Mittwoch, 22 Oktober 2014
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Meilensteine der Vereinten Nationen: 1941 - 1949

Meilensteine der Vereinten Nationen

Die Idee eine Weltorganisation zur Förderung von Frieden und Freundschaft zwischen den Nationen zu schaffen, wurde in den schmerzvollen Tagen des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) geboren. Als Städte um Städte in Trümmern lagen, begannen die führenden Politiker der Welt darüber nachzudenken, wie ein dauerhafter Friede erreicht werden könnte. Dies war der Weg, den sie beschritten und der zu den weiteren Meilensteinen in der nunmehr 60jährigen Geschichte der Weltorganisation führte: 

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Deklaration der Allierten

Die Deklaration der Alliierten „über die Zusammenarbeit, mit anderen freien Völkern, sowohl im Krieg als auch im Frieden“ wird am 12. Juni 1941 unterzeichnet und bildet den ersten Schritt zur Gründung der Vereinten Nationen. 

Atlantik-Charta

Am 14. August 1941 einigten sich der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill eine Reihe von Grundsätzen für die internationale Zusammenarbeit zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit. Das Dokument, das während eines Treffens auf dem Schiff HMS Prince of Wales “irgendwo auf Hoher See“ unterzeichnet wurde, geht als Atlantik-Charta in die Geschichte ein.  

Deklaration der Vereinten Nationen

In einer „Deklaration der Vereinten Nationen“ bekräftigen Vertreter von 26 alliierten Nationen, die gegen die Achsenmächte kämpfen, am 1. Januar 1942 in Washington, D.C. ihre Unterstützung für die Atlantik-Charta. Dieses Dokument verwendet erstmals die von Präsident Roosevelt vorgeschlagene Bezeichnung „Vereinte Nationen“.

Deklarationen von Moskau und Teheran

In einer am 30. Oktober 1943 in Moskau unterzeichneten Erklärung, fordern die Regierungen der Sowjetunion, des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten und Chinas die frühzeitige Einrichtung einer internationalen Organisation zur Erhaltung von Frieden und Stabilität. Dieses Ziel wird auf dem Treffen der Regierungschefs der Vereinigten Staaten, der UdSSR und des Vereinigten Königreichs am 1. Dezember 1943 in Teheran bekräftigt.  

Konferenz von Dumbarton-Oaks

Der erste Entwurf für die Charta der Vereinten Nationen wird auf einer Konferenz im Landhaus Dumbarton Oaks bei Washington, D.C., ausgearbeitet. Im Verlauf mehrerer Treffen, die vom 21. September bis 7. Oktober 1944 stattfanden, einigen sich die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, die UdSSR und China über Ziele, Struktur und Funktionsweise einer neuen Weltorganisation.  

Konferenz von Jalta

Am 11. Februar 1945 erklären Präsident Roosevelt, Premierminister Churchill und Premier Josef Stalin nach der Konferenz von Jalta ihren Entschluss, „eine allgemeine internationale Organisation zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit“ einzurichten. Als letzte noch offene Frage der neuen Organisation erzielen die Staatsmänner Einigung über das Abstimmungsverfahren im Sicherheitsrat und räumen den vorgesehenen fünf ständigen Ratsmitgliedern (Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, UdSSR, Frankreich und China) das sogenannte „Vetorecht“ ein.  

Konferenz von San Francisco

Am 25. April 1945 treffen Delegierte von 50 Staaten in San Francisco zur Konferenz der Vereinten Nationen über eine internationale Organisation zusammen. Sie verfassen die 111 Artikel umfassende Charta, die am 25. Juni 1945 im Opernhaus von San Francisco einstimmig angenommen wird. Am darauf folgenden Tag wird die Charta im Theatersaal des „Veterans War Memorial Building“ unterzeichnet. 

24.Oktober 1945

Die Vereinten Nationen treten endgültig ins Leben, nachdem ihre Charta von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats und der Mehrheit der anderen Unterzeichner ratifiziert wurde und damit in Kraft tritt.  

10. Januar 1946

Die erste Generalversammlung, in der 51 Nationen vertreten sind, wird in Central Hall, Westminster, London, eröffnet.  

17. Januar 1946

Der Sicherheitsrat tritt in London erstmals zusammen und beschließt seine Geschäftsordnung.  

24. Januar 1946

Die Generalversammlung nimmt ihre erste Resolution über die friedliche Nutzung der Atomenergie und die Beseitigung von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen an.  

1. Februar 1946

Der Norweger Trygve Lie wird in Lake Success, New York, zum ersten Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt. Er tritt im März 1953 von seinem Amt zurück.  

24. Oktober 1947

Der Gründungstag der Vereinten Nationen wird von der Generalversammlung offiziell zum „Tag der Vereinten Nationen“ erklärt.  

Juni 1948

Die erste Beobachtermission der Vereinten Nationen - die Organisation zur Überwachung des Waffenstillstandes (UNTSO) - wird in Palästina eingerichtet.  

9. Dezember 1948

Die Generalversammlung beschließt die Konvention über die Verhinderung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermordes (in Kraft seit 12. Januar 1951).  

10. Dezember 1948

Die Generalversammlung beschließt in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.  

7. Januar 1949

Der UNO-Abgesandter Ralph Bunche vermittelt den Waffenstillstand zwischen dem neuen Staat Israel und den arabischen Staaten.

Januar 1949

Einsatz der Militärbeobachtergruppe der Vereinten Nationen in Indien und Pakistan (UNMOGIP). 

24. Oktober 1949

Grundsteinlegung für den gegenwärtigen Amtssitz der Vereinten Nationen in New York.

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