Freitag, 24 Oktober 2014
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UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Medien besitzen ein fundamentales und universelles Recht auf Meinungsfreiheit, das verantwortungsbewusst genutzt werden soll“

UNRIC/125

Erklärung zum Welttag der Pressefreiheit, 3. Mai 2006

VEREINTE NATIONEN/BONN, 2. Mai 2006 -- Mit dem Wachstum der neuen Medien, neuen Technologien und neuen Verteilungswegen sind Informationen leichter zugänglich und werden vielfältiger. Die traditionelle Berichterstattung wird zunehmend von “mitwirkenden Medien” wie etwa Blogs unterstützt. Aber so wie sich Medien und Journalismus weiter entwickeln, bleiben gewisse Grundprinzipen nach wie vor verpflichtend. Am Welttag der Pressefreiheit bekräftige ich erneut meine feste Unterstützung für das universelle Recht auf Meinungsfreiheit. Viele Journalisten wurden bei der gewissenhaften Ausübung dieses Rechts getötet, verstümmelt, festgehalten oder verfolgt. Dem Kommittee zum Schutz für Journalisten zufolge wurden im Jahr 2005 47 von ihnen getötet und in diesem Jahr haben bisher elf ihr Leben verloren. Es ist tragisch und inakzeptabel, dass die Zahl der bei der Ausübung ihrer Pflicht getöteten Journalisten ein Barometer für das Maß der Pressefreiheit geworden ist. Ich rufe alle Regierungen auf, ihrer Verpflichtung auf das Recht nachzukommen, “Informationen und Meinungen über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten”, wie in Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt.

Ebenso appelliere ich an alle, dieses Recht verantwortungsbewusst, und wenn möglich pro-aktiv, auszuüben. Medien haben einen starken Einfluss auf das menschliche Verhalten. Wie von der Generalversammlung in ihrer jüngsten Resolution zur Schaffung des Menschenrechtsrates bestätigt, spielen sie “eine wichtige Rolle bei der Förderung von Toleranz und dem Respekt für Religions- und Glaubensfreiheit”. Medien sollten keine Instrumentarien zur Aufwiegelung, Erniedrigung oder zur Verbreitung von Hass sein. Es muss möglich sein, Umsicht walten zu lassen, ohne fundamentale Rechte zu beeinträchtigen.

Lassen Sie uns am Welttag der Pressefreiheit anerkennen, dass nationale und globale Medien nicht nur über Veränderungen berichten, sondern selbst Veränderer sind. Wir sollten alle für die Arbeit der Presse dankbar sein. Ich hoffe, dass herkömmliche und neue Medien gleichermaßen ihre Arbeit frei von Bedrohungen, Angst oder anderen Beschränkungen wahrnehmen können.

Videobotschaft von Ban Ki-moon zum Tag der Vereinen Nationen am 24. Oktober 2014

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