Dienstag, 02 September 2014
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UNO-Newsletter: Flüchtlinge aus Somalia, Grenzübergänge in Gaza, Angriff auf UNO-Gebäude, Unruhen in

 

UNHCR: Hunderte Flüchtlinge sterben bei Flucht aus

Somalia  

Die anhaltenden Kämpfe in Somalia zwingen Tausende von Menschen dazu, ihr Leben auf der Flucht in den Jemen zu riskieren. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtet von circa 12.000 Menschen, die in die nordsomalische Stadt Bossaso geflohen sind. „Viele von ihnen versuchen von dort aus, mit Schmugglerbooten den Golf von Aden zu überqueren“, so UNHCR-Sprecher Ron Redmond in Genf.

Die Menschen fliehen vor Kämpfen zwischen der Regierung und Milizen in der Hauptstadt Mogadischu und Zentralsomalia. Hilfsorganisationen vor Ort berichten, dass die Stadt Bossaso durch den Flüchtlingsansturm bereits überlastet sei. „Das Meer ist zur Zeit sehr gefährlich, daher schlagen die Flüchtlinge ihre Lager in Bossaso auf, um auf schwächere Winde im September zu warten“ sagte Redmond.

Im letzten Jahr erreichten 50.000 Menschen die Küste vom Jemen, was einem Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007 entspricht. In der ersten Hälfte des Jahres 2009 haben mehr als 30.000 Menschen die gefährliche Reise in den Jemen auf sich genommen, erklärte Redmond weiter.

2008 starben dabei mehr als 1.000 Menschen, die ins Meer geworfen oder von Schmugglern weit vor der Küste zum Aussteigen gezwungen wurden. Nach Angaben des UNHCR verloren in diesem Jahr bislang 300 Menschen ihr Leben bei dem Versuch, den Golf von Aden zu überqueren.

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Gaza: UNO fordert Öffnung der Grenzen

In einer gemeinsamen Pressemitteilung warnen UNO-Institutionen und Nichtregierungsorganisationen vor einer katastrophalen Schulsituation durch die Blockade der Grenzübergänge. Einen Monat vor Beginn des Schuljahrs in Gaza sei die Ausbildung tausender Schüler gefährdet, warnen die Hilfsorganisationen. In ihrer Erklärung fordern sie Israel dazu auf, die Übergänge schnellstmöglich wieder zu öffnen.

Die 18 Schulen im Gazastreifen, die während der israelischen Militäroffensive vor sechs Monaten vollständig zerstört wurden, sowie 280 weitere beschädigte Schulen konnten wegen Einfuhrbeschränkungen für Aufbaumaterial und anderes Zubehör bisher noch nicht wieder aufgebaut oder saniert werden.

Im Norden Gazas wurden 9.000 Schüler von 15 beschädigten Schulen auf 73 Schulen in der Gegend verteilt. Seitdem müssen sich 4.000 Schüler zwei Schulen teilen. 1.200 Gymnasiasten laufen Gefahr, im nächsten Monat nicht zur Schule gehen zu können.

„Die Blockade verursacht unglaubliches Leid unter den Kindern in Gaza, denen ein weiteres Schuljahr unter schrecklichen Bedingungen bevorsteht“, so Philippe Lazzarini, UNO-Nothilfekoordinator für die besetzten palästinensischen Gebiete.

In internationalen Übereinkommen − von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bis zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes − wurde festgelegt, dass Regierungen den Zugang zur Bildung gewährleisten müssen, heißt es in der Erklärung. 

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Angriff auf UNO-Büros in Afghanistan

Rebellen in Afghanistan haben ein UNO-Gebäude in der westlichen Provinz Herat mit Raketen beschossen. Dabei wurden nach UNO-Angaben ein Fahrzeug und Ausrüstungsgegenstände beschädigt.

Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) verurteilte in einer Erklärung den vorsätzlichen Beschuss mit insgesamt sieben Raketen, von denen zwei Geschosse im UNO-Gelände landeten.

„Zum Glück wurde kein UNO-Mitarbeiter bei diesem Angriff verletzt. Unsere Büros bleiben geöffnet”, gab ein UNAMA-Sprecher in der Erklärung bekannt. „UNO-Mitarbeiter sind hier, um den schwächsten Gemeinden Afghanistan zu helfen. Die Unparteilichkeit der Arbeit, die wir für die Menschen von Afghanistan tun, muss respektiert werden”, heißt es in der Erklärung weiter.

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Nigeria: Ban besorgt über schwere religiöse Unruhen 

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über Berichte über schwere Unruhen in Nordnigeria. Bei Zusammenstößen zwischen islamistischen Rebellen und der Polizei wurden Medienberichten zufolge mindestens 100 Menschen getötet oder verletzt.

Nach Angaben seines Sprecher verurteilte Ban die unnötige Gefährdung menschlichen Lebens und hofft, dass die Verantwortlichen der Unruhen vor Gericht gestellt werden.

Ban sprach den Menschen von Nigeria und den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. Gleichzeitig forderte der Generalsekretär die Regierung Nigerias, die Justiz, die Polizei, lokale und religiöse Führer dazu auf, im Dialog Lösungen für die Konflikte in Nigeria zu finden.

Tödliche Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen forderten bereits Ende letzten Jahres in der nigerianischen Stadt Jos mehrere hundert Tote. Tausende Menschen mussten damals fliehen.

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Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
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