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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Das Internet muss für Kinder sicherer werden“

UNRIC/284  

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Das Internet muss für Kinder sicherer werden“

Erklärung zum Weltfernmeldetag und Welttag der Informationsgesellschaft, 17. Mai 2009

BONN, 15. Mai (UNO-Informationszentrum) – Der Weltfernmeldetag und Welttag der Informationsgesellschaft wird am Tag der Gründung der Internationalen Fernmeldeunion im Jahr 1865 gefeiert. Damit soll an die Rolle der Fernmeldeunion erinnert werden, die Welt miteinander zu verbinden.

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte hat sich das Internet in eine unvergleichliche globale Quelle verwandelt, die die Welt des Wissens und die der Unterhaltung umfasst. Mit mittlerweile mehr als 600 Millionen Benutzern in Asien, 130 Millionen in Lateinamerika und der Karibik sowie 50 Millionen in Afrika stellt das Internet ein immer weiter wachsendes Kommunikationsmittel dar. Es befindet sich am Drehpunkt unserer zunehmend miteinander verbundenen und vernetzten Gesellschaften. Dadurch treibt es die Weltwirtschaft voran, fördert Gewerbe und Handel und unterstützt eine verbesserte medizinische Versorgung, Produktion von Lebensmitteln und Bildung. Durch diesen gewaltigen Fortschritt wird der Schutz des Internets vor Angriffen von Internetkriminellen immer wichtiger.

Das Motto des diesjährigen Tages lautet „Schutz der Kinder im Cyberspace“. Kinder und junge Menschen nutzen das Internet und mobile Geräte am intensivsten. Während sie auf der Suche nach Informationen und Unterhaltung sowie zum Aufbau sozialer Netzwerke durch das Internet surfen, sind sie besonders gefährdet. Internetkriminelle und Pädophile sind auf der Suche nach leichten Opfern und stellen eine Gefahr für die Kinder dar.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes erkennt das Recht auf Bildung und Zugang zu Informationen an ebenso sowie das Recht auf Freizeitaktivitäten. Nach dem Übereinkommen sollen Kinder darüber hinaus vor allen Arten der Ausbeutung und der Verleitung, in kriminelle Handlungen hineingezogen zu werden, geschützt werden. Es ist unsere Pflicht, die Umsetzung des Übereinkommens sicherzustellen, so dass Kinder ohne Gefahr auf das Internet und andere Onlinequellen zugreifen können. Sie sollen das Internet nutzen können, ohne befürchten zu müssen, Opfer skrupelloser Angreifer zu werden.

Die virtuelle Welt bietet aufregende Möglichkeiten für die Entwicklung der Kinder hin zu kreativen und leistungsfähigen Erwachsenen. Wir müssen dabei aber die Gefahren für ihr Leben im Auge behalten. Ich fordere daher politische Entscheidungsträger und Führungskräfte der Wirtschaft dazu auf, das rasant wachsende Internet für jeden sicher zu machen.

 

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