Sonntag, 26 Oktober 2014
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UNO-Newsletter: H1N1-Impfstoff, Ernährungssicherheit, Klimakonferenz in Kopenhagen, Charles Taylor v

 

Nicht genügend Impfstoff gegen Schweinegrippe

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, dass die weltweiten Kapazitäten zur Produktion eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe nicht ausreichen. Fast die gesamte Weltbevölkerung könnte sich mit dem Virus A (H1N1) anstecken, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf. Die Produktion reiche aber nicht aus, um 6,8 Milliarden Menschen impfen zu können. Chan kritisierte auch, dass ein Großteil des Impfstoffes  voraussichtlich in wohlhabende Länder geliefert werde.

 

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IFAD-Präsident: Ernährungsengpässe gefährden globale

Sicherheit

Der Leiter des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), Kanayo Nwanze, fordert die Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu stärken. „Nahrungssicherheit ist die Voraussetzung für globale Sicherheit. Statt Entwicklungsländer mit Lebensmitteln zu versorgen, sollten sie besser bei ihrer landwirtschaftlichen Entwicklung unterstützt werden“, forderte Nwanze im UNO-Radio in Genf. „Auf dem G8-Treffen in Italien in der letzten Woche haben die Industrieländer zum ersten Mal sehr deutlich gemacht, dass Lebensmittelhilfe keine Lösung für das Problem der Nahrungsmittelsicherheit ist. Um die Ernährung zu sichern, muss langfristig in die landwirtschaftliche Produktivität investiert werden. Das Thema ist an der Spitze der weltweiten politischen Agenda und zum ersten Mal haben sich die G8-Länder darauf verpflichtet,“ so Nwanze weiter. Er betonte, dass dies  nicht nur eine moralische, sondern auch eine politische Pflicht sei. Der IFAD-Präsident gab an, dass der Fonds Kleinbauern dabei unterstützt, kommerzielle und dadurch wirtschaftlich überlebensfähige Landwirte zu werden.

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Hochrangige UNO-Vertreter fordern: „Macht den Deal“

Führende Vertreter der UNO haben im Rahmen der UNO-Kampagne „Macht den Deal“ eine Petition unterschrieben. Darin werden Staats- und Regierungschefs aufgefordert, ein ambitioniertes neues Klimaabkommen zu unterstützen, um die weltweiten Treibhausgas-Emissionen zu senken. Die Online-Petition, die unter anderem von der Leiterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, unterschrieben wurde, soll auf der Konferenz des Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC) vorgelegt werden. Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt werden im Dezember auf diesem Klimagipfel in Kopenhagen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verhandeln, das 2012 ausläuft. Mit der Kampagne “Macht den Deal” wollen die Vereinten Nationen die Verhandlungen unterstützen und erreichen, dass verpflichtende Ziele zur Senkung der weltweiten Emissionen bis 2020 festgelegt werden. Zudem soll ärmeren Ländern dabei geholfen werden, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

 

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Charles Taylor bestreitet Kriegsverbrechen 

Der frühere liberianische Präsident Charles Taylor hat sich in seinem Prozess vor dem Sondergerichtshof für Sierra Leone (SCSL) selbst verteidigt. Taylor ist für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bürgerkrieg in Sierra Leone angeklagt. In elf Punkten der Anklage wie Plünderung, Versklavung oder der Rekrutierung von Kindersoldaten plädierte Taylor auf unschuldig. Dem Gericht erklärte er, dass die Anklagepunkte gegen ihn auf Fehlinformationen, Lügen und Gerüchten basierten. Taylor wurde im März 2006 inhaftiert und muss sich seit Januar 2008 vor dem Sondergerichtshof in Den Haag verantworten.

 

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Videobotschaft von Ban Ki-moon zum Tag der Vereinen Nationen am 24. Oktober 2014

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