zur Tunza-Konferenz finden Sie unter: www.unep.org/Tunza

Videobotschaft von Ban Ki-moon zum Tag der Vereinen Nationen am 24. Oktober 2014

Kontakt

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: info@unbonn.org

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