Samstag, 25 Oktober 2014
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UNO-Newsletter: Pakistan, Somalia, Sri Lanka, Konferenz über Wirtschaftskrise

Pakistan: Über 120.000 Binnenflüchtlinge pro Tag

Täglich sind über 120.000 Menschen in den Gebieten Pakistans auf der Flucht, in denen Regierungstruppen gegen militante Gruppen kämpfen. Das schätzt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Nach Angaben von UNHCR fliehen Pakistanis weiterhin aus den Konfliktgebieten und suchen Zuflucht in der nordwestlichen Grenzprovinz. Seit Anfang Mai hätten sich laut lokaler Behörden über zwei Millionen Binnenflüchtlinge aus den Bezirken Swat-Tal, Lower Dir und Buner registrieren lassen.

Hilfsorganisationen wie das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF und das Welternährungsprogramm (WFP) versorgen die Flüchtlinge mit humanitärer Hilfe. Die UNICEF-Sprecherin Miranda Eeles erklärte, dass die größte Herausforderung nicht die Versorgung in den Lagern sei, sondern die in den  lokalen Gemeinden, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben. „Wir beantragen gerade zusätzliche 41,4 Millionen US-Dollar Hilfsgelder, um die dringendste Hilfe für die Flüchtlinge leisten zu können“, so Eeles weiter. Bisher habe UNICEF nur Zusagen, aber noch keine Gelder erhalten. Nach Schätzungen von UNICEF sind 65 Prozent der Flüchtlinge Kinder.  

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Über 67.000 fliehen vor Kämpfen in Somalia

Die Anzahl der Somalis, die vor den neuesten Kämpfen in Mogadischu geflohen sind, ist nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) auf über 67.000 gestiegen. Die schlimmer werdende Sicherheitssituation behindere außerdem die Lieferung von Nothilfe in die Hauptstadt des Landes, so das UNHCR. Zwischen der Regierung und oppositionellen Gruppen sind bereits Anfang Mai heftige Kämpfe in einigen Gebieten nordwestlich von Mogadischu ausgebrochen.

Der Sicherheitsrat verurteilte das erneute Aufflammen von Kämpfen in dem Land am Horn von Afrika und forderte ein Ende der Feindseligkeiten. In einer einstimmig angenommenen Resolution stimmte das 15-köpfige Gremium für eine Verlängerung des Mandats der Friedensmission der Afrikanischen Union (AMISOM) bis zum 31. Januar 2010.

Außerdem rief der Rat alle beteiligten Parteien in Somalia dazu auf, das kürzlich getroffene Abkommen von Dschibuti zur nationalen Versöhnung zu unterstützen. Er begrüßte außerdem den Aufruf des Präsidenten Scheich Sharif Sheikh Ahmed an die Opposition, diesen Prozess zu unterstützen.

Nach Angaben von UNHCR suchen die meisten der Flüchtlinge Schutz in den provisorischen Lagern entlang der Straße nach Afgooye im Südwesten von Mogadischu. Insgesamt haben diese Lager bereits etwa 400.000 Binnenflüchtlinge aufgenommen. UNHCR hat bereits mit der Notversorgung von insgesamt 50.000 Menschen im Afgooye Korridor über Partnerorganisationen vor Ort begonnen. 

 

 

UNO-Kommissarin fordert Ermittlungen in Sri Lanka

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, hat eine Untersuchung der Gräuel in der Endphase des Bürgerkriegs in Sri Lanka gefordert. Mit Blick auf die hohe Zahl von Todesopfern unter der Zivilbevölkerung seit Dezember sollte sowohl gegen die srilankische Regierung als auch gegen die tamilischen Rebellen ermittelt werden, empfahl Pillay dem UNO-Menschenrechtsrat.

Auch wenn die Regierung die Bevölkerung vor Terrorismus schützen wolle, müsse sie die Menschenrechte respektieren, sagte Pillay in Genf. Der srilankische Botschafter Dayan Jayatilleka wies die Forderung nach Ermittlungen gegen die Regierung entschieden zurück. Dies wäre so, als würde man von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs verlangen, ein Kriegsverbrechertribunal wegen des amerikanischen Atombombenabwurfs über Hiroshima zu akzeptieren, sagte der Botschafter. Auch unter den 47 Mitgliedstaaten des Menschenrechtsrates findet die Forderung Pillays keine Mehrheit. Die srilankische Regierung hat nach dem Sieg über die Befreiungstiger von Tamil Eeelam (LTTE) vor einer Woche den Bürgerkrieg nach fast 26 Jahren für beendet erklärt.

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UNO-Konferenz über Finanz- und Wirtschaftskrise

verschoben

Die Generalversammlung hat den Termin für die „UNO-Konferenz über die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung“ auf den 24. bis 26. Juni verlegt, gab der Sprecher des Präsidenten der Versammlung in einer Erklärung bekannt.

Das Gipfeltreffen am Hauptsitz der Vereinten Nationen sollte ursprünglich vom 1. bis zum 3. Juni stattfinden. Nach Angaben des Sprechers hätten die Delegierten mehr Zeit gefordert, um den Entwurf des Ergebnisdokuments zu verhandeln, das von Staats- und Regierungschefs der ganzen Welt angenommen werden soll. „Der Präsident der Generalversammlung und Organisator des dreitägigen Gipfels, Miguel d’Escoto Brockmann, hat in den letzten Tagen die dreiwöchige Verschiebung mit den größten regionalen Gruppen diskutiert und Zustimmung für die Terminänderung erhalten“, heißt es in der Erklärung. Darin ruft der Präsident alle Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen über das Ergebnisdokument bis zum 15. Juni abzuschließen.

„Wir sind davon überzeugt, dass der Erfolg des Treffens von einem positiven und vorausblickendem Ergebnisdokument abhängen wird. Außerdem brauchen wir den aktiven Einsatz der politischen Führung der Mitgliedsstaaten auf der höchstmöglichen Ebene“, erklärte der Präsident. „Die Mitgliedsstaaten werden den notwendigen politischen Willen und ihre guten Absichten bei den komplexen Verhandlungen zeigen“, gab sich Präsident d’Escoto zuversichtlich.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Konferenz: http://www.un.org/ga/econcrisissummit/ 

 

Videobotschaft von Ban Ki-moon zum Tag der Vereinen Nationen am 24. Oktober 2014

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Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
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